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6. Sonntag der Osterzeit - Liebe

 

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich eine Kerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Gebet

Herr, spricht dein ewiges Wort in mich und lass es mich hören.

Herr, strahle dein Licht in mich und lass es mich schauen.

Herr, drücke dein Bild in mich und lass es mich bewahren.

Herr, wirke dein Werk in mir und lass es mich stets von Neuem empfangen.

 

Bibeltext Joh 15,9-17

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott, darum, seine Liebe zu mir immer mehr entdecken und empfinden zu können und sie als Kraft anzunehmen, sie weiterzuschenken.

 

Bild

Ich sehe Jesus im Kreis seiner Jünger.

 

Impulse

1. Ich höre das Wort Jesu: „Ihr seid meine Freunde.“ Ich beziehe dieses Wort auf mich: „Du bist mein Freund“. Trifft mich dieses Wort? Wie trifft es mich? Was bewirkt es in mir?

2. Erfahre ich im Augenblick Liebe? Worin zeigt sich diese Erfahrung, dass ich geliebt werde? Wer schenkt mir diese Erfahrung von Liebe und Freundschaft?

3. Wann und wie habe ich das letzte Mal eine große Liebe erfahren? Wann haben sich für mich Himmel und Erde berührt?

Wie hat sich dieses Gefühl in meinem Leben gezeigt? Wozu hat es mich fähig gemacht?

4. Liebe ist das einzige Gut, das man ständig teilen kann, ohne dass es weniger wird. Wem schenke ich zurzeit meine Liebe? Wem gilt meine höchste Aufmerksamkeit?

5. Fühle ich mich von Gott geliebt? Waran merke ich das? Was macht die Liebe Gottes mit mir und meinem Leben? Wozu befreit mich seine Liebe?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Gott liebt uns nicht, weil er uns nötig hätte, sondern genau umgekehrt: wir sind ihm nötig, weil er uns liebt.

 

Segen

Gott segne mich mit Menschen, die deine Liebe bezeugen.

Mit Menschen, die mit dir verbunden sind. Mit Menschen, die aus der Kraft der Liebe leben. Amen.

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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