thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
  thomas diener                                                                                                                                systemische-lösungsorientierte                                                                    supervision und coaching                                                                                                                                              geistliche begleitung                                                                    gestalttherapeutische beratung

Rede, denn dein Diener hört

Gebetsblatt zum 2. Sonntag B

 

Herrichten des Gebetsortes

Ich suche mir einen stillen Platz, den ich mir für diese Gebetszeit herrichte. Wenn ich möchte, stelle ich eine Kerze auf einen Tisch, lege eine Bibel und stelle ein Kreuz hinzu. Möglicherweise möchte ich mit einem kleinen Blumenstrauß den Platz dekorieren.

 

In der Gegenwart Gottes

Gott ist bei mir, aber noch mehr, Gott ist in mir, schenkt mir Leben. Ich will einen Augenblick über Gottes lebensschenkendes Dasein nachsinnen: in meinem Leib, meinem Geist, meinem Herzen. Wenn Gott mir etwas sagen wollte, würde ich es wissen? Wenn Gott mich trösten oder herausfordern würde, würde ich es merken? Ich bitte um die Gnade, mich von meinen Sorgen lösen zu können damit ich offen werde für das, was Gott mir vielleicht jetzt sagen will.

Ich weiß, dass Gott mich bedingungslos liebt. So schaue ich auf die vergangene Woche zurück; was da war, was ich spürte. Gibt es etwas, wofür ich dankbar sein kann? Dann danke ich. Gibt es etwas, was mir leid tut? Dann bitte ich um Vergebung.

 

Bibeltext Samuel 3,3ff

In jenen Tagen schlief der junge Samuel im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes stand. Da reif der Herr den Samuel und Samuel antwortete: Hier bin ich. Dann lief er zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen!

Da kam der Herr, trat heran und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört. Samuel wuchs heran und der Herr war mit ihm und ließ keines von all seinen Worten zu Boden fallen.

 

Gebetsanliegen

Ich bitte Gott darum, aus all den vielen Stimmen, die Tag für Tag auf mich eindringen, sein Wort herauszuhören und zu vernehmen, was er mir in meiner jetzigen Lebenslage sagen möchte.

 

Bild

Ich stehe inmitten einer Menschenmenge und beobachte, wie die Menschen miteinander reden.

 

Impulse

1. „In jenen Tagen waren Worte des Herrn selten“, heißt es wenige Verse zuvor in dem oben zitierten Bibeltext. Bin ich geübt im Hören der Stimme Gottes unter all den Stimmen, die täglich auf ich eindringen? Welchen Stimmen schenke ich mein Gehör? Innere und äußere Stimmen. Die Regungen des Gewissens, politische Botschaften, Meinungen und Verlautbarungen, Stimmen, die ermahnen, bekehren, besänftigen oder Angst machen wollen. Für welche Stimmen bin ich im Augenblick sehr empfänglich? Für welche taub?

2. Erkenne ich Gottes Stimme unter all den anderen Stimmen? Höre ich, was er mir sagen möchte? Welche Momente er sich in Dienst nimmt, um mich zu erreichen? Welches seiner Worte an mich könnte im Augenblick bedeutsam für mein Leben sein? Samuel hört Gottes Stimme im Schlaf: Gönne ich mir eine Auszeit, einen Rückzug aus meinem Alltag, um in der Stille zu hören, was Gott mit zu sagen hat?

3. „Und der Herr war mit ihm und ließ keines von all seinen Worten zu Boden fallen.“ Wo in den vergangenen Tagen, habe ich gespürt, dass Gott seine Zusagen und Verheißungen an mir wahrmacht? Wie haben sich seine Versprechen an mir und anderen Menschen in meinem Umfeld erfüllt?

 

Stille

Ich lasse meine Gedanken und inneren Regungen zu den Fragen kommen und gehen. Zum Schluss komme ich mit Gott ins Gespräch. Ich erzähle ihm, wie es mir während der Zeit der Stille erging. Wenn Gott mir jetzt etwas sagen würde, was wäre das?

 

Vater unser

 

Ausblick

Immer noch

Auf die Frage, wo Gott

wohnt, gab ein Rabbi zur Antwort:

 

Wo man ihn einlässt!

 

Ein wohnungsloser Gott

ist in unserer Welt immer noch

auf Herbergssuche, von Tür zu Tür …

 

Höre ich sein Klopfen?

 

                                               R.E. Friedberg

 

Segen

Herr, unser Gott, wir gewinnen unsere unverwechselbare Stimme im Konzert mit anderen, im Missklang wie im Einklang, vor allem aber, indem wir zuhören und lauschen lernen.

Segne uns mit einem wachen Ohr und einem regen Geist, der uns durch das Gerede hindurch, die Stimmen hören lässt, in denen

du zu uns sprichst. Amen.

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener