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Zurück zut Tagesordnung?

3. Ostersonntag

So, als wenn nichts gewesen

wäre, machen Sie weiter

wie zuvor. Sie gehen fischen.

Petrus kommt auf diese

geniale Idee und die anderen

Jünger, die gehen mit.

 

Was niemand von ihnen

wissen kann, die Netze

bleiben leer. Sie fangen

nichts in dieser Nacht.

 

Am Ufer erwartet

sie Jesus. Doch sie erkennen

ihn nicht. Für sie bleibt

er ein Fremder. Zunächst.

Jesus fragt sie:

 

„Meine Kinder, habt

ihr nicht etwas zu essen?“

Nein, haben sie nicht.

Wie auch. Die leeren

Netze geben eine ganz

klare Antwort.

 

Jesus schickt sie wieder

auf den See hinaus.

Er gibt die Anweisung,

dieses Mal die Netze auf

der anderen Seite des

Bootes auszuwerfen.

Auf der rechten Seite.

 

Das tun sie dann

auch. Erfolg stellt

sich ein. Die Netze

sind übervoll. Sie drohen

zu zerreißen. - Die Menge

der Fische, 153, spricht von

Fülle. Leben in

Fülle.

 

Was machen wir,

wenn wir die Pandemie

wieder in den Griff bekommen

haben, die Krise überstanden

ist?

 

Was machen wir, wenn

der Alltag und das Gewohnte,

wieder zurückkehren,

es keine Auflagen mehr

geben wird, die Mundmasken

wieder abgelegt werden

und wir uns wieder

bedenkenlos die

Hände reichen

oder in die

Arme nehmen

können?

 

Machen wir dann weiter

wie bisher? Kehren wir dann

wieder zur Tagesordnung

zurück, so als wäre nichts

gewesen?

 

Oder, um im Bild

zu bleiben: Fahren wir dann

wieder auf den See hinaus

und werfen wir dann wieder,

so wie wir es bislang gewohnt

waren, die Netze aus?

 

Die Befürchtung steht im

Raum. Die Gefahr scheint

gegeben. Die Versuchung

ist da, schnell wieder

zu vergessen, was uns in

diesen Wochen wichtig und

wesentlich geworden ist.

 

Welche Anstöße,

welche Anregungen entnehmen

wir den vergangenen Wochen

für unser ganz eigenes und

persönliches Leben,

unser Miteinander,

für die Politik und auch für das

Leben in unseren

Kirchengemeinden?

 

Petrus sagt:

Ich gehe fischen und

die anderen, die gehen

mit. Die Nacht bleibt

erfolglos.

Jesus schickt sie

wieder zurück auf

den See:

 

„Macht es anders als

zuvor. Werft die Netze

auf der anderen Seite

des Bootes aus. Auf der

rechten Seite.!“

 

Was ist der rechte Weg

für uns Menschen in die

in die vor uns liegend

Zeit?

 

Viele sind im Augenblick

mit dieser Frage beschäftigt.

Sie suchen nach einem

adäquaten Weg in den Alltag

zurück.

 

Eines steht fest:

So weiter zu machen

wie bisher, das geht nicht.

Nicht wirklich.

 

Die Welt hat sich in

den zurückliegenden

Wochen sehr entscheidend

verändert. Diese Veränderungen

zu ignorieren wäre für

alle fatal.

 

Gerade im zwischenmenschlichen

Bereich hat sich vieles getan:

Menschen sind offener füreinander

geworden. Die Krise hat es mit

sich gebracht, dass Menschen Wege

zueinander gesucht und Ideen

entwickelt haben, einander zu

helfen und beizustehen.

 

Haltungen wie

Rücksicht,

Solidarität,

Achtsamkeit,

Verantwortung,

Umsicht,

Behutsamkeit,

Aufmerksamkeit,

haben eine neue Bedeutung

für viele erfahren.

 

Natürlich gibt es

auch andere Erfahrungen,

für die wir nicht blind

sein dürfen.

 

Inmitten der Corona-Krise

macht Papst Franziskus

auf die Gefahr einer noch

schlimmeren Bedrohung

aufmerksam.

 

„Das Virus eines

gleichgültigen Egoismus.“

 

Während viele bereits

das Ende der Krise im

Blick hätten, schleiche

sich die Gefahr ein,

dass man diejenigen

vergisst, die zurückgeblieben

sind. Es beginne mit der

Idee, dass das Leben besser

wird, wenn es besser wird

für mich. Und schließlich

fange man an, Menschen

auszuwählen, die Armen

auszusondern und diejenigen

auf dem Altar des Fortschritts

zu opfern, die dahinter

zurückbleiben. (Franziskus)

 

Wenn uns die zurückliegende

Zeit etwas auf unseren weiteren

Weg an Idee mitgibt, dann

ist es vor allem diese:

 

Wir Menschen sind

aufeinander angewiesen,

Wir bleiben es, wenn Leben

für alle gelingen und möglich

sein soll. Denken wir nicht

nur an unsere eigenen

Interessen.

 

Was ist für Sie ganz

persönlich in den zurückliegenden

Wochen entscheidend und

wichtig geworden?

Was von dem

möchten Sie sich für Ihren

eigenen Alltag bewahren?

Welche neuen Erfahrungen

haben sie machen dürfen

und womit möchten

sie weitermachen?

Was wollen Sie künftig

lassen?

Was wäre für Sie die

rechte Seite, von der

Jesus spricht?

 

„Komm, steig ins Boot

des Lebens!“ mit diesen

Worten ist ein Gedanke

von Ute Weiner überschrieben.

 

"Komm,

steig ins Boot des

Lebens!

Mach die Leinen los.

Lass die alten Sicherungen

am Ufer zurück.

Brich auf aus deinen

Ängsten.

Öffne dich dem Wagnis

der Freiheit

Wirf alle Überflüssige

weg.

Überlasse dich dem

Wellenspiel des Lebens.

Nimm den Schiffbrüchigen

auf. Teile dein Brot

mit ihm.

Traue dem Meer

deiner Sehnsucht.

Am anderen Ufer erwartet

Er uns."

 

Segen

 

Seien Sie gesegnet

mit Mut zu einem neuen

Aufbruch ins Ungewisse.

Seien Sie gesegnet

mit der Fantasie, die

sie neue Wege entdecken

und gehen lässt.

Seien Sie gesegnet mit

der Gewissheit, dass

Er sie erwartet, am

Ufer des Lebens.

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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