thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
  thomas diener                                                                                                                                systemische-lösungsorientierte                                                                    supervision und coaching                                                                                                                                              geistliche begleitung                                                                    gestalttherapeutische beratung

Vom wahren Großsein

 

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich eine Kerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Bibeltext: Mk 10,35-45

Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. 36 Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen! Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, worum ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es bestimmt ist. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott, dass es mir gelingen möge, für die Bedürfnisse der anderen ein Gespür zu entwickeln und mich mit meinen Bedürfnissen, wenn es nötig ist, hintenanzustellen.

 

Bild

Ich sehe Jesus im Gespräch mit den Jüngern und diese wiederum im Streit untereinander.

 

Impulse

1. Wenn ich Jesus gegenüber eine Bitte äußern dürfte, die mein ganz eigenes Begehren betrifft, worum würde ich ihn bitten? Wie beurteile ich selbst diese Bitte – selbstbezogen, umsichtig, fürsorglich, das Wohl anderer im Blick behaltend …?

2. Was würde es in meinen Beziehungen zu anderen Menschen für mich bedeuten, für sie Diener bzw. Dienerin zu sein? Wohin würde mich dies führen? Was wäre anders in meinem Verhalten, anders als jetzt? Wie würde sich meine Beziehung zu anderen Menschen dadurch verändern? Was würde sich für mich ändern müssen, um dies zu erreichen?

3. Welche Bedeutung spielen für mich „Macht“ und „Einfluss“ an den Orten und in den Kontexten, in denen mir beides gegeben ist? Wie übe ich Macht und Einfluss aus? Worum geht es mir dabei – um mich selbst, oder um etwas größeres?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Gebet und Segen

 

Wenn ich mich selbst erhöhe,

mich selbst bejubele und ganz

selbstverständlich davon ausgehe,

im Leben immer den vordersten Rang

zu belegen, zeig mir, Herr, wo mein

Platz in der Nachfolge und des Dienens

ist. Schenke mir die Bereitschaft,

diesen Platz einzunehmen und meine

Gaben zum Wohl der anderen

einzusetzen.

 

Gott segne uns mit dem Wissen

um den Weg und das Ziel unseres Lebens.

Er segne uns mit Einsicht in das, was auf

Dauer zählt und bleibt.

Er segne uns mit der wahren Freude.

 

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener