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Erntedank

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich eine Kerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Bibeltext: Gen 2,18-24

Dann sprach Gott, der HERR: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm ebenbürtig ist. Gott, der HERR, formte aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte sein Name sein. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen ebenbürtig war, fand er nicht. Da ließ Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Gott, der HERR, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein / und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie genannt werden; / denn vom Mann ist sie genommen. Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und hängt seiner Frau an und sie werden ein Fleisch.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott darum, dass ich ein Gespür für die Dinge entwickeln kann, die mir geschenkt sind und dass er mich mit Dankbarkeit dafür erfüllt.

 

Bild

Ich sehe die geschaffene Welt mit allem, was auf ihr existiert und lebt. Inmitten von diesem sehe ich mich.

 

Impulse

1. Ich nehme mir heute oder in den kommenden Tagen ganz bewusst Zeit, durch die Natur zu gehen und die Schöpfung genau zu betrachten. Ich kann, wenn ich möchte, auch die Pflanzen, die Bäume, die Steine, die Blätter berühren, sie in meinen Händen halten, auf mich wirken lassen. Was beobachte ich dabei? Welche inneren Regungen ruft in mir das Betrachtete oder Gespürte wach?

2. Ich richte mir ganz bewusst eine Mahlzeit her, decke mir den Tisch schön ein und setze mich zum Essen hin. Ich kaue und schmecke ganz bewusst die Dinge, die ich zubereitet habe. Wie sitze ich da? Bin ich unter Zeitdruck? Läuft nebenbei das Radio oder der Fernseher? Kann ich entspannen und genießen? Wo sind meine Gedanken beim Essen?

3. Ich überlege mir die „Ernte“ meines bisherigen Lebens. Was konnte ich bislang „einfahren“ an guten Erfahrungen, an Erlebnissen, an Begegnungen, an Erfolgen, an Freude, an Glück? Wofür bin ich dankbar? Ich blicke auf mein Leben und versuche in eigenen Worten ein Dankgebet zu formulieren.

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Gebet und Segen

 

„Allmächtiger Gott,

der du in der Weite des Alls

gegenwärtig bist und im kleinsten

deiner Geschöpfe,

der du alles, was existiert,

mit deiner Zärtlichkeit umschließt,

gieße uns die Kraft deiner

Liebe ein,

damit wir das Leben und

die Schönheit hüten.

Überflute und mit Frieden,

damit wir als Brüder und Schwestern

leben und niemanden schaden.

Gott, der Armen hilf uns,

die Verlassenen und Hilflosen

dieser Erde, die so wertvoll

sind in deinen Augen, zu retten.

Heile unser Leben,

damit wir Beschützer der Welt

sind und nicht Räuber,

damit wir Schönheit säen

und nicht Verseuchung und Zerstörung.

Rühre die Herzen derer an,

die nur Gewinn suchen

auf Kosten der Armen und der Erde.

Lehre uns, den Wert

von allen Dingen zu entdecken

und voll Bewunderung zu betrachten;

zu erkennen, dass wir zutiefst

verbunden sind mit allen Geschöpfen

auf dem Weg zu deinem unendlichen

Licht.

Danke, dass du alle Tage bei uns

bist. Ermutige uns bitte in unserem

Einsatz für Gerechtigkeit, Liebe

und Frieden.“ (LS 246)

 

Und der Segen Gottes,

der größer ist als alle

Vernunft, der halte euren

Verstand wach und eure Hoffnung

groß und stärke eure Liebe.

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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