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Die Liebe als Heimat erkoren

Zum neuen Jahr

 

„Wir leben in einem

Zeitalter der Verunsicherung“,

stellt der Historiker Yuval Noah Harari fest.

 

In der Tat:

Vieles, was bislang noch getragen hat und zukunftsversprechend gewesen ist, fällt zusammen. Entscheidende Fragen stellen sich wieder von Neuem: Wer sind wir?

Was sollten wir im Leben tun?

Welche Fertigkeiten brauchen wir?

Angesichts dessen, was wir über die Wissenschaft, über Gott, über die Politik und über die Religion wissen und nicht wissen – was können wir über das Leben sagen?

 

„Der Philosophie, der Religion

und der Wissenschaft läuft die Zeit davon“, sagt Harari. Wir Menschen diskutieren seit Jahrhunderten über den Sinn des Lebens. Wir können diese Debatte nicht endlos fortsetzen. Die sich abzeichnende ökologische Krise, die wachsende Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen und das Aufkommen neuer Technologien werden das nicht erlauben. Wir brauchen eine klare Vorstellung davon, was das Leben überhaupt ausmacht.

 

Auf die zu Beginn gestellten Fragen

vermag ich auf dieser Seite keine erschöpfende und zufriedenstellende Antwort zu geben. Fest steht: Die Welt wird immer differenzierter. Die Zusammenhänge sind immer weniger zu verstehen. Entsprechend differenziert müssen auch die Antworten auf die Fragen sein, die sich stellen.

 

In einem Gedicht von Mascha Kaleko

spiegelt sich das Angesprochene wider und auch eine mögliche fundamentale Perspektive.

 

„Ausgesetzt in einer Barke von Nacht trieb ich und trieb an ein Ufer. An Wolken lehnte ich gegen den wütenden Wind. Auf nichts war Verlass. Nur auf Wunder. Ich aß die grünen Früchte der Sehnsucht, trank von dem Wasser, das dürsten macht. Ein Fremdling, stumm vor unerschlossenen Zonen, fror ich mich durch die finsteren Jahre. Zur Heimat erkor ich mir die Liebe.“

 

Wenn so vieles in sich zusammenfällt

und neu erdacht werden muss, wo finden

wir dann etwas Bleibendes, etwas das uns hält

und nicht zugrunde gehen lässt?

 

Kaleko hat sich die Liebe als den Ort ausgesucht,

an dem sie Sicherheit und Geborgenheit findet.

Es ist und bleibt die Liebe, die nicht untergehen lässt. Die Liebe rettet. Die Liebe stiftet Sinn. Die Liebe reicht über alles hinweg, auch den Tod. Die Liebe als Heimat zu wählen, dazu lädt uns Gott immer wieder ein.

Die menschgewordene Liebe, Christus,

weist uns den Weg dahin.

 

Yuval Noah Harari sagt:

„Die Marktkräfte werden nicht ein Jahrtausend lang warten, bis wir eine Antwort auf die drängenden Fragen gefunden haben. Die unsichtbare Hand des Marktes wird uns ihre eigene, blinde Antwort aufzwingen. Wenn wir nicht wollen, dass die Zukunft des Lebens den Quartalsberichten von Unternehmen anvertraut wird, brauchen wir eine klare Vorstellung davon, was das Leben überhaupt ausmacht.“ -

 

Dass uns die Liebe zu einem Ort der Heimat wird, an dem sich die entscheidenden Antworten auf unsere Fragen finden lassen, das wünsche ich uns zu Beginn dieses neuen Jahres. Und dass es uns gelingen möge, aus Liebe zueinander, zur Schöpfung, zur Welt und zum Leben zu handeln, das lege ich uns ans Herzen. Öffnen wir uns für die Wunder, die die Liebe wirkt.

 

 

 

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