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Unverzichtbar - das Wort vom Leben

Joh 10,1-10

Leben in Fülle.

Das hört sich gut an.

Das klingt verlockend.

Danach sehnt sich

mein Herz.

 

Leben in Fülle.

Das bedeutet:

Leben In Einklang

mit mir selber, mit

all dem, was mich umgibt,

mit der Schöpfung und den

anderen Menschen,

mit Gott, der ein solches

Leben für mich will und

mich zu einem solchem Leben

einlädt, berufen hat.

 

Leben in Fülle,

das bedeutet aber auch:

Leben in Frieden und Freiheit,

Leben mit Hoffnung.

Geheiltes Leben, Leben

in Ganzheit, Leben

mit Zukunft.

 

Im ersten

Johannesbrief

lese ich den Satz:

„Die Liebe Gottes wurde unter

uns dadurch offenbart, dass Gott seinen

einzigen Sohn in die Welt gesandt

hat, damit wir durch ihn leben.“ (1 Joh 4,9)

 

Jesus ist der Garant eines

Lebens in Fülle. In Jesus hat uns

Gott selber ein solches Leben

zugesagt und viele, die ihm

begegnet sind, durften

es bereits erfahren.

 

Blinde,

Lahme,

Taube,

von der Gesellschaft

Ausgestoßene,

Sünder,

Suchende,

Zweifelnde,

verirrte Menschen.

 

Natürlich wissen wir auch

um die Momente, in denen Leben

in Fülle nicht erfahren wird.

Wir wissen um die Dinge, die

uns vom Leben abtrennen,

die uns schwer zusetzen

können und das Leben in Frage

stellen wollen. Das sind

Augenblicke, die uns

an diesem Leben,

an der Absicht Gott,

an Gott selber, gerne

verzweifeln lassen

wollen.

 

Sie nehmen uns gefangen.

Sie schränken und ein.

Sie lähmen und sie hindern uns.

Sie stehen uns im Weg.

Sie machen uns schwermütig:

 

Trauer,

Schmerz,

Krankheit,

Terror,

Krieg,

Sinnlosigkeit,

Weglosigkeit,

Einsamkeit,

Tod.

 

Sie einfach wegzureden,

schönzureden, würde der Wirklichkeit

menschlichen und irdischen

Lebens widersprechen, dem eben

wie Leben ist.

 

Es gibt diese

beiden Seiten des Lebens:

die helle und die dunkle,

die gute und die schlechte.

Leben in Fülle und Leben

in einer erschreckenden

Leere und Öde.

 

Wir bewegen uns immer

zwischendrin. Einmal bewegen

wir uns mehr auf diese und ein

anderes Mal mehr auf die

andere Seite zu. Aber nie

gibt es nur das Eine oder

das Andere.

 

Das ist die Wirklichkeit

des Lebens, die uns immer wieder

zu einer Herausforderung

wird und die uns vor die ganz

wesentlichen Fragen des Lebens

stellt.

 

Zum Beispiel diese:

Wie gelingt es mir, entgegen

der Widersprüche des Lebens,

an ein Leben in Fülle zu glauben,

auf es zu hoffen?

Wie vermag ich die Zusage

Gottes, dass er Leben für mich

will und dies in einer unbeschreiblichen

und noch nie dagewesenen Fülle,

in meinem Herzen zu verwurzeln?

Wer geleitet mich durch die

dunklen Schluchten meiner

kleinen irdischen Existenz

und führt mich wieder

zurück auf die grünen und

saftigen Weiden, an den Ort,

an dem meine Seele wieder

Ruhe und Erholung finden

kann und ich an Gottes Absichten

mit mir und meinem Leben

wieder glauben kann?

Wer stillt dieses

innere Verlangen?

 

Wir bewegen uns mit diesen

Fragen mitten in einem Gebet

des alten Israel, dem 23. Psalm.

Die Antwort gibt der Psalm

in einem Bild:

 

Gott ist es, der

dich führt.

Gott ist es, an dem du

dich festhalten darfst.

Gott ist es, der dir

die Angst nimmt.

Gott ist es, der dich

an der Hand nimmt

und dich deines Weges

lenkt.

Gott ist treu.

 

Treu wie ein Hirte.

Gut wie ein Hirte.

Besorgt wie ein Hirte.

Sich kümmernd wie

ein Hirte, der nur das

Beste für seine Schafe

will und dem jedes einzelne

Schaf gleich wichtig ist.

 

In Jesus selber

grenzt er sich

von all dem anderen ab,

das Leben in Frage

stellen will.

Er ist die Tür

zu Gott und dem von

ihm verheißenen Leben.

In ihm distanziert

er sich von all dem, was das

Leben vernichten und

zerstören will:

Schuld,

Versagen,

Krankheit,

Mord.

 

Selbst dem Tod schiebt

er in der Auferstehung

Jesu einen Riegel vor.

Um im Bild zu bleiben:

Als guter Hirt ist er bereit,

den Menschen

durch dessen Sterben und

Tod, durch die Dunkelheit

der Nacht eben,

auf eine lichte Au zu führen,

wo der Mensch

sein Zuhause finden darf,

Leben in Fülle

für ewig.

 

Das ist die Hoffnung,

die wir mit dem guten Hirten

verbinden.

Das ist der Glaube, der uns

Christen zu eigen ist.

Und:

Dass er, Gott, unser Sehnen,

unseren Durst nach einem Leben

in Fülle, stillen wird.

Es trifft zu, was wir

im Lied besingen:

„Als guter Hirt ist er

bereit, zu führen uns

auf seine Weid.“ (GL 144,3)

 

Chris Doepgen, Benediktinerin,

schreibt einmal mit dem Blick

auf das Hirtenmotiv

dieses Sonntags:

 

„Hirtenbilder-

schön sind sie, aber entbehrlich.

Unverzichtbar nur ist die Stimme

und das Wort vom Leben

in Fülle.“

 

Dazu ist er gekommen,

damit ein jeder es haben sollte,

das Leben in Fülle, durch ihn:

Christus, Jesus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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