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Wenn Vertrauen trägt

Mt 14,22-33

Dunkle Nacht.

Ein kleines Boot befindet

sich auf dem See. Ein

Sturm kommt auf,

Wellen schlagen hoch,

schwappen in das Boot.

Männer rudern verzweifelt

gegen den Wind an.

Sie schreien vor Angst.

 

Wer kann sich diese

Situation nicht lebhaft

vorstellen. Auch starke

Männer und Frauen können

in einem solchen Moment

schwach werden.

 

Kennen Sie Situationen,

in denen unter ihnen der Boden

wankte? Momente, in denen

alle Chaosmächte sich gegen

Sie verschworen hatten?

Sie Angst vor dem Absturz

hatten, psychisch, sozial,

materiell, geistig?

Augenblicke, in denen

Sie an sich selbst zweifelten

oder an Gott? In Krankheit,

im Alter und Tod?

Stunden, in denen Sie

nur noch starren, schreien,

verzagen konnten?

 

Die Jünger sind wütend

auf Jesus. Warum lässt er

uns allein? Warum kümmert

er sich nicht? Ihre Angst

steigert sich zur Panik,

ihr Schreien wird noch

lauter, als sie meinen,

ein Gespenst zu

sehen.

 

Erst als Jesus

zu ihnen redet, werden

sie ruhiger, so dass ihre

Angst erst einmal

kleiner wird.

 

Wie reagieren Sie in

Angst? Verkriechen Sie sich

in einem Winkel des Bootes?

Kleine Kinder halten

sich oft die Augen zu,

und versuchen ihre Angst,

oder vielmehr das, was

ihnen Angst bereitet,

nicht zu sehen.

 

Gelingt es Ihnen die

Angst hinauszuschreien?

Klammern Sie sich an

das kleine Boot?

Klagen Sie Gott an,

weil er ferne ist?

Zweifeln Sie an ihm,

der doch näher ist,

als Sie wahrnehmen –

auf dem Weg zu Ihnen,

über das tobende Wasser

hinweg?

 

Die Evangelien zeigen

Petrus als einen Mann,

der meist sehr rasch aus

dem Instinkt heraus reagiert.

Er ist charakterlich gerade.

Aber auch besonders

ängstlich, bisweilen

sogar feige. Gerne schießt

er über das Ziel hinaus.

 

So auch jetzt.

Er geht das Risiko ein.

Er verlässt das Boot.

Mit festem Blick geht er

auf Jesus zu, über das

Wasser hinweg.

Sein Vertrauen

macht das Wunder

möglich.

 

Können Sie sich

wie Petrus für Gott

begeistern, für Jesus

und seine Sache?

Ganz plötzlich aus

dem Bauch heraus

Vertrauen schöpfen?

Vermeintliche Sicherheiten

hinter sich lassen?

Können Sie fest auf Gott

schauen und so Ihre

Angst überwinden?

In einer existenziellen

Krise, kurz vor dem

Absturz, mit einem

Wunder rechnen?

 

Wo Menschen

einander vertrauen,

wird Unmögliches

möglich. Wo wir fest

auf Jesus – und in ihm

auf Gott – schauen,

bekommt selbst das

Wasser Balken.

 

Bei Petrus setzt sich

die Angst durch.

Sie überwältigt ihn

von Neuem. Er muss

untergehen. Er hat sich

in seinem Mut überschätzt.

Und Jesus muss ihn wie

ein Kind aus dem Wasser

ziehen.

 

Die Frage Jesu bringt

alles auf den Punkt.

Es geht um Angst und

Vertrauen. Es geht um

den Glauben.

Wie ist das, wenn Sie

sich ein Herz gefasst haben,

allen Mut zusammengeworfen

haben und einen Schritt

nach vorne gewagt haben?

Verzagen Sie dann sofort

wieder? Müssen auch Sie von

Jesus am Kragen gepackt

werden und sich aus dem

Wasser ziehen lassen?

Welche Kraft siegt in Ihnen?

Die Angst oder das

Vertrauen?

 

Wie fest ist Ihre Beziehung

zu Gott, dem Gott ihres

Lebens, ihrer Zukunft?

 

Der Wind beruhigt sich,

als sie wieder ins Boot steigen.

Jesus sitzt jetzt mit seinen

Jüngern in einem Boot.

Seine Anwesenheit hat

das Chaos besiegt.

Die Angst schwindet.

Die Jünger beginnen

zu verstehen, legen

ein Bekenntnis ihres

Glaubens ab und setzen

schließlich ihren Weg fort.

 

Es geht um Angst und

Vertrauen. Die Erzählung

lädt uns dazu ein, im Glauben

unsere Ängste zu überwinden.

 

Nein, das Leben wird

durch unseren Glauben nicht

weniger schwierig oder problematisch

oder einfach besser.

Wann immer die Welt um uns

herum und unsere ganz eigene

kleine Welt ins Wanken gerät,

müssen wir dies ernstnehmen.

 

Unsere Welt ist abgründig,

kompliziert, brüchig und für uns

bedrohlich. In ihr leben wir ein

Leben lang ungesichert und

angstvoll.

 

Petrus muss erkennen,

dass sein Leben nur in Gottes

Hand geborgen bleibt.

Diese Einsicht wirkt

heilend auf ihn. Sie

befreit ihn.

 

Es geht um Angst

und Vertrauen.

Vertrauen ist eine Gabe

Gottes. Es ist nicht das

Ergebnis unserer eigenen

Anstrengungen.

 

Furchtloses Vertrauen

entsteht dort, wo

Jesus Zugriff hat mitten

im Untergang. Wir

ihn an uns handeln

lassen.

 

Er ist es, der uns

immer wieder Raum schafft,

wenn uns angst wird.

Er ist unser Licht und

unser Heil, vor wem sollten

wir uns fürchten?

 

Gott segne Sie.

Er strecke seine Hand

aus, die Sie führt und hält,

die Sie herausreißt und

aufrichtet, die Sie berührt

und Ihnen Leben gibt.

Er strecke seine Segenshand

über Sie aus, die Sie vor

allem Bösen bewahrt.

 

 

 

Diese Ansprache ist auch auf YouTube zu sehen. Bitte geben Sie folgende Erkennung ein:

 

Thomas Diener, Pfarrer

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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