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  thomas diener                                                                                                                                systemische-lösungsorientierte                                                                    supervision und coaching                                                                                                                                              geistliche begleitung                                                                    gestalttherapeutische beratung

4. Sonntag der Osterzeit

 

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich kleine Osterkerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Gebet

Du guter Hirte, Jesus Christus. Sind wir wie irrende Schafe? Wir sehne uns danach, den Weg zu kennen. Du weißt ihn. Du guter Hirte, suchst du uns? Bring uns auf den richtigen Weg. Uns, mich, die anderen, meine Gemeinde, die Kirche … Zeig uns den Weg, deinen Weg. Wir vertrauen uns dir an. Amen.

 

Bibeltext Joh 10,14

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott darum, meine inneren Grenzen im Blick auf andere Menschen zu erkennen, meine Sicht auf sie zu weiten und sie und mich als von Gott geliebte Menschen zu begreifen.

 

Bild

Ich betrachte das Bild oben. Ich sehe mich auf der einen Seite des Zaunes stehen. Ich betrachte die Welt, hinter dem Zaun.

 

 

 

Impulse

1. Bleiben wir im Bild: Kirche: Ansammlung von Schafen mit ihren Hirten. Ich: Ein Teil der Herde. Wie geht es mir zurzeit in meiner Gemeinde; mit den Menschen, die meine Gemeinde ausmachen; mit der Kirche überhaupt? Fühle ich mich noch gut, gesehen, aufgehoben, erstgenommen, behütet hinter dem Zaun; inmitten der Herde? Was macht mich traurig? Was macht mich froh? Was lässt mich dankbar sein? Was macht mich „mütend“ (Müde und wütend zugleich)?

2. Jesus spricht davon, dass es noch andere Schafe gibt. Menschen, die nicht dazugehören; die hinter dem Zaun sind, der mich von ihnen trennt. Oder sind sie vielleicht vor dem Zaun? Wer sind diese Menschen? Was macht sie aus? Warum stehen sie auf der anderen Seite? Was macht sie zu Außenseitern, für mich persönlich, für die Kirche? Oder bin ich der Außenseiter?

3. Jesus nimmt die anderen in den Blick. Die da draußen; die, die nicht dazugehören; die, die nicht konform sind; die, die abweichen durch ihre Haltung, Einstellung, sexuelle Orientierung, …, die, die sich absetzen durch was auch immer. Was bedeutet mir der Satz: „Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall.“ Wozu lädt er mich ein?

4. Wie sieht mein Traum von Kirchesein aus?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Jesus kennt mich.

Wie gut kenne ich seine Stimme?

Heute höre ich ganz neu,

er hat „noch andere Schafe“ …

Wer sind diese anderen,

die nicht unseren Stallgeruch

haben?

Meinte er jene, zu denen

wir auf Distanz gehen? (CD)

 

Segen

Gott segne uns mit einem Weg,

der für uns gut ist.

Segne uns mit einem Weg,

den wir lieben.

Segne uns mit einem Weg,

den wir bewältigen können?

Segne uns mit einem Weg,

auf dem wir nicht allein sind.

Amen.

 

Der Herr ist wirklich auferstanden. Halleluja!

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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