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Es geht ums Brot

Joh 6, 41-51

Es geht ums Brot.

 

Angefangen hat alles damit,

dass von fünf Broten

und zwei Fischen

über 5000 Männer

satt geworden sind.

Sie erinnern sich!

 

Ums Brot ging

es auch im Evangelium

am vergangenen

Sonntag. Jesus deckt

auf, dass die vielen Menschen

ihm nur deshalb nachfolgen,

weil sie satt geworden sind.

Und er verweist sie auf

das andere Brot,

Jenes, das niemals

mehr verdirbt. Um

dieses Brot sollten

sie sich bemühen.

 

Am Ende steht fest:

Jesus selber ist das Brot

des Lebens. Er ist es,

der den Hunger der

Seele eines Menschen

stillt.

 

Es geht ums Brot.

Damals wie heute.

Und mit dem Blick auf

heute zunächst auch um die

ganz einfache und zugleich

immer wieder ins Auge

stechende Wirklichkeit,

dass viele Menschen in

dieser Welt nicht wissen,

wie und womit sie ihren leiblichen

und täglichen Hunger

stillen können.

 

Thomas Hagen gib zu

dagegen bedenken:

 

„Der Zugriff auf Essbares

jederzeit hat unsere Gefühle

für Sättigung und Hunger

entfremdet.

Ich spreche von dem Hunger,

den Gott uns als wichtiges

Körpergefühl mitgibt:

zu spüren, wann es Zeit ist

zu essen und was und wie

viel an Nahrung nötig ist.

Viele können das nicht mehr.

der Körper hat keine Chance,

Hunger zu erkennen, weil

er dauernd bedient wird.

Echtes Hungergefühl kennt

kaum noch jemand.

 

Die alten Menschen,

die Kriegs- und Hungerzeiten

erleben mussten, können den

Wert von Brot noch einschätzen.

Wir Jüngeren aber müssen

uns anstrengen, um auch

nur zu erahnen, was die

Leute zur Zeit Jesu

mit „Brot“ verbunden

haben.“

 

Es geht ums Brot,

um dieses eine, das

den Hunger, den leiblichen

zu stillen vermag. Aus der

Verantwortung für das

Brot für Welt, das Menschen

satt macht, kann sich niemand

herausstehlen!

 

Und es geht um das Brot,

das für den Hunger unserer Seele

gedacht ist. Den Hunger,

der tiefer sitzt. Der aus

der Mitte des Menschen

kommt.

 

Ob sich der Mensch

heute in unserer satten

und aus einem unendlichen

Überfluss schöpfenden Gesellschaft

dieses Hungers überhaupt

bewusst ist?

Oder ist ihm etwa auch dieses

Gespür verloren gegangen,

das Gefühl dafür, dass auch seine

Seele Nahrung braucht, eine Nahrung,

die mehr zu stillen

vermag als den Hunger,

der aus der Magengegend

kommt, den Hunger

nach Sinn überhaupt?

 

Der eine Hunger darf

ebenso wenig vernachlässigt

und übergangen werden wie der andere.

Zweifelsohne.

Doch um Sinn erfahren

und erleben zu dürfen bedarf

es mehr, mehr als eine

Kante Brot.

 

Da braucht es Jesus.

Da braucht es den Glauben an ihn.

Den Glauben an das, was

er uns zu sagen hat:

„Wenn ihr nach dem Sinn

eures Lebens sucht. Wenn

ihr nach dem Sinn eures

Lebens hungert, dann

kommt zu mir.“

 

Das sagt Jesus zu den

Menschen. Und im Zeichen

des Brotes bietet er sich

selber an, den Hunger

der Seele der Menschen zu

befriedigen.

 

 

Wovon die

Menschen leben, das ist

eine der drei Fragen, die ein

Engel in einer Kurzgeschichte

von Leo Tolstoi zu beantworten hat,

wenn er wieder in den Himmel

kommen will. Drei Antworten

findet der Engel. Die letzte

der drei Antworten

steht ganz am Schluss

der Geschichte:

 

„Die Menschen glauben,

sie leben durch die Sorge

für ihr Ich. Sie leben aber

einzig durch die Liebe.

Wer in der Liebe lebt,

lebt in Gott und Gott

in ihm, denn Gott

ist die Liebe.“

 

Das Brot, mit dem

Jesus den Menschen satt

machen möchte, ist das

Brot der Liebe, seiner

Liebe zu jedem Menschen

ausdrücklich.

 

Kann es sein, dass

viele Menschen

unter uns nach dieser

einen wahren und reinen

Liebe hungern?

Nach der Erfahrung von

Angenommensein und

echter Beziehung?

Nach Glück und

Zuversicht?

Nach Freude und Frieden?

Nach Vergebung und

Neuanfang? Nach Leben?

 

Den Hunger danach,

den will er stillen.

Jesus.

 

Doch dazu bedarf

es eines Gespürs des Menschen

für das, was seine Seele

braucht; was ihm in seiner

Herzensmitte wirklich

gut täte und glücklich

macht. Wissen wir

es?

 

Wir leben in einer

Überflussgesellschaft.

Viele meinen, Sie müssten

einfach nur zugreifen und

ihre Taschen vollstopfen,

um glücklich zu sein.

Das stimmt nicht.

Wie viel an Unglück

und Enttäuschung

an Verletzung und Einsamkeit

eines Menschen

wird gerade dadurch

kompensiert und

unterdrückt?

 

Der Hunger aus der Mitte

ihres Herzens kommt

immer wieder zurück.

Und sie bemerken nicht,

dass sie im Grunde ihrer

Seele etwas ganz anderes

brauchen. Etwas, das

nicht mit Geld zu haben

ist und auch nicht mit

Einfluss oder Macht.

 

Ich meine die Liebe.

Sie allein schenkt

Erfüllung. Auch in

schlechten Zeiten

kann sie einen Menschen

stark machen.

 

Es geht ums Brot.

Auch heute in unserer

Feier. Wir bringen zum

Altar Brot und Wein.

 

Vom Brot sagt Jesus:

„Ich bin das lebendige

Brot, das vom Himmel

herabgekommen ist.

Wer von diesem Brot isst,

wird in Ewigkeit leben.“

 

Ewigkeit.

Ist es nicht auch das,

wonach der Mensch

in seiner Seele hungert,

dass etwas in seinem

Leben nicht nur Sinn

hat, sondern auch

Bestand, Bestand auch

über seinen Tod hinaus?

 

Mit dem Brot,

das vom Himmel kommt,

meint Jesus, wird euch

Ewigkeit geschenkt

sein. Wer davon isst,

wird nie mehr

sterben.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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