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Heute leben, was morgen sein wird

Christi Himmelfahrt

 

Die Kirche feiert heute

am 40. Tag nach dem

Osterfest das Fest Christi

Himmelfahrt. Bei der

Vorbereitung der Liturgie

für diesen Tag bin ich

auf ein Wort gestoßen,

Da gibt es ein Wort,

das mich jetzt schon

seit einigen Tagen

begleitet. Dieses Wort

heißt so:

 

Jetzt schon leben,

was dann einmal sein

wird.

 

Ich habe es in einem

Buch von Reinhard Körner

gelesen.

 

Jetzt schon leben,

was dann einmal sein

wird.

 

Für mich bringt dieser

Satz passend auf den Punkt,

worin die christliche Art

zu leben besteht:

 

Stets auch mit dem Blick

auf den uns verheißenen

Himmel.

 

Jetzt schon leben,

was dann einmal sein

wird.

 

Dann –

das meint unser Leben

am Ziel aller Wege in

Gottes Ewigkeit, die wir

auch als Himmel

bezeichnen.

 

Was „dann“ einmal

sein wird, das können wir

uns zwar nicht ausmalen,

auch in den hellsten Farben

nicht. Doch im Licht des Evangeliums

betrachtet, dürfen wir erwarten,

dass wir das Leben Gottes

mitleben werden.

 

Ein Leben in

vollkommener Liebe,

ein Leben in tiefer Beziehung

mit Gott und miteinander.

 

Bildreich bringt das Buch

der Offenbarung dieses Leben

ins Wort:

 

Dann sah ich einen neuen Himmel

und eine neue Erde; denn der erste Himmel

und die erste Erde sind vergangen  …

Da hörte ich eine laute Stimme

vom Thron her rufen:

Seht, die Wohnung Gottes

unter den Menschen!

Er wird in ihrer Mitte wohnen,

und sie werden sein Volk sein;

und er, Gott, wird bei ihnen sein.

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:

Der Tod wird nicht mehr sein,

keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.

Denn was früher war, ist vergangen.

Er, der auf dem Thron saß, sprach:

Seht, ich mache alles neu.          (Off 21)

 

Himmel bedeutet:

Eins zu sein mit Gott.

Eins zu sein untereinander.

Und:

Dass es nichts Trennendes

mehr geben wird.

Dass es nichts Verletzendes

mehr geben wir, nichts

Zerstörendes, nichts,

was uns mehr zum

Weinen bringen kann.

Keine Angst vor

Pandemien, oder

was immer das Leben

gefährdet und uns in

Not bringt.

 

Himmel bedeutet:

die von Gott gewollte,

letztendliche Zukunft des

Menschen. Leben in Fülle.

Unverstellt. Frei. Erlöst.

 

Nicht, dass wir uns selber

dazu fähig machen könnten.

Nein. Vielmehr wird uns

Gott dazu fähig machen,

wenn er uns geraderichtet

und herrichtet für das

Leben in seinem Himmel.

 

Zugeben, von diesem

Himmel sind wir noch weit

entfernt. Aber jetzt schon

leben, was dann einmal

sein wird, das könnten wir

schon.

 

Nicht in Vollkommenheit,

ganz und gar nicht. Doch was uns

in unserer Unvollkommenheit

davon zu verwirklichen möglich ist,

das könnten wir schon heute

leben – jetzt schon:

 

einander anschauen, ob mit

oder ohne Mund- und Nasenschutz,

doch nicht nur von Gesicht zu Gesicht,

sondern von „Angesicht zu Angesicht“;

einander erkennen,

nicht abschätzig durchschauen;

geraderichten,

was nur geradezurichten geht;

wiederherrichten und heilen, wo

immer das Unheile quält;

einander aufrichten zum aufrechten

Gang …

Und weinen miteinander,

in Schuld, im Schmerz,

in der augenblicklichen Krise

und immer wieder auch vor

Freude und im Glück.

 

Jetzt schon leben,

was dann einmal sein

wird.

 

Alles, was jetzt die christliche

Art des mitmenschlichen Verhaltens

ausmacht, lässt sich mit diesem

Wort zusammenfassen.

 

Aber auch, worauf es jetzt

im Leben mit Gott ankommt

ist mit diesem Wort gesagt

und auf den Punkt gebracht.

 

Wenn das Dann darin besteht,

in vollkommener, tiefster Beziehung

mit Gott zu leben, dann geht es

auch im Jetzt schon darum,

diese Beziehung zu suchen

und zu pflegen:

 

Die von der Liebe getragene

Beziehung mit dem zwar

verborgenen, aber im

Verborgenen anwesenden

Gott.

 

Es geht darum, dass

ich ihm die Liebe glaube,

die er zu mir hat; und dass

ich mich ihm liebend,

aus dem Herzen heraus,

zuwende - und

dass ich liebe,

was auch Gott liebt.

 

Der Himmel ist die Zukunft

unseres Lebens. Und er hat

schon begonnen. Denn wenn der

Tod nicht das Ende ist, dann

leben wir ab jetzt schon ewig.

 

Jetzt schon leben,

was dann einmal sein

wird.

 

Alles, was wir jetzt tun

und wofür wir uns stark machen

und engagieren, auch jetzt

in dieser Zeit in besonderer

Weise, ist für immer!

 

Auch unsere Liebe zueinander

hat Zukunft für immer, ihre

Ewigkeit hat schon begonnen.

Jede Freundschaft, jede Liebe –

alles, aber auch alles

steht unter dem Stern

der Ewigkeit

und seiner Zusage

an uns:

 

Ich bin mit euch alle

Tage bis zum Ende

der Welt.

 

Segen

 

Gott segne Sie mit

Erfahrungen seines Himmels

und Spuren seiner Nähe.

Er segne sie mit dem fest

Glauben, dass er Ihnen zur

Seite geht bis ans Ende

dieser Welt und weit

darüber hinaus.

Nämlich ewiglich.

 

 

Diese Ansprache ist auch auf YouTube zu sehen. Bitte geben Sie folgende Erkennung ein:

 

Thomas Diener, Pfarrer

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

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