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5. Sonntag der Osterzeit - Verbunden bleiben

 

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich eine Kerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

 

Gebet

Gott, wenn wir uns an dich binden, wenn wir uns an dir festhalten, wenn du unsere Nahrung bist, wenn du unsere Mitte bleibst, wenn wir in dir bleiben, können wir reich Frucht bringen.

Reiche Früchte: Früchte der Barmherzigkeit, der Zuwendung, der Verantwortung, der Liebe. Durchdringe unser Innerstes, gestalte unser Herz, präge unser Denken und Tun, damit wir fruchtbar werden für dein Reich und unser Leben ein erfülltes Leben wird.

 

Bibeltext Joh 15,1-8

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.  Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.  Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.  Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.  Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.  Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet. 

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott darum, mich immer mehr an ihn zu binden und um die Kraft auch in schwierigen Momenten bei ihm und mit ihm auszuhalten und verbunden zu bleiben.

 

Bild

Ich sehe den Weinstock und die Reben. Ich sehe die Früchte, die die Rebzweige hervorbringen. Pralle, rote Trauben.

 

 

Impulse

1. Wo bleibe ich, wenn mir das Leben wie in diesen zurückliegenden Monaten, Wochen und Tagen so viel an Unsicherheit, an Perspektivenlosigkeit, an Bedrohung, Beklommenheit und Existenzangst zumutet?

2. Was bleibt von all dem, das ich mir zurecht gelegt, ausgedacht und geplant habe, wenn eben alles so unvermittelt und unvorbereitet zusammenstürzt, zumindest doch für die meisten unter uns?

3. Was ist mir Halt in diesen Momenten, wo ich mich zunehmend haltloser und unsicher vorkomme, weil mich so vieles, das mich bisher gehalten hat, eben nicht mehr halten kann?

4. Habe ich eine Ahnung davon, wie ich mich in diesen Zeiten mit Christus verbinden kann und was möglichweise die Früchte einer solchen Verbindung mit ihm sein könnten? Welchen Halt finde ich zurzeit in meiner Gemeinde und Kirche? Was brauche ich von meiner Gemeinde und Kirche in dieser Zeit? Was erbitte ich mir von Gott?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Weinstock, ein Bild voller Poesie

und letzter Konsequenz, wenn die

erwartete Frucht fehlt.

Weinstock ist nur einer - Christus.

Reben sind wir alle und alle werden

gebraucht, damit die reiche Frucht

wachsen kann.

Abgeschnitten oder gereinigt

werden sind die Alternativen für den 

Einzelnen - das in IHM bleiben

und in seinem Wort ist einzige

Chance für reiche Frucht. (TD)

 

 

Segen

Gott segne mich mit einem Boden, in dem ich wurzeln kann. Er segne mich mit der Lebenskraft, aus der ich wachsen kann. Er segne mich mit dem Licht, an dem ich mich ausrichten kann. Er segne mich durch die gewachsene Gemeinschaft mit ihm.

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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