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Vom Loslassen und Gewinnen

 

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich eine Kerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Ich beginne mit dem Kreuzzeichen. Ich rufe mir in Erinnerung:

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Bibeltext: Mk 10,17-27

Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer der eine Gott. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, gewann ihn lieb und sagte: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber gerieten über alle Maßen außer sich vor Schrecken und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen. Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser und Brüder, Schwestern und Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben. Viele Erste werden Letzte sein und die Letzten Erste.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott um das Vertrauen das loslassen zu können, was mich zu leben behindert.

 

Bild

1. Ich sehe den jungen Mann auf Jesus zukommen. Beide sehe ich im Gespräch. Schließlich schaue ich dem Mann nach, der enttäuscht weggeht.

oder:

2. Ich sehe die Jünger im Gespräch mit Jesus. Ihre erschrockenen Gesichter fallen mir dabei auf.

 

Impulse

1. Ich lese den gesamten Text. Bei welcher Szene bleibe ich stehen? Was spricht mich direkt an? Wobei will ich verbleiben?

2. Habe ich eine Ahnung davon, warum ich gerade bei dieser Szene stehenbleibe? Was löst sie in mir aus – an Zustimmung, an Widerspruch, an Einwand, an Traurigkeit, an Überlegungen, an Befürchtungen? Ich spüre in mich hinein.

 

3.      Wenn ich bei der ersten Szene 

         stehengeblieben bin:                    

Was müsste ich in meinem Leben loslassen, um freier, erfüllter, lebendiger sein zu können? Welche verkehrten Bindungen gibt es in meinem Leben? Wovon bin ich abhängig? Was nimmt mich gefangen? Was würde mir ein Loslassen erleichtern? Welchen Reichtum würde mir das Loslassen bescheren?

 

Wenn ich bei der zweiten Szene stehengeblieben bin:

Gibt es Ängste und Befürchtungen, die mich auf dem Weg des Glaubens und in der Nachfolge Jesu beschäftigen – welche? Zu welchem Loslassen lädt mich mein Glaube ein? Welchen „Lohn“ habe ich dadurch zu erwarten? Was würde mir geschehen, wenn ich losließe und mich neu orientieren würde?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Fürbitten

Meine Sorgen, meine Anliegen und Bitten trage ich jetzt vor Gott. Ich formuliere sie frei, so wie sie mir gerade in den Sinn kommen, in der Gewissheit, dass Gott bereits um mich weiß, noch bevor ich zu ihm ein Wort gesagt habe. Ich kann nach jeder Bitte den Ruf aussprechen: Durch deine Wunden, Herr, bin ich gerettet.

 

Vater unser

 

Gebet und Segen

 

Gott des Himmels,

Stärke uns auf unserem Weg,

den wir gehen, um mehr und mehr

auf dich zuzuwachsen.

Komm uns entgegen mit deinen

ausgestreckten Armen.

Verleihe uns die Sicherheit,

damit wir sie nicht in endlichen

Dingen suchen müssen.

Sende uns den Geist der Weisheit,

der uns anleitet, dich zu lieben.

Amen. (TD)

 

Gott segne uns mit dem Vertrauen,

loslassen zu können. Er segne uns mit

der Freiheit, uns nicht festklammern zu müssen

und mit dem Mut, neue Wege in deiner

Nachfolge zu gehen. Amen.

 

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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