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Nicht vergessen, wer man ist

4. Fastensonntag

Willigis Jäger ist Mönch

der Abtei Münsterschwarzach

und Zen-Meister. Zu dem

gerade gehörten Evangelium

schreibt er:

 

Wohl dem Menschen, der

rechtzeitig mit seinem Suchen

an ein Ende kommt und erkennt,

dass er umkehren muss, wie

der jüngere Sohn in der

Geschichte.

 

Wohl dem Menschen, dessen

Leidensdruck so stark ist, dass er

nicht mehr anders kann, als umzukehren

und einzusehen, dass er beim Vater

die Fülle des Lebens hat, da er ja

die Quelle des Lebens ist.

 

Alles haben wir von ihm.

Wir müssen nur erkennen,

dass die erträumte Unabhängigkeit

eine Illusion ist und in die

Entfremdung führt.

Gott und der Mensch

gehören untrennbar zusammen.

Das ist der entscheidende

Punkt, auf den das Evangelium

verweist.

 

Es gibt kein wirkliches

Losgelöstsein von Gott,

auch dann nicht, wenn sich

der Mensch von Gott lossagen

will. Irgendwann kommt der

Mensch zu Gott zurück und

findet seinen Ursprung

wieder.

 

Die Versuchung, die in uns

allen steckt ist die, zu vergessen

wer wir in Wirklichkeit sind

und wohin wir wesentlich

gehören.

 

Hier zu stehen

in diesem Nicht-Mehr und

Noch-Nicht, ist eine Form

von Glauben, und sich die

Lösungen der Vergangenheit

nicht mehr zu genehmigen,

ist Ausdruck des Vertrauens,

dass alles weitergeht,

dass es einen Punkt gibt,

auf den wir zuströmen,

dass es eine Kraft gibt,

die die Entwicklung steuert.

 

Ich will mich der Veränderung

nicht entziehen. Ich will loslassen,

um wieder Neues umarmen

zu können. Und auch das will ich

wieder loslassen, in einer ständigen

Entwicklung auf meinen Ursprung

zu, auf die Vollkommenheit, aus der

ich komme und zu der ich gehe.

 

Der christliche

Autor Ulrich Schaffer

schreibt diese Gedanken.

 

Wo stehen Sie gerade

auf Ihrem ganz eigenen

Lebensweg, auf dem Weg

zu unserem gemeinsamen

Ursprung?

 

Befinden Sie sich auf

dem Weg davon?

Befinden Sie sich auf

dem Weg zur Quelle

des Lebens hin?

 

Wo steht unsere Welt

mit all ihren ungelösten

Problemen und Herausforderungen?

Befindet sie sich auf dem Weg

weg von dem Ursprung, der für

uns Gott bedeutet, oder ist sie

auf dem Weg zu ihm hin?

 

Wo steht unsere Kirche?

Wo stehen unsere Gemeinden?

Stehen wir Gott nahe?

Oder drehen wir uns nicht

allzu sehr nur um uns selbst?

Viel zu weit weg von

dem, wozu uns Gott

gemacht hat?

 

Die Versuchung, die uns

Menschen betrifft, Zeit unseres

Lebens betrifft, ist die, zu vergessen,

wer wir sind und wohin wir

wirklich gehören.

Gott zu vergessen

wäre gänzlich fatal!

 

Das Gleichnis lädt uns ein,

darüber nachzudenken.

Es geht dabei um

Wandlung.

Ankommen,

Vollendung,

 

Die Geschichte vom

barmherzigen Vater ist

unser eigenes Lebensskript.

Sie soll uns helfen, uns

zu öffnen und über alle

Überlegungen hinaus,

zur Einheit mit Gott

zu finden.

 

Dann erst beginnt unser

eigentliches Leben. Dann

erst sind wir wirklich

Daheim.

 

Auch in Zentralasien

gibt es die Geschichte

vom „Verlorenen Sohn“.

Es handelt sich dabei um

ein altes mystisches Erzählgut.

 

Das Kind des Königs geht

verloren. Es vergisst, wer es ist

und wo es hingehört. Eines Tages

sieht der Vater den inzwischen

erwachsenen Sohn als Bettler

vor seinem Schloss stehen

Er lässt ihn hereinholen.

Langsam steigt dieser die

Stufenleiter vom Gärtner

bis zum obersten Minister

empor. Auf dem Sterbebett

erklärt der Vater den

Umstehenden:

„Das ist mein Sohn

und Erbe. Er war verloren

und ist zurückgekehrt.“

 

Diese Erzählung lehrt

uns, dass wir nichts werden

müssen, sondern, dass wir

bereits etwas sind. Wir haben

jedoch vergessen, wer wir

sind.

 

In Wirklichkeit sind

wir göttlicher Herkunft.

 

Wohl dem Menschen,

der rechtzeitig mit seinem

Suchen an ein Ende kommt und

erkennt, dass er umzukehren

hat.

 

Wohl dem Menschen,

dessen Leidensdruck so stark

ist, dass er nicht mehr anders

kann, als umzukehren.

 

Aber Umkehr allein genügt

nicht. Es geht zudem darum,

dass wir empfänglich werden

für ein neues Gesetz,

das wir Menschen

Liebe nennen.

 

Je mehr wir erkennen, wer wir

sind, wo unser Ursprung zu finden

ist und wohin unser Leben zielt,

nämlich zu diesem Ursprung

zurück, desto mehr wird die Liebe

die Norm für unser Verhalten.

Dann beginnt unser

eigentliches Leben, dann können

wir hinausziehen oder daheimbleiben.

dann gibt es weder draußen noch

drinnen. Dann erfahren wir alles

als Ausdruck unseres Wesens,

als Form Gottes.

 

Dann gibt es nicht mehr

gut und böse, nicht mehr oben

und unten und auch nicht mehr

reich und arm. Dann sind alle

eins, der Vater, der ältere und

der jüngere Sohn, du und

ich.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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