thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
  thomas diener                                                                                                                                systemische-lösungsorientierte                                                                    supervision und coaching                                                                                                                                              geistliche begleitung                                                                    gestalttherapeutische beratung

Ein Gedanke Gottes

Donnerstag 2. Osterwoche

Ich stehe heute

mitten in den Weinbergen

in Ungstein, einem kleinen

Weinort, unweit von

Bad Dürkheim.

 

Sehr gerne gehe ich hier

spazieren. Dabei kann

ich meine Seele baumeln lassen,

Ich komme auf andere Gedanken.

Atme die gute Luft und tanke

die Sonne.

 

Und manchmal setze

ich mich einfach hin

und genieße den Blick

auf die Landschaft, auf

die Weinberge.

 

Ich bin froh und auch

dankbar, dass mir dies auch

in dieser Zeit möglich ist.

Und ich stelle fest,

dass ich nicht der

einzige bin, der

diese Zeit so

nutzt.

 

Beim Blick in die

Weite weitet sich

auch mein Inneres.

Irgendwie bringt mich

diese Weite auch meinem Gott

nah. Manchmal spreche

ich ein kurzes Gebet.

Manchmal bin ich

einfach nur da,

vor ihm und

schweige.

 

Die Weinberge,

lassen mich an unsere

Kommunionkinder denken.

Als Symbol für den

Gottesdienst hatten wir

uns den Weinstock

ausgewählt.

 

Fast ein ganzes Jahr

haben sie sich auf den

Empfang der Kommunion

vorbereitet und sich

auf den Weißen Sonntag

gefreut.

 

Die derzeitige Krise

hat nicht nur den Erwachsenen

einen Strich durch die Rechnung

gemacht. Auch unsere Kinder

sind betroffen. Keine Schule.

Keine Begegnung mit Freunden.

Keine Erstkommunion.

 

Eines ist klar.

Wir wissen zwar noch nicht

wann und auch nicht wie,

doch die Erstkommunion

findet statt. Nur eben

zu einem anderen

Zeitpunkt.

 

In einem Gebet Israels,

dem Psalm 8, heißt

es:

 

„Herr, unser Herrscher!

Groß ist dein Ruhm auf der

ganzen Erde! Deine Hoheit

reicht höher als der Himmel.

 

Ich bestaune den Himmel,

das Werk deiner Hände,

den Mond und all die Sterne,

die du schaffen hast;

Wie klein ist da der Mensch,

wie gering und unbedeutend!

Und doch gibst du dich mit

ihm ab und kümmerst dich

um ihn!

 

Du hast ihm Macht

und Würde verliehen,

es fehlt nicht viel, und er

wäre wie du. Du hast ihn

zum Herrscher gemacht

über deine Geschöpfe,

alles hast du ihm

unterstellt.“

 

Herr, unser Herrscher,

groß ist dein Ruhm auf

der ganzen Erde!

 

Das Gebet spricht

von der Größe Gottes.

Gott ist der Schöpfer

des Lebens, sagte es.

Alles Leben findet

in ihm seinen Ausgang.

 

Auch Ihr Leben.

Auch mein Leben.

Wir sind von Gott

gewollt.

 

Doch nicht nur

das. Das Gebet spricht

auch von der Einzigartigkeit

des Menschen.

 

Verglichen

mit der Herrlichkeit Gottes

und der Herrlichkeit all

dessen, was uns umgibt,

müssen wir uns ziemlich

klein vorkommen -

aber nicht vor Gott.

 

Vor ihm hat jeder

Mensch eine unverwechselbare

Würde. Einen Wert, der sich

nicht daran ablesen lässt,

was er an Leistung erbringt.

 

Gott liebt den Menschen

einfach so. Bedingungslos.

Einfach wegen nix!

Und weil er nichts

anderes tun kann,

als zu lieben.

 

Das macht ihn größer

als wir selbst es vor

ihm sind.

 

Es heißt, Gott hat dem

Menschen alles unterstellt.

Die ganze Erde mit all

dem, was sich auf ihr

bewegt.

 

Für uns Menschen ergibt

sich daraus ein große

Verantwortung für das

Leben, für die Schöpfung,

für die Umwelt, füreinander.

 

Nein, wir sind weit davon

entfernt, diese Verantwortung

in angemessener und rechter

Weise wahrzunehmen!

Im Gegenteil.

 

Über die Erde zu herrschen,

über Geschöpfe und Schöpfung

bedeutet nicht, sie auszubeuten

und niederzumachen, sie

zu vernichten.

 

Am Schluss nämlich

kostest dies auch

unser eigenes Leben.

Da vernichten wir uns

selbst.

 

In einem Liedtext,

der sehr oft zur Taufe

eines Kindes zitiert

oder gesungen wird

da heißt es:

 

Vergiss es nie:

Dass du lebst war

keine eigene Idee,

und dass du atmest,

kein Entschluss von dir.

Vergiss es nie: Dass du lebst,

war eines anderen Idee,

und dass du atmest,

sein Geschenk an dich.

 

Vergiss es nie:

Niemand denkt und fühlt

und handelt so wie du,

und niemand lächelt so,

wie du's grad tust.

 

Vergiss es nie:

Niemand sieht den Himmel

ganz genau, wie du,

und niemand hat je,

was du weißt gewusst.

 

Vergiss es nie:

Dein Gesicht hat niemand

sonst auf dieser Welt,

und solche Augen hast

alleine du.

 

Vergiss es nie: Du bist reich,

egal ob mit, ob ohne Geld,

denn du kannst leben!

Niemand lebt wie du.

 

Du bist gewollt,

kein Kind des Zufalls,

keine Laune der Natur,

ganze egal ob du dein Lebenslied

in Moll singst oder Dur.

 

Du bist ein Gedanke Gottes,

ein genialer noch dazu.

Du bist du...Das ist der Clou,

du bist du. Ja, du bist du.“

 

In Gottes Augen sind

und bleiben wir einmalige

Geschöpfe seiner Liebe.

Das macht unseren

Stellenwert vor ihm,

vor anderen und in

diesem Leben

aus.

 

Möglicherweise ist das

ein Gedanke, der auch

Ihnen beim Anblick

seiner Schöpfung

Ihr Herz berührt.

 

Segen

 

Gott segne Sie:

 

Er lege seinen Trost

und seinen Frieden in Ihr

Herz. Er halte fern,

was Sie mit Sorge erfüllt.

Er schenke Ihnen Ruhe und

Geborgenheit, die Freude

an seiner Schöpfung und

die einmalige Erfahrung

seiner Liebe und dass

Sie gewollt sind,

für Zeit und Ewigkeit.

 

 

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener