thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
  thomas diener                                                                                                                                systemische-lösungsorientierte                                                                    supervision und coaching                                                                                                                                              geistliche begleitung                                                                    gestalttherapeutische beratung

Lachen und Weinen zugleich

Dienstag nach Ostern

Kennen Sie das,

dass es ihnen manchmal

zum Lachen und zum Heulen

zugleich zumute ist?

Dass Sie die Situation,

in die Sie das Leben hineingestellt

hat, emotional derart überfordert,

dass Sie nicht wissen, ob sie

nun lachen oder weinen

sollen?

 

Das heutige Evangelium

erzählt uns von den Frauen,

die sich auf dem Weg vom

Grab zu den Jüngern befinden.

Sie eilen voll Furcht und

zugleich mit großer Freude

zu den Jüngern Jesu.

 

Es scheint, dass sie das

Erlebte derart herausfordert,

dass in diesen Momenten

für sie alles möglich ist:

Furcht und Freude,

Angst und Glück,

Bangen und Zuversicht.

 

Wie hat Sie in diesem

Jahr Ostern emotional berührt?

Was ist Ihnen in diesen Tagen

nahe gegangen?

Wie würden Sie selbst

Ihre augenblickliche seelische

Verfassung beschreiben?

 

Die Botschaft dieser Tage,

die Botschaft von Auferstehung

und Leben und die Freude

darüber, werden beeinträchtigt

durch Kummer und Angst,

durch Sorge und Ungewissheit.

Grenzen werden uns gesetzt,

die wir zuvor für undenkbar hielten

und die es uns jetzt nahezu

unmöglich machen, auf gewohnte

Weise Kontakt zu einander

zu haben und unseren ganz

alltäglichen Beschäftigungen

und Verpflichtungen nachgehen.

 

Das ist für viele unter

uns einfach nur schlimm

und auch beängstigend.

Ganz zu schweigen von

den vielen anderen existenziellen

Sorgen, die viele um uns herum

umtreiben.

 

Dennoch ist Ostern!

Dennoch verkünden wir

in Freude, dass Jesus von

den Toten auferstanden ist.

Dennoch sind wir der

Überzeugung, dass das Leben

für die Ewigkeit bestimmt

und das Dunkel besiegt

ist.

Dennoch findet das

Halleluja, der Lobpreis,

in unseren eingeschränkten

Gottesdiensten seinen Platz.

 

Gemischt sind eben die

Gefühle, die uns in dieser

Zeit in Besitz nehmen.

 

Da braucht es Klarheit.

Da braucht es eine feste Richtung.

Da braucht es Stärkung.

Da braucht es Ermutigung.

Da braucht es den Glauben,

gegen alles, was uns diesen

Glauben an Sinn und Zukunft

zunichtemachen will.

Da braucht ein Gemeinschaft

und Miteinander, Solidarität.

 

Die Apostelgeschichte

erzählt von Petrus, wie er

seine Stimme erhebt

und zu reden beginnt:

 

„Mit Gewissheit erkenne

das ganze Haus Israel:

Gott hat ihn zum Herrn

und Messias gemacht, diesen

Jesus, den ihr gekreuzigt

habt.“

 

Die Klarheit seiner Worte

rufen Verunsicherung bei

denen hervor, die sie hören.

Sie fragen nach: „Was sollen wir

tun?“

 

Vieles haben Menschen in

den vergangenen Wochen getan,

um diese Zeit der Verunsicherung

und der Krise zu überbrücken.

Es wurden neue Kommunikationswege

erschlossen. Menschen fanden Wege

zueinander, obwohl ihnen der

Kontakt zueinander verboten

wurde. Not macht erfinderisch,

heißt es. Und der Erfinderreichtum

kennt in diesen Tagen keine

Grenzen.

 

Gewiss es gibt

Menschen, die an ihre Grenzen

stoßen. Ich denke an alle,

die in den medizinischen und

pflegerischen Bereichen

tätig sind. Sie leisten nahezu

Übermenschliches.

 

Doch was ist, wenn diese Zeit

der Krise wieder vorüber ist?

Wie wird es weitergehen?

So wie zuvor? - Gott möge dies

verhindern!

 

Was lernen wir aus dieser

Krise? Lernen wir die Dinge

neu zu begreifen,

neu zu beurteilen

und eine neue Richtung

einzunehmen, einen

anderen Weg als den, den

wir bisher gegangen sind?

 

Diese Fragen stellen sich

nicht nur unserer Gesellschaft,

den Verantwortlichen in der

Politik. Auch die Kirchen und

jede noch so kleine Gemeinde, sind

herausgefordert, die zurückliegende

Zeit zu bedenken und zu überlegen,

was sie für die künftige Pastoral

und Seelsorge bedeuten

will.

Die Zeit der Krise hat die

Reform nicht überflüssig

werden lassen.

Im Gegenteil!

 

„Was sollen wir tun?“

 

Petrus lädt seine Zuhörer ein,

umzukehren und sich auf den

Namen Jesu taufen

zu lassen.

 

Eine Umkehr, weg von verkehrten

Grundhaltungen und Grundeinstellungen,

der Schöpfung, dem Menschen und

dieser Welt gegenüber wird

von uns gefordert sein.

Wir können nicht so

weitermachen

wie bisher!

 

Kennen Sie das,

dass es ihnen manchmal

zum Lachen und zum Heulen

zugleich zumute ist?

 

Gemischt sind meine Gefühle

mit dem Blick auf die Zukunft.

Ich bin dankbar für all das,

was ich in dieser Zeit der

Krise für mich und auch

mit anderen entdecke.

Ich bin dankbar

für diese Zeit, die viele

Abläufe, wenn auch brutal,

unterbricht und viele

zum Nachdenken herausfordert.

Ich bin dankbar für jedes Zeichen

der Nähe und der Zuneigung,

der Unterstützung, die sich

Menschen zuteil

werden lassen.

Für so vieles bin ich

dankbar und froh.

 

Doch meine Unsicherheit

ob dem, was kommen wird,

bleibt. Ich lasse mich gerne

überraschen.

 

So wie die Frauen, sich

von dem leeren Grab haben

überraschen lassen und von

ihm, dem Auferstandenen.

Ich hoffe auf ihn.

 

Segen

 

Gott segne Sie,

dass sein Wort der feste Grund

ihres Lebens bleibt,

dass Sie auf sein Wort bauen:

„Fürchtet euch nicht!“,

dass der Glaube an sein Wort

Sie in aller Not leitet und

zum Ziel es Lebens führt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener