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Gott des Lebens

Dreifaltigkeit

 

Gedanken lassen sich

bekanntlich nicht verbieten.

Sie sind frei, sagt ein Lied.

Hinsichtlich der

augenblicklichen Krise

machen sich viele ihre

ganz eigenen Gedanken.

 

Gedanken darüber,

worin die Krise gründet.

Gedanken hinsichtlich des

Verhaltens verantwortlicher

Politiker in dieser Situation.

Gedanken über Machtmissbrauch

und über die Einschränkung

menschlicher Freiheit im Rahmen

von politischen Entscheidungen.

Gedanken über die Gefährdung

demokratischer Werte.

Gedanken darüber,

wann alles vorüber sei.

Gedanken darüber, wie es

für den Menschen danach

weitergehen wird.

Und, und, und …

 

Die Verschwörungstheorie,

fundamentalistischer Randkleriker,

die in den vergangenen Wochen

für Aufregung und Kopfschütteln

gleichermaßen gesorgt hatte,

besitzt in diesem Zusammenhang

Ihren ganz eigenen

Stellenwert.

 

Gedanken lassen sich

bekanntlich nicht verbieten.

Doch ich kann mich

dazu verhalten, wenn sie

öffentlich geäußert werden.

Ich kann mein Gefallen oder

mein Missfallen dazu kundtun.

Ich kann sie mit einem anderen

Menschen teilen oder

sie von mir weisen, mich

gegen sie äußern.

 

Das heutige Evangelium

tut dies sehr eindringlich,

deutlich und klar.

Ein Gedanke, gegen den

es sich u.a. stellt, ist

die Auffassung, dass menschliches

Leiden eine Strafe Gottes sei.

 

Wie oft hat man Menschen

diesen Gedanken in Zusammenhang

mit der augenblicklichen

Krise äußern gehört,

unter ihnen auch

kirchliche Vertreter und

Meinungsmacher.

 

Das Evangelium

sagt, dass solche Gedanken

in eine falsche Richtung zielen,

in die ganz falsche Richtung.

So zu denken widerspricht

geradezu dem christlichen Gott,

der seinem Wesen nach

Liebe ist.

Der aus einer

solchen Liebe zum Menschen

heraus, nicht davor zurückschreckt,

seinen einzigen Sohn hinzugeben,

damit kein Mensch

zugrunde gehen muss.

 

Der christliche Gott ist

ein Gott des Lebens,

dem es vollkommen fremd ist,

Menschen zu bestrafen.

Der dagegen sehr wohl

solche Krisen, wie diese, in

der wir augenblicklich stecken,

in Dienst nehmen kann,

um den Menschen in

eine andere Richtung

zu lenken und wieder auf

die Spur des Lebens

zu bringen.

 

So hat ihn Jesus immer

wieder seinen Zuhörern

verkündet und glauben gemacht.

Und dass der Mensch ein

von Gott Geliebter sei.

 

Was sonst lässt ihn

zu seinen Zuhörern sagen:

„Darum sage ich euch:

Bittet und es wird euch gegeben;

sucht und ihr werdet finden;

klopft an und es wird euch geöffnet.

Denn wer bittet, der empfängt;

wer sucht, der findet; und wer anklopft,

dem wird geöffnet.

Oder welcher Vater unter euch,

den der Sohn um einen Fisch bittet,

gibt ihm statt eines Fisches

eine Schlange oder einen Skorpion,

wenn er um ein Ei bittet?“ (LK 11,11),

wenn nicht die Überzeugung,

dass Gott es gut mit

dem Menschen meint?

 

Was Gott auszeichnet,

ist nicht der Wille, das von

ihm ins Leben gerufene zu

zerstören, sondern

es zu lieben und zu retten.

Von Rettung spricht unser Glaube,

von Heil und Erlösung.

 

Jeder Gedanke an einen

gewalttätigen Gott

widerspricht dem,

was der christliche Gott

für uns Menschen

bedeuten will.

 

Zugegebenermaßen muss

man dagegen einwenden,

dass es Zeiten gegeben hat,

in der die Kirche sich eines

solch strafenden Gottes

bedient hatte, nicht zuletzt,

um ihre ganz eigenen Interessen

und Vorstellungen von Moral unter

den Menschen zu verbreiten.

 

Heute sprechen wir

in diesem Zusammenhang

von geistlichem Missbrauch.

Nicht wenige Menschen

sind davon betroffen und

leiden zumeist immer

noch unbewusst unter diesen

Einflüssen einer falschen

Erziehung durch kirchliche

Autoritäten.

 

Es ist wichtig,

solche Gedanken und

Vorstellungen von Gott zu

zerstören, indem man sich ihnen stellt,

sie aufarbeitet und ihnen

keine Macht mehr über

das eigene Denken, Fühlen und

Reden zugesteht.

 

„Gott hat die Welt

so sehr geliebt, dass er

seinen einzigen Sohn hingab,

damit jeder, der an ihn glaubt,

nicht verloren geht,

sondern ewiges Leben hat.“

 

Das ist der christliche Gott.

 

Kein strafender,

Kein richtender,

Kein zorniger Gott.

Kein nachtragender Gott.

Vielmehr:

Ein Gott der Liebe.

Ein Gott der Beziehung.

Ein Gott der Begegnung.

Ein Gott des Lebens.

 

Nur so ist er als

ein dreieiniger Gott

zu glauben. In der Einheit,

von Vater, Sohn und

Heiligem Geist.

 

Als Liebe.

Als Beziehung.

Als Begegnung.

Als Leben.

 

Möge der Glaube an

den dreieinigen Gott unsere

Rettung sein und die Zuversicht

und das Vertrauen in

uns begründen, die wir

zum Bestehen dieser Zeit

und ihrer Herausforderungen

so sehr brauchen.

 

 

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Diese Ansprache ist auch auf YouTube zu sehen. Bitte geben Sie folgende Erkennung ein:

 

Thomas Diener, Pfarrer

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

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TelefonSeelsorge

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