thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Vision

2. Advent

 

 

Das Bild spricht

mich an :

„… Wolf und Lamm

wohnen beieinander.

Der Panther liegt beim Böcklein.

Kalb und Löwe weiden zusammen …

Der Löwe frisst Stroh, wie das Rind.

Der Säugling spielt vor

dem Schlupfloch der Natter.

Man tut nichts Böses mehr.

Man begeht kein Verbrechen

mehr…“

 

Ich frage mich:

Was bringt Jesaja

zu einem solchen Bild?

Welche Wünsche,

welche Sehnsüchte stecken

hinter seiner Vision?

 

Ich meine, dass sich

die Wünsche und Bedürfnisse

des Propheten nicht wesentlich von

unseren ganz eigenen Sehnsüchten

unterscheiden.

Jesaja erlebt, was auch wir jeden

Tag, wenn nicht in unserem

eigenen Alltag, dann durch

die Medien vermittelt,

erleben müssen:

 

Krieg.

Terror.

Zerstörung.

 

 

Hass.

Ungerechtigkeit.

Ausbeutung.

 

Klagen.

Sorgen.

Angst.

 

Diskriminierung,

Abweisung.

Zerrissenheit.

 

Auf Dauer hält das

kein Mensch aus.

Kein Prophet nicht.

Kein Volk nicht.

Auch wir nicht.

 

Denn der Mensch

sehnt sich in seinem

Herzen nach etwas

anderem. Er verlangt

in der Tiefe seiner

Seele nach:

 

Freude,

Verstehen,

Auskommen,

Miteinander,

Begegnung,

Vergebung,

Liebe,

Erfüllung,

Leben.

 

Jesaja

beschreibt es mit

den Worten: 

Erkenntnis,

Gerechtigkeit,

Gottesfurcht.

 

Was soll der Mensch

erkennen? Welche Einsicht

soll grundlegend sein für

sein Leben, das der anderen

und dieser Welt?

 

Grundlegend ist die

Feststellung, dass sich der

Mensch verdankt. Dass es

ihn gibt, das konnte er

nicht selber machen.

Das war der Plan eines

anderen. Der Mensch

ist eine Absicht Gottes.

Jeder von uns ist

eine Idee Gottes.

Und Gott will, dass

wir leben!

 

Unabhängig von

Hautfarbe,

Nationalität,

und Religion.

 

Aus dieser Erkenntnis

resultieren: der Wert,

und die Würde eines jeden

Menschen, seine Einzigartigkeit

und Einmaligkeit sowie

die Achtung vor

jedem Menschen

und dem Leben

überhaupt.

 

Das haben viele mittlerweile

vergessen. Stattdessen werden

der Wert des Lebens in Frage

gestellt; die Würde des

Menschen mit Füßen getreten

und Wertschätzung und Achtung

aus dem zwischenmenschlichen

Verhaltenskodex gestrichen.

 

So kann es nicht

weitergehen! So darf

es nicht weitergehen.

Da muss sich was ändern.

Im Menschen selber.

Von Mensch zu Mensch.

In der Welt.

Wesentliches.

 

Diese Einsicht teilen

viele unter uns.

Einsicht allein jedoch

reicht nicht aus.

Sie ruft nach Umsetzung.

Sie fordert Umkehr ein.

 

Der Prophet verlangt

nach Gerechtigkeit unter

den Menschen.

 

Was gerecht ist, bestimmt

zumeist der einzelne Mensch

selber, obwohl es durchaus

übergeordnete Instanzen

gibt, die für Gerechtigkeit

zu sorgen haben.

 

Gerecht geht es für

viele dann zu, wenn das,

worum es geht,

dem Menschen in

den Kram passt;

wenn der Mensch selber nicht

als Verlierer dastehen muss;

wenn er selber Nutzen aus

einer Sache ziehen kann.

 

Es geht schon lange nicht

mehr um Gerechtigkeit unter

Menschen.

Es geht vornehmlich

um Sieger und Verlierer.

Es geht um Gewinn und Verlust.

Es geht darum, sein Gesicht

zu wahren oder zu verlieren.

 

Die Erfahrung lehrt:

Im ständigen Kampf um

die vordersten Plätze

kann es nicht gerecht zugehen.

Korruption, Intrige und Betrug

erweisen sich als von vielen

anerkannte Mittel,

seine ganz eigenen Absichten

durchzusetzen und nach

vorne zu kommen.

Manche reden in diesem

Zusammenhang von einem

Kavaliersdelikt.

 

Mit der Gerechtigkeit

verliert auch die Ehrlichkeit

unter Menschen an Einfluss.

 

Gerechtigkeit, wie sie

Gott versteht, bedeutet

zuallererst Barmherzigkeit.

Am Ende zählt die Fähigkeit,

sich eines anderen erbarmen zu können;

die Bereitschaft zur Vergebung und

dass sich einer des anderen

annimmt, so wie es Gott

selber getan hat.

 

Die Liebe zu Gott,

Jesaja spricht von Gottesfurcht,

was auch so viel bedeuten kann,

wie dass ich Gott anerkenne

und seinen Willen achte,

macht die Haltung der

Barmherzigkeit möglich.

 

Paulus meint

in seinem Brief an die Römer:

„… nehmt einander an,

wie auch Christus uns angenommen

hat, zur Ehre Gottes.“

 

Wir sind von Gott angenommene

Menschen. Deshalb können und

müssen auch wir uns einander

annehmen, einer des anderen:

der Starke des Schwachen,

der Reiche des Armen,

der Frohe des Traurigen,

der Gesunde des Kranken,

der, der aufrecht steht, dessen,

der zu Fall gekommen ist,

der Versöhnte des Unversöhnten,

der, der den Weg gefunden hat

dessen, der nach Richtung, Sinn

und Orientierung sucht und

der Hoffende, des Zweifelnden,

dessen, der nicht vertrauen

und glauben kann.

Vielerorts wird solche

Nächstenliebe praktiziert.

Das ist wichtig.

Das ist richtig.

Das ist gut so.

 

Und auch das ist richtig:

Immer wieder gibt es

auch ein zu wenig an

Liebe zum Nächsten.

Der menschlichen

Absicht, Gutes zu tun,

werden durchaus auch

Grenzen gesetzt.

 

Eigensinn,

Eifersucht,

Neid, Habgier …

sind die Hindernisse.

 

Johannes der Täufer,

dessen Ruf uns auch

in diesem Advent erreichen

will, spricht von Umkehr.

„Kehrt um!“

 

Umzukehren könnte

in diesem Zusammenhang

bedeuten, auf eine neue

Weise Erkenntnis von Gottes

Absichten mit uns Menschen zu

erlangen.

Uns zunehmend die Haltung

der Barmherzigkeit zu eigen

zu machen.

Und schließlich Gott

zu fürchten, also seinem

Wort Vertrauen zu schenken

und seine Weisung

zu achten, die maßgebend

nur in dem einen besteht:

 

Einander zu lieben, wie

er uns geliebt hat.

Einander anzunehmen,

wie er uns angenommen hat,

in Christus Jesus.

 

Er bringt uns das Licht.

Er lässt uns verstehen.

Er macht uns heil.

Er schaut uns an.

Er macht uns zur

Liebe fähig.

In ihm fallen alle

Gegensätze und Widersprüche

unseres Lebens in sich zusammen.

 

Durch ihn kann wahr werden,

was der Prophet vor mehr

als 2500 Jahren in einem Bild zum Ausdruck

bringt und sicherlich und hoffentlich nicht

nur in mir Anklang findet:

 

„… Wolf und Lamm wohnen

beieinander. Der Panther liegt

beim Böcklein. Kalb und Löwe

weiden zusammen … Der Löwe

frisst Stroh, wie das Rind.

Der Säugling spielt vor

dem Schlupfloch der Natter.

Man tut nichts Böses mehr.

Man begeht kein Verbrechen

mehr… Denn das Land ist erfüllt

von der Erkenntnis des Herrn.“

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener