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Zeigefinger

Jes 49,3.5-6 / Joh 1,29 ff

Jesaja ist Prophet.

Ein Bote Gottes,

von ihm auserwählt

und berufen, schließlich

von ihm zu seinem Volk

Israel gesandt.

 

Jesaja soll Sprachrohr

sein für Gott, der sein

Wort in die Zeit hineinsprechen

will zu einem Volk, das sehnlichst

auf seine Rettung wartet.

 

Jesaja soll Mut zusprechen.

Jesaja soll Vertrauen wecken.

Jesaja soll Hoffnung schaffen.

Jesaja soll Israel der Gegenwart

und Nähe Gottes vergewissern.

 

Israel ist Gottes auserwähltes Volk.

Mit ihm hat er sich angefreundet,

immer mehr vertraut gemacht

und seinen Bund geschlossen.

An ihm will er sich als mächtig

und stark, als heilsam erweisen.

 

Doch dieses Volk

ist zu Größerem berufen.

Da gibt es noch etwas,

zu dem es bestimmt ist.

 

Licht für alle soll Israel sein.

An ihm soll offenbar werden,

wie Gott zu jedem

Menschen steht.

Dieses Volk soll ein

Zeichen für die Welt

sein und Gottes Absicht

mit ihr.

 

Das ist die Berufung

dieses Volkes:

Zu zeigen, dass sich Gott

aller Menschen annimmt,

ausnahmslos.

 

Denn:

Gottes Liebe ist grenzenlos

und sein Wille zum Heil

ist umfassend, alle umgreifend,

alle einbeziehend, keinen

ausschließend.

 

In Jesus

selbst personifiziert

sich Gottes Wille.

Durch ihn bekommt die Absicht

Gottes mit dem Menschen

ein Gesicht.

 

 „Und die, die an ihn

glauben“, schreibt Lothar Zenetti,

„die gehen durch Wüsten

finden das Manna;

das Wasser im Felsen.

 

Und die, die an ihn glauben,

die gehen durch Wasser

trockenen Fußes;

durch reißende Flüsse.

 

Und die, die an ihn glauben,

die gehen durch die Mauern;

gehen wie im Traum

durch verschlossene Türen.

 

Und die, die an ihn glauben,

die gehen durch Flammen;

lebende Fackeln,

die doch nicht verbrennen.

 

Und die, die an ihn glauben,

die gehen durch das Dunkel;

scheinen zu sterben

und siehe sie leben.“

 

Auf einen solchen Menschen,

muss verweisen werden, weil

in ihm die Antworten zu finden

sind, die Menschen für ihr

Leben suchen.

 

Weil sich durch ihn all jene Ängste

beruhigen können, die Menschen

Sorgen bereiten und unruhig sein lassen.

 

Weil er Verlorengeglaubten und

Aufgegebenen Vertrauen

zurückzuschenken vermag

in den Sinn ihres Lebens,

und den Glauben an ihren ganz

eigenen unverwechselbaren

Wert und das Ansehen, das sie

in den Augen Gottes besitzen.

 

Weil er die Aussicht auf ein

Leben für alle weckt, dem selbst

der Tod nichts mehr anhaben kann.

 

Weil er lehrt, dass die Liebe,

das Vertrauen ineinander und

der Glaube der einzige Weg zueinander

und zu Gott sind, und dass

nichts mehr die Menschen auseinander

zu bringen und von Gott zu entfernen

vermag als Neid, Eifersucht,

Habgier, Zweitracht, Rücksichtslosigkeit

und Gewalt.

 

Johannes tut es.

Er verweist die Menschen,

die um ihm stehen auf Jesus:

„Seht, das Lamm Gottes,

das die Sünde der Welt

hinwegnimmt.“

 

Wofür das Bild des

Lammes steht, bringt

Lothar Zenetti einmal

in einem anderen Gedicht

zum Ausdruck:

 

„Einer

der sich verschenkte,

der gab, was er hatte,

der Brot wurde und Wein,

ein Stück Brot,

ein Schluck Wein

für alle,

die hungern und dürsten

nach Brot,

nach Liebe,

nach Gerechtigkeit,

 

Seht,

welch ein Mensch,

der sich nehmen ließ,

brechen, kauen,

aufzehren,

Stück um Stück,

Tag um Tag,

schlucken, schlürfen,

ausnutzen, austrinken,

bis zum letzten

Tropfen seines Blutes,

 

bis alles

vollbracht war

und leer

das Grab.

 

Ja, dieser

war Gottes Sohn.“

 

In einer Welt,

die so orientierungslos

geworden ist, wie die unsrige …,

in der die grundlegenden

und die menschliche Existenz

sichernden Werte so sehr

in Frage gestellt

und die Würde des Menschen

so sehr mit Füßen getreten

werden …,

in der die Menschen

mehr Fragen stellen, als sie Antworten

auf diese Fragen bekommen …,

in der immer mehr Menschen

viel mehr Gründe zur Verzweiflung

ausmachen wollen, als zum Gücklichsein,

zur Zufriedenheit und zur Dankbarkeit …,

in der der Schwache auf

der Strecke bleibt und der Stärkere

sich am Ende allein durchsetzt …

 

… in einer solchen Welt

ist und bleibt es notwendig,

dass wir, wie Johannes,

unseren eigenen Zeigefinger

erheben und auf Jesus Christus

verweisen, da nur er allein

die Antwort auf die Fragen

geben kann, die Menschen

stellen und auf die

sie eine Antwort brauchen,

ganz dringend brauchen,

wenn sie nicht

gänzlich verzweifeln,

verloren gehen und ihre

eigene Identität verlieren

wollen.

 

Auch hierfür möchte ich

gerne einen letzten Gedanken

von Lothar Zenetti anführen,

überschrieben mit:

„Ohne dich“.

 

Ohne dich,

den großen Wanderer

und deine entschiedenen Fußspuren

im Sand, kommen wir keinen Schritt

weiter

 

Ohne dich

und deinen strahlenden Blick

aus Licht, der die Augen auftat

den Blinden, erlöschen die

Kerzen auf unserem Altar.

 

Ohne dich

und die Unwiderstehlichkeit

deiner sanften Stimme,

die uns zu teilen heißt,

geht uns noch heute

das Brot aus.

 

Ohne dich,

du spendabler Gast

bei der fröhlichen Hochzeit

von Kana, reicht unser Wein

nicht zum unaufhörlichen

Fest.

 

Wir können und wir

dürfen uns als Christen

unserer Verantwortung nicht

entledigen, wieder eindringlicher

die Welt, unsere Mitmenschen

und uns einander auf Jesus Christus

zu verweisen, wenn wir ihn wirklich

als den Weg, die Wahrheit

und das Leben glauben

und

ein unaufhörliches Fest

feiern wollen, bei dem

Gott selber der Gastgeber

sein wird und ein jeder

Mensch, ausnahmslos,

Geladener.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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