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Ein Fenster lass offen

Mk 6,1-15

 

Wegschicken geht nicht!

Auch dann nicht, wenn das

Geld nicht reichen sollte

und die Jünger wirklich

nicht wissen, wie sie

die vielen Menschen

sattbekommen

sollen.

 

Da reichen auch nicht

die zwei Fische und die fünf

Brote. Unrealistisch ist es

zu meinen, dass man damit

alle satt bekäme.

 

Die Jünger sind ratlos

und verlegen. Nur einer

scheint die Ruhe zu bewahren:

Jesus. Er reagiert so ganz

anders als seine Jünger, so

als ob er bereits den Ausgang

der Geschichte kennen würde

und von daher, die Lage

gelassen überschauen

kann.

 

Der Ausgang ist kurz

geschildert: Alle werden

satt. Es bleibt sogar noch

etwas übrig. Genauer:

Zwölf Körbe mit Brot.

 

In einem Lied in unserem

Gotteslob heißt es:

 

„Zeichen und Wunder sahen

wir geschehen, in längst

vergangenen Tagen.

Gott wird auch unsere Wege

gehen, uns durch das Leben

tragen.“

 

Die Brotvermehrung,

gehört zweifelsfrei zu den

Wundern, den ganz großen,

die Jesus vollbringt.

 

Die Fragen sind die:

Gibt es heute noch den

Raum für die Wunder,

die Gott an unserem

Leben vollbringen will?

Rechnen wir mit

dem Unberechenbaren,

nämlich dem Eingreifen

Gottes in unser Leben

und das dieser Welt?

 

Die Jünger selber

rechnen nicht damit.

Klares Kalkül und der

Blick auf die zwei Fische

und die fünf Brote,

geben eine sehr

deutliche Antwort:

Das reicht nie und

nimmer.

 

Dort wo die Jünger

der Verzweiflung nahe sind,

beginnt für Jesus das Vertrauen.

Da setzt für ihn erst recht

der Glaube an.

 

Eben noch hat Jesus

den Menschen von diesem

Vertrauen und dem Glauben

erzählt.

Jetzt zeigt sich für sie

was es bedeutet,

tatsächlich mit Gott

zu rechnen.

 

Mitten in ihrem Leben

und der konkreten Situation,

in der sie sich befinden,

wird Gottes Reich erfahrbar.

Gottes Wirklichkeit setzt

sich durch, dort auf der

Wiese am See Genezareth.

Er nimmt sich der

Menschen an.

 

„Gott wird auch unsere

Wege gehen, uns durch

das Leben tragen.“

 

Es braucht nicht viel,

damit Gottes Wunder auch

in unserem Leben geschehen

können. Es reicht aus, sich

für seine Gegenwart zu öffnen.

Gott einzurechnen, wenn alle

menschlichen Bemühungen

an ein Ende kommen.

Im eigenen Leben einen

Platz für ihn offenzuhalten und,

auch wenn es schwieriger

wird und es scheinbar

allen Berechnungen

entgegensteht, auf ihn

zu vertrauen.

 

Wir haben sehr oft

in unserem eigenen Leben sehr

beschränkte Möglichkeiten

mit dem Leben und seinen

Herausforderungen umzugehen,

was sich an dem wenigen

zeigt, das die Jünger in

ihren Händen halten,

fünf Brote und zwei

Fische.

 

Mit dem Unberechenbaren,

also mit Gott selbst im

Leben zu rechnen,

bedeutet, darauf zu

vertrauen, dass seine

Möglichkeiten

mit uns, viel größer

sind, als die eigenen,

was sich wiederum

an den zwölf Körben Brot

zeigt, die am Ende

übrigbleiben.

 

Kann es sein,

dass wir in unserem Leben

viel zu sehr auf uns selber

vertrauen wollen?

Kann es sein, dass wir

meinen, allzu vieles immer

nur aus eigenen Kräften

tun zu können und

zu müssen?

 

Wer diese Haltung einnimmt,

der verrennt sich alsbald

und manövriert sich in

Sackgassen hinein, in

denen es scheinbar

keinen Ausweg mehr

gibt. Und weil man alleine

nicht mehr weiterkommt,

lässt man Pläne

scheitern.

 

Dabei ist es so wohltuend

und entkrampfend, sich auf

Gott zu verlassen, darauf

zu vertrauen, dass er es

schon richten wird. Ihn

mit einzurechnen und

das Unglaubliche

zu wagen.

 

Probieren Sie´s.

Es klappt tatsächlich:

Alle werden satt.

 

Es gibt ein Lied

des Liedermachers.

Klaus Hoffmann, das für

mich sehr gut an diese

Stelle passt:

 

“… Neue Wunder

Mal mir ein Haus,

zieh einen Zaun
Und auf dem Dach

pflanzen wir die Blumen
Und im Garten zeichne

einen Baum

Und wenn die Welt

uns mal vergisst
Dann wird es gut sein,

hier zu wohnen
Wo in allen Räumen

Glück und Liebe ist

Nur das Fenster,

das lass frei
Mal es nicht aus
Lass es frei, frei, für die Wunder
Denn Wunder kommen -

wie sie wollen
Gehen sie ein und aus

Lass es frei, frei für die Wunder
Denn ein Wunder gehört
In jedes wundervolle Haus

Mal mir die Welt,

wie sie sein soll
Mal sie mir bunt in

verrückten Farben
Meinetwegen bewegt,

langweilig und toll

Und wenn sie dann schreien,

toben und bellen
Ganz egal, was sie dazu sagen
Mal deine Welt, wie sie dir gefällt

Einen Platz lass leer,

den Himmel lass leer
Mal ihn nicht aus
Lass ihn frei, frei, für die Wunder
Denn Wunder kommen, wie sie wollen
Bloß nicht wie bestellt

Hast du deine Schuldigkeit getan
Fang noch mal von vorne an
Träum dir deinen Traum
Deinen eigenen Traum
Ganz egal, wie finster

sie auch schauen

Lass es frei, frei, für die Wunder
Denn Wunder kommen, wie sie wollen
Bloß nicht wie bestellt

Lass es frei, frei, für die Wunder
Denn ein Wunder gehört
In jede wundervolle Welt

Denn ein Wunder gehört
In jede wundervolle Welt …”

 

Gott hat diese Welt wunderbar

geschaffen, noch wunderbarer

jeden einzelnen von uns,

warum sollte er uns seine

Wunder vorenthalten?

 

Lassen wir ein Fenster frei!

Bereiten wir in unserem Leben

einen Platz für die Wunder,

die Gott an uns vollbringen

will. Werden wir uns gewiss:

Gott wird auch unsere

Wege gehen, uns durch

das Leben tragen.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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