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3. Sonntag der Osterzeit

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich kleine Osterkerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Gebet

Gott, bist ein verwundeter Gott, der sich mir in Jesus zeigt. Du erlaubst mir, deine Wunden zu berühren und zu meinen ganz eigenen Wunden zu stehen, sie anzunehmen und Versöhnung mit all dem und all denen zu finden, die mich verwundet haben. Heile mich. Erlöse mich. Schenke mir deinen Frieden. Amen.

 

Bibeltext Lk 24,35-48

Da berichteten die beiden, was sie unterwegs erlebt und wie sie den Herrn erkannt hatten, als er das Brot in Stücke brach. Während sie noch am Erzählen waren, stand mit einem Mal Jesus selbst in ihrer Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« Doch sie waren starr vor Schreck, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. »Warum seid ihr so erschrocken?«, sagte Jesus. »Und wie kommt es, dass solche Zweifel in euren Herzen aufsteigen? Schaut euch meine Hände und meine Füße an: Ich bin es wirklich! Berührt mich und überzeugt euch selbst! Ein Geist hat doch nicht Fleisch und Knochen, wie ihr sie an mir seht.« Und er zeigte ihnen seine Hände und seine Füße.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott um die Kraft, mich meinen Wunden zu stellen, sie anschauen zu können und um Heilung all dessen, was in mir verletzt ist.

 

Bild

Ich betrachte das Bild, die Hand, die von Jesu Hand geführt wird und den Finger, der seine Wunde berührt.

 

Impulse

1. Ich betrachte nochmals das Bild und stelle mir dabei vor, dass es meine eigene Hand ist, die von Jesus ergriffen wird und mein Finger, der seine Wunde berühren darf. Wie geht es mir damit? Welche inneren Regungen ruft diese Vorstellung bei mir hervor?

2. Wir tragen ganz eigene Wunden mit uns, und wir fügen anderen Wunden zu.

Welche Wunden trage ich mit mir? Was hat mich in meinem Leben zutiefst verletzt? Von was erzählen mir meine „Narben“? Wie wirken meine Wunden bis heute nach?

Welche Wunden habe ich anderen Menschen zugefügt? Welche Verletzungen habe ich durch mein Reden und Handeln anderen Menschen zugefügt? Was tut mir leid? Möchte jemanden um Vergebung bitten, ihm den Frieden wünschen?

3. Was brauche ich von Gott; was brauche ich von anderen; was brauche ich von mir selbst, damit meine Wunden heilen können?

Möchte ich mit jemanden über meine eigenen Wunden sprechen? Mit wem?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Einen Jesus zum Anfassen

um das Unfassbare zu begreifen

haben wir heute nicht –

doch wir können uns von ihm

berühren lassen

von seiner Liebe

mit seiner Botschaft

mit Gottes Barmherzigkeit

 

Geben wir unseren Wunden

die Chance heilen zu können.

 

Segen

Gott, segne uns mit deinem Frieden,

der uns mit uns selbst versöhnt.

Segne uns mit deinem Frieden,

der uns die Eintracht mit dem Nächsten schenkt.

Segne uns mit deinem Frieden, der

allen Wunden Heilung schenkt.

 

Der Herr ist wirklich auferstanden.

Halleluja!

 

 

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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