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Noch einmal Nikodemus

Dienstag 2. Osterwoche

Vor kurzem erst

sind wir ihm begegnet,

Nikodemus. Sie erinnern

sich möglicherweise noch

daran, wie er sich in der

Nacht heimlich, still und leise

zu Jesus begibt.

 

Jesus sagt zu ihm,

dass jedes Leben in sich

die Möglichkeit hat,

neu geboren zu werden.

 

Nikodemus versteht Jesu

Worte nicht.  Er stellt

sich das mit dem Geboren

werden sehr naheliegend

vor, entsprechend fragt

er nach: „Ich kann doch

nicht in den Bauch meiner

Mutter wieder zurückkehren!?“

 

Jesus meint, dass es der

Geist Gottes ist, der Neues

schafft, der zum neuen Leben

erweckt, der befreit und

die Füße eines Menschen

in einen weiten Raum

stellt.

 

Das Gespräch zwischen

Jesus und Nikodemus setzt

sich im heutigen Evangelium

fort. Nikodemus scheint

immer noch nicht zu verstehen.

So fragt er auch dieses Mal

nach: „Wie kann das geschehen?“

 

Das Gespräch scheint eine Wendung

zu nehmen. Es wird deutlich,

dass es vieles zwischen

Himmel und Erde gibt, das man

nicht durch seinen Verstand

einholen und begreifen

kann.

 

Die Auferstehung Jesu

von den Toten gehört dazu.

 

Da ist etwas

anderes gefordert:

Da ist Glauben

gefordert!

 

In seinem Brief an

die Hebräer schreibt Paulus.

 

Glaube aber ist:

Grundlage dessen, was man erhofft,

ein Zutagetreten von Tatsachen,

die man nicht sieht.“ Hebr 11,1

 

Keiner war dabei gewesen,

als Jesus von den Toten aufersteht.

Die Jünger nicht und wir selbst

auch nicht. Wir alle bleiben darauf

angewiesen, an das zu glauben,

was uns jene Menschen erzählen,

die Jesus nach seiner Auferstehung

begegnet sind. Denn, Beweise

können auch die Frauen

nicht erbringen.

 

Der Glaube aber ist eine

Sache des Herzens. Vor allem.

Es geht also darum,

die Augen des Herzens

zu öffnen, wenn ich verstehen

und begreifen will, was die

Auferstehung Jesu für mein

Leben bedeuten will. Ja,

was Jesus selbst für mein

Leben bedeuten möchte.

 

Der französische Schriftsteller

Antoine des Saint Exupery findet

hierfür ein entsprechendes

Wort. Er sagt:

 

„Man sieht nur mit dem

Herzen gut, das Wesentliche

ist für die Augen unsichtbar.“

 

Wo steht in meinem ganz

eigenen Leben der Kopf

dem Herzen im Wege?

 

In der Tat, viele Menschen

sind verkopft. Sie hören

schon seit langem nicht

mehr das, was Ihnen

ihr Herz sagen möchte.

Sie achten nicht auf

die Stimme, die aus

der Tiefe kommt und von

einer Sehnsucht und Wirklichkeit

spricht, die in unserem

Inneren wohnt.

Sie unterdrücken diese

Stimme, überhören sie,

wollen sie einfach nicht

zu Wort kommen lassen.

 

„In einem Zwiespalt zwischen

dem Herzen und dem Verstand

folge dem Herzen.“ sagt ein

eine indische Weisheit.

 

Nur das Herz kann uns

glauben machen, dass Jesus

von den Toten auferstanden

ist, dass er lebt und

dass wir mit ihm leben

werden.

 

Das Herz ist der Ursprung

der Liebe. Als Liebende können

und wollen wir es nicht annehmen,

dass mit dem Tod alles aus und

vorbei, sein Bewenden haben

soll. Die Liebe verlangt nach

der Ewigkeit. Liebe aber

kann man nicht erklären.

Und dennoch ist sie

keine Täuschung.

 

Sie lehrt uns vielmehr,

die Dinge anders zu begreifen

und zu verstehen. Sie

anzunehmen und zu

akzeptieren.

 

Der Schriftsteller Erich Fried

meint es in seinem Gedicht,

Was es ist“, so:

 

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
 
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
 
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
 
Jesus sagt, dass jeder,

der in Liebe und mit

ganzen Herzen an ihn glaubt,

in ihm das ewige Leben

hat.

 

Segen

 

Gott segne Sie mit der Sehnsucht

nach ihm, damit sie Sie zu ihm zieht.

Er segne Sie mit einem weiten und

offenen Herzen, das auf sein Wirken

vertraut, mit seiner Weisheit,

damit Sie ihn erkennen und lieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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