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Lasst ab vom Bösen!

1. Fastensonntag

Es scheint in diesen Tagen

schwer zu sein, nicht an den

Rand der Verzweiflung zu

geraten.

 

Was in den zurückliegenden

Tagen, in denen Frohsinn

und Ausgelassenheit

die Menschen erfüllen

sollten, geschah, ist einfach

nur schrecklich.

 

Ein Mensch nimmt eine

Waffe in die Hand und zieht

damit schießend durch

die Stadt. Er hinterlässt

eine Spur des Schreckens

und des Todes.

 

Gerade noch ziehen

Kinder und Erwachsene

verkleidet, ausgelassen

und froh durch die Straßen

ihres Ortes und mit einem

Mal ist nichts mehr wie

es zuvor gewesen ist.

 

Ein Mann

rast in die Menschenmenge

hinein. Absichtlich, wie es

heißt. Unzählige Verletzte

sind die Folge. Ein Schrecken,

der sich nur schwer aus den

Seelen der Kinder und

Erwachsenen vertreiben

lassen wird.

 

Und wir hören die Nachrichten.

Und wir sehen die Bilder.

Und wir spüren unsere Hilflosigkeit.

Und wir erfahren unsere Ohnmacht.

Und wir sind fassungslos.

Und wir sind aufgebracht.

Und wir sind wütend.

Und wir wissen nicht

wohin mit all unseren

Gefühlen.

 

Es ist nicht zum ersten

Mal, dass wir in dieser Weise

an unsere Grenze geführt werden.

Es sind nicht die einzigen

Geschehnisse, die uns dorthin

führen, an unsere Grenze.

 

Die Welt hält täglich

solche Überraschungen für

uns bereit, die niemand von

uns brauchen kann.

 

In einem Gebet heißt es:

 

„Teile mit mir dein Schweigen,

damit wir miteinander sprechen

können.

Teile mit mir deine Einsamkeit,

damit wir zusammen sein können.

Teile mit mir deine Wehmut,

damit wir sie vertreiben können.

Teile mit mir deine Ängste,

damit du nie mehr Angst

haben wirst.

Bleibe bei mir wie ein

Schutzengel, damit ich lernen

kann, mich selbst und dich

noch mehr zu lieben.

Leiste mir Gesellschaft,

gib mir Kraft.

Und hilf mir, ein für

alle Mal zu sagen,

was gesagt werden

muss.“

 

In der Tat, manchmal

können wir nur noch schweigen,

weil uns einfach die Worte

fehlen. Dann können wir

nur noch das teilen, was

wir haben:

die Sprachlosigkeit,

die Einsamkeit,

die Wehmut,

die Angst.

 

Und - Gott darum bitten,

dass er uns Gesellschaft

leiste in diesen Augenblicken

und uns davor bewahren

möge, Unrecht mit Unrecht

heim zu zahlen, Gleiches

mit Gleichem vergelten zu wollen,

der Wut in uns freien

Lauf zu lassen, womit

alles nur noch schlimmer

werden würde.

 

Es kommt darauf an,

dem Bösen zu widerstehen.

Den Versuchungen

des Bösen nicht zu unterliegen

und uns auf das zu

besinnen, was wir

dem Bösen an Gutem

entgegensetzen können.

 

Dem Bösen in uns selbst.

Dem Bösen in dieser Welt.

 

Denn dieser Streit wird

nie zum Erliegen kommen.

Der Streit zwischen Gut

und Böse. Er ist von Anfang

an in dieser Welt und klingt

bis heute in unseren Herzen

und Seelen nach.

 

„Wir seien die einzigen

Bauherren unseres eigenen

Himmels oder unserer eigenen

Hölle“, heißt es. Und:

„Die Tore der Hölle sind

eine kurvenreiche Straße

endloser guter Absichten,

und die Tore des Himmels

sind die Reise eines gut gelebten

Lebens, das sich durch Taten,

nicht durch Worte auszeichnet.

Denn Himmel und Hölle

sind kein Ort, sondern ein

Bewusstseinszustand

und das Ergebnis unserer

Taten.“

 

Wir haben die Wahl:

den freien Willen.

 

Konzentrieren wir uns

auf das, was wir lieben

und lieben wir einander.

Tun wir niemandem weh

und etwas zuleide und

lernen wir zu vergeben.

Beurteilen wir einander

nicht und lernen wir

einander zuzuhören.

Seien wir Gebende, ohne

eine Gegenleistung zu

verlangen.

Seien wir mutig.

Lächeln,

weinen,

lieben wir.

 

Ich bin sicher, dass wir

bei all dem erkennen

werden, wie nah uns doch

der Himmel ist. Wie nah

uns Gott ist, auch wenn

er uns bisweilen so

fern, gar abwesend

vorkommen mag.

 

Gewiss, wir werden

auf Erden keinen Garten

Eden finden. Allerdings

werden wir mit unserer Entscheidung

hinsichtlich der Einstellungen

unserem Leben, anderen Menschen

und dieser Welt gegenüber,

Gott ein entscheidendes

Stück näher kommen.

 

 

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Bistum Speyer

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Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

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TelefonSeelsorge

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0800/1110111

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