thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
  thomas diener                                                                                                                                systemische-lösungsorientierte                                                                    supervision und coaching                                                                                                                                              geistliche begleitung                                                                    gestalttherapeutische beratung

Bedenke und glaube!

Aschermittwoch

Unterbrechungen im Alltag

tun der Seele gut. Meistens.

Denn:

 

Es gibt auch Unterbrechungen,

die schmeißen einen Menschen

durchaus aus der Bahn.

Sie ziehen ihm den Boden unter

den Füßen weg.

 

Ich meine damit Unterbrechungen,

die der Mensch selbst nicht planen,

nicht bestimmen kann, die ihm

auferlegt werden, ob er es will

oder nicht.

 

Vor zwei Wochen starb ein

guter Freund von mir. Er war in

meinem Alter. Stand mitten im

Berufsleben.

 

Durch die Nachricht seiner

Frau über seinen plötzlichen

Tod wurde mein Alltag von

einer Sekunde auf die andere

brutal unterbrochen.

 

Ich hatte den Eindruck,

dass mir der Boden

unter meinen Füßen verloren

geht. Ich war schockiert.

Ich bin es immer noch.

Sein Tod erscheint mir

so unwirklich.

 

„Bedenke Mensch, dass du

Staub bist und du zu Staub

zurückkehren wirst.“

 

Vor dem Hintergrund meines

eigenen Erlebens gewinnt dieser

Satz eine wesentliche Veränderung.

Er trifft mich noch tiefer als

sonst. Er konfrontiert mich auch

mit meinem ganz eigenen

Sterben und Tod mehr

als sonst.

 

Ich werde mir bewusst,

dass auch mein eigenes Leben

von heute auf morgen vorbei

sein kann. Durch was auch

immer. Wie auch immer.

 

Ein Mensch nimmt eine

Waffe in die Hand und zieht

damit schießend durch

die Stadt. Er hinterlässt

eine Spur des Schreckens

und des Todes.

 

Gerade noch ziehen

Kinder und Erwachsene

verkleidet, ausgelassen

und froh durch die Straßen

ihres Ortes und mit einem

Mal ist nichts mehr wie

es zuvor gewesen ist.

 

Ein Mann

rast in die Menschenmenge

hinein. Absichtlich, wie es

heißt. Unzählige Verletzte

sind die Folge. Ein Schrecken,

der sich nur schwer aus den

Seelen der Kinder und

Erwachsenen vertreiben

lassen wird.

 

Ereignisse wie die von Hanau

oder Volkmarsen vertiefen

dieses Bewusstsein

auf ganz eigene Art.

 

„Bedenke Mensch, dass du

Staub bist und du zu Staub

zurückkehren wirst.“

 

Es ist bei weitem mehr

als dieser eine Satz, der mir in diesen

Momenten durch den Kopf

geht. Die Wirklichkeit des

eigenen Todes, wirft vielmehr

auch Fragen nach dem

eigenen Leben

auf.

 

Wie lebe ich?

Wofür lebe ich?

Was ist mir wichtig?

Was gibt mir Sinn?

 

Der Tod stellt zweifelsohne

eine Unterbrechung dar und

auch die Gedanken an

das eigene Sterben.

Vieles wird zur Frage.

Was zuvor noch wichtig

erschien, wird ganz plötzlich

zu einer Nebensache und

unrelevant.

 

Anderes dagegen gewinnt

an Bedeutung. Lebensziele

formulieren sich mit einem Mal

anders und neu und auch

die Beziehungen zu anderen

Menschen klären sich

dabei. Möglicherweise

gewinnt Gott selbst einen

neuen Stellenwert in

unserem Leben.

 

Worauf kommt

es im Leben wirklich an?

Sich dieser Frage zu stellen,

erfordert durchaus Mut.

Möglicherweise lädt uns

die Antwort dazu ein,

unser Leben grundlegend

zu verändern.

 

Das will nicht jeder.

Das kann nicht jeder.

Wie dem auch sei,

die Worte stehen im Raum,

auch heute:

 

„Bekehre dich, glaube an

das Evangelium.“

 

Das Evangelium sagt uns

die Fülle des Lebens zu.

Das ist Gottes Absicht mit

uns Menschen von Anfang an, dass

wir Leben haben, das Leben

spüren, es in all seinen

Dimensionen

begreifen.

 

Sich zu bekehren heißt,

sich neu auf das Leben zu

besinnen und nicht bei dem

stehen zu bleiben, was das

Leben wie tot erscheinen lässt.

Sich zu bekehren heißt,

sich aus unglücklichen und

das Leben blockierenden Situationen

zu befreien und neue Weg

zu gehen.

 

Sich zu bekehren heißt,

immer wieder neu damit zu

beginnen wesentlicher zu werden

und damit dem nahe zu kommen,

was Gott mit unserem Leben

tatsächlich gemeint, als

er uns ins Leben rief.

 

Bei all dem, weist uns

das Evangelium die Richtung.

„Bekehre dich, glaube an

das Evangelium.“

 

Unterbrechungen tun der

Seele gut. Meistens.

 

Mit seinen Worten

lädt Jesus dazu ein, den Alltag

zu unterbrechen und das

eigene Leben immer wieder

zu bedenken und neu

auszurichten.

Wie wäre es, wenn wir

uns auf dem Weg auf Ostern zu

einmal am Tag von einem

Wort Jesu unterbrechen lassen

und angeregt durch

dieses Wort unser Leben

neu bedenken würden?

 

Das Zeichnen

des Kreuzes mit Asche

auf unsere Stirn ist eine

erste Unterbrechung

auf dem Weg auf Ostern

zu.

 

Spätestens Morgen wird

dieses Kreuz nicht mehr

äußerlich zu sehen

sein. Doch es bleibt,

unsichtbar auf unserer

Stirn und mit ihm

die Worte:

 

„Bedenke Mensch,

dass du Staub bist und

du wieder zu Staub zurückkehren

wirst.“

„Bekehre dich und glaube

an das Evangelium.“

 

www.Synodalerweg.de

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener