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Begegnung mit Jesus

Lk 5,1-11

 

„In jener Zeit als die

Volkmenge Jesus bedrängte

und das Wort Gottes hören wollte,

da stand er am See Gennesaret

und sah zwei Boote am See

liegen.“

 

Kommen Sie einmal mit,

einfach so, in ihren Gedanken

und stellen Sie sich die Szene

vor Ihrem inneren Auge vor,

von der das Evangelium

erzählt.

 

Begeben Sie sich mit mir mitten

hinein in das Gewimmel von Menschen

am Ufer des Sees und gehen

Sie achtsam umher.

Schauen Sie.

Hören Sie.

Spüren Sie.

 

Was sind das für Menschen,

die da stehen und Jesus

zuhören?

Was haben sich diese Menschen

zu sagen, von dem, was ihnen auf dem

Herzen liegt und warum sie überhaupt

da sind?

Welche Energien nehmen

Sie unter den Menschen

wahr?

 

Seitdem diese Leute

Jesus für sich entdeckt

haben, laufen sie ihm

hinterher. Kein Weg scheint

ihnen dafür zu weit zu sein,

wenn es darum geht,

Jesus zu sehen und

ihn zu hören, das,

was er ihnen zu sagen

hat über Gott und den

Menschen, das Leben

und die Welt.

 

Sie selbst stehen mitten

unter diesen Menschen, die

von einer inneren Sehnsucht

getrieben werden, von der

Suche nach all dem, was ihrem

Leben Halt und Sinn verspricht.

 

Wonach suchen Sie

selbst in Ihrem Leben?

Haben Sie den Sinn

und den Halt in Ihrem ganz

eigenen Leben schon gefunden?

Wonach sehnen Sie sich?

Mit welchen ganz eigenen

und persönlichen Anliegen,

möchten Sie sich Jesus

nähern?

 

Diese Fragen mögen

Sie überraschen und vielleicht

finden Sie nicht so schnell

eine Antwort auf Sie.

Lassen Sie sich Zeit.

Nehmen Sie sich die

Zeit auch über diesen

Gottesdienst

hinaus.

 

Erlauben Sie sich

diese Fragen und erlauben

Sie sich, sich mit der Suche nach

einer Antwort an Jesus

zu wenden.

 

Er kennt Sie.

Er lässt Sie nicht

einfach so stehen.

Er hört Ihnen zu.

 

Und bereits im Aussprechen

dessen, was Sie selbst so bewegt

und ihm Hören auf das, was

er Ihnen zu sagen hat, kann

sich etwas ereignen.

 

Vorausgesetzt, Sie lassen es

zu und Sie erlauben es ihm

und sich selbst.

 

Ulrich Schaffer hat einen

Moment ins Wort gebracht,

der darstellt, was geschehen

kann, wenn Menschen etwas

an sich geschehen lassen:

 

Wenn nicht hinter den Worten,

hinter den verzweifelten Blicken,

hinter der bewussten Abwendung,

hinter Erfolg und Verzicht

 

nur die unstillbare Sehnsucht

nach Nähe wäre,

woher käme dann die Unruhe,

die dich vor dem Fenster auf und

ab gehen lässt, bis du kalt

oder heiß geworden bist?

 

Manchmal bestehen wir über

und über nur aus Haut, die

berührt werden will.

Das ist unsere Berufung,

der wir uns widmen,

als wäre jede Tag der

letzte.

 

Ulrich Schaffer spricht

von der Sehnsucht des Menschen

nach Berührung. Einer Berührung,

die unter die Haut geht, die

das Innere des Herzens

erreicht.

 

Wir wissen von Jesus,

dass er immer wieder die

Menschen berührt, ihnen seine

Hände auflegt und dass die

Menschen, die diese Berührung

zulassen, geheilt davongehen.

 

Wollen Sie sich einmal vorstellen,

wie Jesus Sie selbst berührt und wie

er Ihnen seine Hände auflegt?

Spüren Sie dieser Berührung

nach. Immer wieder. Und

achten Sie einmal darauf,

was sie in Ihnen auslöst.

 

Gewiss:

Auch das braucht seine

Zeit. Eine solche Vorstellung

erscheint dem ein oder

anderen von Ihnen

möglicherweise sehr fremd.

Und dennoch, nehmen Sie

sich die Zeit, um sich von

Jesus berühren zu lassen.

Und empfinden Sie dieser

Berührung nach.

 

Dies geht eindeutig besser,

wenn Sie mit sich allein

sind; sich bewusst die

Zeit hierfür nehmen und

den Raum.

Manchmal bestehen wir über

und über nur aus Haut, die

berührt werden will.

 

Ja, manchmal kommen

wir mit bloßen Worten

nicht mehr weiter. Dann

versagen Worte. Dann wird es

Zeit auf den anderen zuzugehen,

ihn in die Arme zu nehmen

und einfach nur für ihn

spürbar nah zu sein.

Da.

 

Jesus kommt auf uns zu.

Mehr noch. Er lädt uns mit

den Jünger ein mit ihm ins

Boot zu steigen und auf Abstand

zu gehen.

 

Der Abstand vom Alltag

des Lebens tut not, um immer

wieder bis zu den ganz eigenen

Ressourcen und inneren

Quellen vorstoßen

zu können, die wir

fast vergessen würden.

Sie merken, dass wir

uns schon längst der Szene

die das Evangelium entwirft,

entzogen haben. Wir sind

mittlerweile bei uns

selbst angekommen

und unserer ganz persönlichen

Beziehung zu Jesus.

 

Wir lauschen auf unsere

ganz eigene innere Sehnsucht.

Wir spüren unseren ganz

eigenen inneren Bedürfnissen

nach.

Und wir kommen vor Jesus

zu stehen, der uns anblickt,

seine Nähe schenken will,

uns einlädt mit ihm

allein zu sein und auf

sein Wort zu hören.

 

Das sind ganz kostbare

Momente, die wir dabei

erfahren dürfen, in denen

es nur auf ihn und uns ankommt

und uns nichts anderes

stören muss oder seine

Aufmerksamkeit

auf sich zieht.

 

Angenommen wir ließen

uns immer wieder

darauf ein, mit Jesus ins Boot

zu steigen, mit ihm allein

zu sein, und nur mit ihm,

und schließlich auf sein Wort

zu hören – angenommen

wir würden dies tun:

 

Welchen Reichtum

würden wir aus der Begegnung

mit ihm für unser Leben

gewinnen?

Welche Inspiration?

Welche Orientierung?

Welche Wegweisung?

Welche Frage?

Welche Antwort?

 

Bei dir Jesus finden wir Ruhe.

Bei dir können wir uns abwenden

von den lauten Stimmen und

in Berührung kommen, mit all dem,

was unsere wirklichen Bedürfnisse

sind. Du stärkst uns mit deiner

Liebe. Du machst uns Mut,

wenn wir kraftlos werden.

Du tröstest uns, wenn unsere

Trauer größer wird als unsere

Hoffnung.

Berühre uns, sei uns nah,

damit wir diesen Tag

mit deiner Liebe

leben. Denn du bist

das Leben, dich

beten wir an.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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