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Schenken Sie sich Weihnachten

Zum vierten Advent

Noch immer

hängen wir dazwischen.

Noch immer ist Ausnahmezustand.

Auflagen bestimmen

weiterhin unser Leben,

auch im Advent, auch

zu Weihnachten.

 

Als wären der Advent

und das bevorstehende

Weihnachtsfest nicht

Ausnahmezustand genug.

Daran wird sich wohl nichts

geändert haben,

auch nicht durch Corona.

 

Die Frage drängt

sich nach vorne:

Ist ihnen überhaupt danach?

Nach Weihnachten, Plätzchen,

„Stille Nacht, Heilige Nacht“,

Weihnachtsbaum und Lametta

und so weiter?

 

Viele unter uns fühlen

sich wie ausgebremst

durch das, was bislang

gewesen ist und immer

noch anhält.

 

Sie wollen einfach ihre Ruhe.

Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Ruhe von der Ausnahme.

Sie haben Sehnsucht nach

dem ganz „normalen Wahnsinn“,

dem alltäglichen, das würde

schon reichen.

 

Vor allem nach dem

ungezwungenen, spontanen

Umgang unter Menschen

sehnen sie sich.

Nach Nähe und Umarmung.

Kontakt und Gemeinschaft.

Nach einem guten Ende all dessen,

was in den vergangenen Monaten so beunruhigend gewesen ist

und noch tief in den

Knochen steckt.

 

Wie wäre es,

wenn wir uns in diesem

ganzen Auf und Ab der

vergangenen Monate

Weihnachten einfach

schenken würden? 

 

Sie haben richtig gehört:

Sich Weihnachten schenken!

Sie fragen vielleicht nach:

„Weihnachten einfach

ausfallen lassen?

Überhaupt nicht

daran denken?“

 

Und Sie widersprechen:

„Jetzt einmal im Ernst:

Das geht doch nicht!

Das geht überhaupt nicht!“ –

Warum eigentlich nicht?

Was spricht dagegen?

 

Ich meine damit nicht,

dass wir Weihnachten

nicht feiern sollten,

es ausfallen lassen und

gar nicht erst daran denken sollten.

Im Gegenteil. Ich meine

damit vielmehr,

dass ich mir Weihnachten

selbst zu einem Geschenk

machen sollte. –

 

Stimmt. Weihnachten

kann ich mir selbst nicht schenken. Weihnachten wird mir geschenkt.

Von Gott geschenkt.

 

Sich Weihnachten

von Gott schenken

zu lassen bedeutet, damit

zu rechnen, dass er mir tatsächlich entgegenkommt und nahe, trotz Abstandsregeln, trotz der Auflagen

und der Zurückhaltung, die unseren Alltag bestimmen.

 

Gott durchbricht

all diese Grenzen und

taucht völlig ein in den

ganzen Wust unseres Lebens,

in das Auf und Ab der

vergangenen Monate,

in die Fragen und die Unsicherheiten,

Ängste und Zweifel, Unberechenbarkeiten

und Schicksalsschläge.

 

Dahinein wird er geboren.

Dahinein lässt er sein Licht leuchten

und vieles in einem anderen

Licht erstrahlen.

Vorausgesetzt wir nehmen

das Strahlen dieses Lichtes

in dem Dunkel unserer Zeit

wahr und an.

 

In einem Lied stellt

Huub Oosterhuis

die Frage an Gott:

 

„Ich steh vor dir mit leeren

Händen Herr, fremd wie

dein Name sind mir deine

Wege.

Seit Menschen leben

rufen sie nach Gott,

mein Los ist Tod, hast du

nicht anderen Segen?

Bist du der Gott,

der Zukunft mir verheißt?

Ich möchte glauben,

komm mir doch entgegen.“

 

Sich Weihnachten

von Gott schenken zu lassen

könnte auch bedeuten,

fest damit zu rechnen,

dass dieser Gott ein Gott der Zukunft ist

und mir selbst Zukunft verheißt,

auch über all das hinweg,

das im Augenblick so wenig zukunftsversprechend anmutet.

Auch über die menschlichen

Hilflosigkeiten und den Tod hinweg.

 

Weihnachten als Geschenk

zu verstehen heißt, von Gott das Leben entgegenzunehmen, das mir zugesagt

ist in dem Kind, dessen Augen uns auch in diesen Zeiten anstrahlen und in uns Hoffnung wecken möchten.

 

Sich Weihnachten von Gott

schenken zu lassen könnte zudem heißen, immerzu darauf zu vertrauen,

dass mein Leben fest in seine

Hand geschrieben ist und bliebt,

dass schlussendlich nichts

meinem Leben etwas anhaben kann,

weil sein Anfang und sein Ende,

beides also, immer auch

in Gottes Hand liegen.

 

Diese Zusage begegnet

uns an Weihnachten in seinem Wort,

das ein verlässliches ist, in Jesus,

dem Christus und dem Heiland und

dem Retter dieser Welt.

 

In dem bereits

zitierten Lied wendet Huub Oosterhuis

sich auch bittend an Gott:

 

„Sprich du das Wort,

das tröstet und befreit

und das mich führt in

deinen großen Frieden.

Schließ auf das Land,

das keine Grenzen kennt,

und lass ich unter deinen

Söhnen leben.

Sei du mein täglich Brot,

so wahr du lebst.

Du bist mein Atem,

wenn ich zu dir bete.“

 

Sich Weihnachten schenken.

Das heißt immer auch,

sich Gottes Wort zusprechen

zu lassen, es immer wieder von Neuem anzunehmen, weil es tröstet,

weil es befreit, weil es Wege weist

auch in den Traurigkeiten

und Sinnlosigkeiten des Lebens,

die dem verheißenen Land, in dem es keine Grenzen mehr geben wird,

immer mehr entgegenführen.

Dem Land des Friedens,

zudem Christus der Schlüssel ist.

Er ist das Brot, das uns nährt,

der Atem, der uns atmet,

das Leben.

 

Seien und bleiben

Sie gesegnet mit dem Geschenk von Weihnachten, das Gott Ihnen

machen möchten.

Seien und bleiben Sie gesegnet

mit all den Verheißungen Gottes

für Ihr Leben, das er Ihnen mit dem Kind in die Wiege legt.

 

Schenken Sie sich Weihnachten.

Besser: Lassen Sie sich Weihnachten

von Ihm zum Geschenk machen.

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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