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Wer, wenn nicht Du und ich?

Mt 5,13-16

Es geht ums Licht.

Wir selber sollen Licht sein.

Licht von Christus her.

Das setzt voraus, dass wir

die Dunkelheiten um uns herum wahrnehmen.

Jene Stellen und Orte, an denen

es nur dunkel ist und

an denen unser Licht

zum Leuchten kommen soll.

Dort, wo Menschen von sich aus

nicht mehr weiterkommen,

wo sie die Nacht überfallen hat.

Menschen, die den Lichtstrahl

am Horizont aus dem Auge

verloren haben.

 

Es geht ums Licht.

Und es geht um die Dunkelheiten

um uns herum.

Das ist unsere Berufung:

Licht in die Dunkelheit zu bringen.

So sagen es die folgenden

Zeilen eines Gedichtes:

 

Licht sollst du sein:

Helle verbreiten,

Wärme ausstrahlen,

Freundlichkeit schenken!

 

Licht sollst du sein:

Entzweiung beheben,

Angst verscheuchen,

Versöhnung feiern!

 

Licht sollst du sein:

Verirrten den Weg zeigen,

Hoffnung bringen,

den Bedrückten erlösen!

 

Licht sollst du sein:

Trauernde trösten,

Behinderte stützen,

dein Brot teilen!

 

Licht sollst du sein:

mit den Leidenden leiden,

mit den Frohen dich freuen,

mit den Guten Gott loben

und preisen!

 

Zwei fatalen Haltungen begegnen

wir heute in unserer Zeit und

auch in den Reihen der Kirche

und unserer Gemeinden immer

wieder.

 

Die erste Haltung:

„Auf mich kommt es wirklich

nicht an!“

Die zweite Haltung:

„Was kann ich da schon machen!?“

Beide Einstellungen sind

verhängnisvoll.

Durch sie bleiben Menschen

im Abseits stehen. Zugleich

erwarten sie von anderen,

dass sie ihre Verantwortung

wahrnehmen.

Sie selbst leisten ihren Beitrag nicht,

wissen aber meistens

wie selbstverständlich, was die

anderen machen müssten.

 

Es kommt auf uns alle an.

Wir können etwas machen.

Das gilt für die Herausforderungen

in unserem persönlichen Leben,

in unseren Familien, in den Gemeinden,

in den Pfarreien, im Land,

in der Kirche, ja sogar

in der Welt.

 

Wo Menschen merken, dass es

auf sie ankommt und dass sie etwas

machen können, geschieht etwas

Wertvolles.

 

Es gibt Menschen, die nicht

über ihre Nasenspitze hinaussehen.

Sie werden über das Leben staunen,

wenn sie einmal auch den anderen

Menschen neben sich wahrnehmen.

Es gibt Menschen, die nicht

über die eigene Familie hinaussehen.

Eine Ermutigung, weiter zu sehen,

macht ihr Leben nicht enger,

sondern weiter. Das Leben

wird reicher durch Solidarität

mit anderen Menschen.

Es gibt Menschen, die nicht über

ihre Gemeindegrenzen hinaussehen.

Sie werden staunen, wenn sie entdecken,

wie groß doch die Welt ist.

 

Großartige Projekte

wie den Gotthard-Basistunnel

verdanken wir Menschen, die

nicht nur einen Tunnelblick hatten.

Weil Menschen die Einsicht

hatten, dass es auf sie ankommt

und sie da etwas machen können,

ist auch vor 154 Jahren

das Rote Kreuz entstanden.

Selbstverständlich sehen wir

die Not der Menschen in Kalkutta,

aber Mutter Theresa hat sich

zu ihnen auf den Weg gemacht.

Natürlich wissen wir um die

Not vieler Menschen mit der

Kirche. Aber Franziskus

hat damit begonnen, die Dinge

beim Namen zu nennen

und den Finger in die Wunden

zu legen, während viele ihm

lediglich applaudieren, aber

wenige ihn wirklich

unterstützen.

 

Menschen mit Tunnelblick

und fehlender Weit- und Umsicht

versuchen oft auch andere Menschen

einzusperren, abzuschotten

und zum Klagen zu bewegen.

Kurzsichtigkeit trägt zum

Elend in der ganzen Welt bei.

Weitsichtigkeit dagegen öffnet

die Augen für die anderen

und die eigene Verantwortung.

 

Das zitierte Gedicht endet

schließlich mit diesem Gedanken:

 

Licht wirst du nur sein,

wenn er, der Herr,

das Licht der Welt,

dein Licht ist.

 

Wie steht’s eigentlich

um die eigene Nacht,

um die Dunkelheiten in mir selber,

um die Finsternis in meiner eigenen Seele,

um all das Bedrückende,

das mir das Licht nimmt,

die Sonne,

die meinen Tag erhellen

will?

 

Wir können nicht nur Licht sein.

Wir sind auch darauf angewiesen,

dass uns das Licht geschenkt wird.

 

Das ist unsere Berufung,

dass wir einander Licht schenken.

 

Licht von Christus her.

 

Licht

in jedem Dunkel des Lebens.

Weil genau hier

das Licht begonnen hat

zu scheinen,

das ewige Licht:

in der Erbärmlichkeit der Krippe,

in dem göttlichen Kind,

das Retter ist

und Erlöser

und Heiland

und Gottes Sohn.

Licht der Welt.

 

der sagt ich bin

sagt uns ihr seid

der sagt ihr seid

sagt uns ich bin

das licht der welt.

Kurt Marti

 

Papst Franziskus sagt::

 

Ich lade jeden Christen

ein, gleich an welchem Ort

und in welcher Lage er sich befindet,

noch heute seine persönliche

Begegnung mit Jesus Christus

zu erneuern,

oder zumindest den Entschluss

zu fassen, sich von ihm finden

zu lassen,

ihn jeden Tag, ohne Unterlass zu suchen.

Es gibt keinen Grund,

weshalb jemand meinen könnte,

diese Einladung gelte nicht ihm,

denn niemand ist von der Freude

ausgeschlossen, die der Herr

uns bringt …

Wagen wir ein wenig

mehr die Initiative zu ergreifen.“

 

Licht werden wir nur sein

können, wenn er, der Herr,

das Licht der Welt,

unser Licht ist und wir anfangen

zu begreifen, dass es auf uns

alle ankommt und jeder etwas

machen kann, als Christ,

in Kirche, Gesellschaft und

Welt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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