thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Unterbrechung

Stephanus

Keine Frage.

Er holt uns heraus

aus den mehr oder weniger

friedvollen und ruhigen

Stunden dieser Tage,

der heute Gedenktag.

 

Brutal führt er uns

vor Augen, wohin es führt,

wenn es einer ernst meint

mit dem Glauben an

Jesus Christus und seinen

Verheißungen.

 

Die Konsequenz für

Stephanus war die Kreuzigung.

Die ist nichts für schwache

Nerven. Menschen greifen

nach Steinen und werfen

solange auf einen anderen

Menschen ein,

bis dieser blutüberströmt

und tot am Boden

liegt. Und drum

herum stehen die

Schaulustigen,

die Gaffer.

 

Christ sein war noch

nie so gefährlich wie heute,

heißt es in einer Zusammenschau

von „Kirche in Not“.

Nie zuvor sind so viele Christen

diskriminiert, bedroht

und verfolgt worden.

Mehr als 200 Millionen

Christen sind betroffen.

Die Tendenz ist steigend.

Betroffen sind die Länder

wie Nordkorea, Saudi-Arabien,

Irak, Iran und Pakistan,

Eritrea, Sudan, Nigeria

und Ägypten, Indien,

Laos, Vietnam, China

und die Türkei.

 

Ich merke meine

Sprachlosigkeit. Ich

bin fassungslos. Und,

ich schäme mich ein

wenig. Warum?

 

Möglicherweise

ist es mein eigener Kleinglaube,

der mir gerade in den Sinn

kommt, der dieses Gefühl

auslöst.

 

Wie geht es Ihnen selbst

damit?

 

„Nirgendwo“, so schreibt

die ZEIT, „wird der alte

Religionskonflikt heute so

mörderisch ausgetragen, wie

in der zentralafrikanischen

Republik. Neue Massengräber

wurden in den vergangenen

Wochen in der Stadt Aliando

ausgehoben. Kämpfer einer

muslimischen Miliz hatten

im November die katholische

Kathedrale angegriffen, in

deren Nachbarschaft über

20.000 christliche Flüchtlinge

Unterschlupf gefunden hatten.

Mindestens 60 Menschen,

darunter ein Pfarrer und

der Generalvikar der Diözese

wurden getötet.“

 

Keine Frage.

Er holt uns heraus

aus den mehr oder weniger

friedvollen und ruhigen

Stunden dieser Tage,

der heute Gedenktag.

Noch mehr jedoch das,

was mit Christen heute

immer wieder in dieser Welt

geschieht.

 

Es reicht schon lange

nicht mehr aus, sich des

ersten Märtyrers der Urkirche

zu erinnern. Zu viele

sind es, die auch heute

noch aufgrund ihres

Glaubens als Märtyrer

ihr Leben lassen müssen.

Anonym. Nicht in den

Märtyrerlisten der

Kirche eingeschrieben.

 

Und drum herum stehen

die Schaulustigen, die Gaffer.

Die Welt schaut zu und

irgendwie hilflos

auch weg.

 

Diese Hilflosigkeit

spüre ich auch bei mir.

Was kann ich dagegen

tun? Bin ich nicht viel zu

weit weg von diesen

Geschehnissen, die für

andere den Tod bedeuten?

Ich bin ratlos.

 

Wie geht es Ihnen selbst

damit?

 

Nein, ich will uns

weiß Gott nicht die Freude

zur Weihnacht kaputtmachen.

Doch das, was wir in diesen

Tagen feiern, kann nicht

losgelöst von dem begriffen

und verstanden werden,

was sich möglicherweise

gerade jetzt in diesen

Augenblicken viele

hunderte von Kilometern

von uns entfernt ereignet.

 

Menschen werden

wegen ihre Glaubens auf

brutalste Art und Weise

niedergemetzelt und getötet.

Und es sind nicht nur

Christen.

 

Im Frühjahr dieses Jahres

ging das Video eines jungen

Mannes um die Welt, der

in Berlin von einem anderen

mit einem Gürtel geschlagen

wurde, weil er eine Kippa

trug. Es kam zum Prozess.

Der Täter wurde verurteilt.

Doch die Geschichte

geh weiter.

 

„In Berlin habe ich

mich zum ersten Mal

wirklich frei gefühlt“,

sagt Armoush. „Bis zu

dem Angriff im April.

Jetzt fühle ich mich

hier nicht mehr sicher.“

 

Solche und ähnliche

Angriffe gehören zu

unserem Alltag.

Wir brauchen

gar nicht weit weg zu

gehen, gar unser eigenes

Land zu verlassen.

 

Mobbing

an der Paul-Simmel-Schule

in Berlin.

Autofahrer beschimpft.

Prügel im Imbiss.

Männer beleidigt

und bedroht.

Vorfall in der Waschstraße.

Frau beschimpft.

Mann getreten.

 

All das wegen

des Glaubens dieser

Menschen.

 

In solchen Augenblicken

den Himmel, wie es Stephanus

tut, offen zu sehen. Geht das

überhaupt?

 

Ich fühlte mich möglicherweise

der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins,

meiner Wut und meinem Zorn

darüber näher als dem Himmel,

näher als Gott. Eher wohl

von Gott verlassen.

 

Und ich begreife, wie

herausfordernd der Glaube

sein kann.

 

Wie geht es Ihnen selbst

damit?

 

Ich habe keine Lösung.

 

Ich weiß nur, dass es

so nicht mehr weitergehen

kann und darf und ich ahne,

dass jeder von uns einen

kleinen Teil zur Veränderung

beitragen könnte. Und dass,

wo viele anfangen zusammen

zu stehen und sich für essentielle

Werte und für die Würde

von Menschen einsetzen würden

und auch für die Freiheit der Religionen,

das Gesicht der eigenen Welt,

wie der Welt im Großen

sich entscheidend verändern

würde.

 

Ich weiß nicht, ob

ich allein den Mut dazu hätte.

Haben Sie ihn?

 

Möglicherweise bringen

wir ihn ja zusammen auf.

Ja, warum eigentlich

nicht?

 

Lassen Sie uns zusammen

tun, damit das Licht,

das begonnen hat, in

einem Stall in Betlehem

zu leuchten, in jede noch so

dunkle Ecke dieser

Welt gelangen

kann.

 

Lassen wir den

Zauber einer Nacht

zum Licht für

die Welt werden.

Möge der Menschgewordene

uns dabei zur Seite stehen.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener