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Schauen in neuer Weise

Joh 17,1-11

Geschafft!

Oder, um es geziemter

und frommer auszudrücken:

„Sein Werk auf Erden

ist vollbracht!“

 

Jesus, der Mensch wurde,

der unter Menschen gelebt hat

und dessen einziges Ansinnen es

gewesen war, den Menschen

Gott und seine Absichten

nahezubringen, ist in den Himmel

aufgefahren; an den Ort zurückgekehrt,

wo alles seinen Anfang genommen

hatte, zu Gott, seinem Vater.

 

Die Jünger selber hängen jetzt

dazwischen. Sie haben das Alte

verloren, die vertraute Begegnung

mit Jesus, seine unmittelbare

Nähe.

 

Das Neue deutet sich vorsichtig an,

durch Jesu Worte zunächst und in

der Verheißung eines anderen

Beistands, des Geistes, der alles

durchdringen und erfüllen

wird und Jesus auf eine neue,

noch nie dagewesene Weise

präsent sein werden lässt.

 

Dieses Dazwischenstehen,

zwischen dem Abschied Jesu

und der zugesagten Gabe des

Heiligen Geistes, muss erst einmal

bewältigt werden.

Vertrautes ist den Jüngern

genommen. Sie haben zu lernen,

sich auf eine ganz neue Weise

der Begegnung mit Jesus einzulassen,

anders als zuvor eben, geistlicher.

 

Damit kommt nicht jeder klar.

Einfacher ist es, Jesus von Angesicht

zu Angesicht zu begegnen. Ihn

als Menschen in körperlicher

Gestalt vor sich zu sehen

und ihn zu begreifen.

 

Nun aber geht es darum,

Jesus auf eine neue Art kennenzulernen,

jenseits der Grenzen von Raum und Zeit;

in geistiger Form eben.

Das gilt noch mehr für uns heute,

als für die Jünger damals.

 

Es ist der Geist, der fortan bewirkt,

dass ein ganz persönlicher Zugang

zu einer Person möglich ist,

die vor über zweitausend

Jahren gestorben, auferstanden

und jetzt im Himmel ist.

 

Ist das zu verstehen?

Zumindest bleibt es eine

Herausforderung für jeden,

der an Jesus glauben möchte.

Ihr sich zu stellen, darauf käme

es nach Jesu eigenen Worten an,

weil das das Leben bedeutet:

 

„Das ist das ewige Leben:

dich, den einzigen wahren Gott,

zu erkennen und Jesus, den du

gesandt hast.“ (Joh 17 ff)

 

Jesus wird erkannt im

Wirken des Geistes.

In ihm ist er uns Menschen

nah. In ihm setzt er sein

Werk fort, für uns, mit

und auch durch uns,

jeden eben, der sich

von diesem Geist erfüllen

und antreiben lassen

will:

 

Der einzelne Mensch.

Die Gemeinde.

Die Kirche.

 

Spuren des Geistes in dieser

Welt, sind die Spuren, die Jesus

auch heute noch unter uns

hinterlässt:

 

Wenn wir die Welt nach einem

Ausbruch von Verzweiflung

mit neuen Augen sehen;

wenn Klarheit an die Stelle von

Verwirrung und Zweifel tritt;

wenn Freude die Langeweile

vertreibt; wenn Harmonie

Konflikte auflöst;

wenn der Glaube an das

grundsätzlich Gute im Menschen

Zynismus und Pessimismus in Bezug

auf die menschliche Natur tilgt,

erleben wir das Wirken des Geistes,

begegnen wir Christus selber.

 

 

Wo immer zwei oder drei

in seinem Namen versammelt

sind, beim Feiern der Eucharistie,

beim Lesen des Evangeliums,

unter Freunden und bei guten

Werken ist er präsent.

 

Georg Bydlinski schreibt

sehr treffende Worte für das,

was jetzt ist:

 

Mit neunen Bildern,

mit alten Bildern

kreis ich dich ein.

Doch du bist anders:

Immer entkommst du.

 

Mit lauter Stimme

und leise flüsternd

geb ich dir Namen – Vater, Gott.

Doch namenlos

umschließt du alles.

 

An deiner Größe

zerschellen die Worte.

Und doch: Jede Scherbe

meiner hilflosen Rede

ist geborgen

in dir.

 

Die Größe Gottes, der in

drei Personen doch Einer ist, gilt

es fortan wahrzunehmen und

zu erkennen in dem Wirken

seines Geistes, den Jesus uns

hinterlässt und der uns unentwegt

umgibt und in uns atmet.

 

Laurence Freemann

meint, wenn es um die

Anwesenheit Jesu im Geist

geht:

 

Der Heilige Geist ist nicht

vorstellbar. Man kann ihn nicht

ermessen, man kann ihm keinen

Anfang und kein Ende zuschreiben.

Jesus sagt, er ist wie der Atem oder

wie der Wind, der frei ist, zu wehen,

wo er will.

Man kann ihn hören und

auf der Haut spüren, aber man kann

ihn nicht definieren, analysieren

oder seinen Kurs planen.

Der Heilige Geist ist nicht

in uns eingesperrt, wie ein Flaschengeist.

Er ist die Luft, die wir einatmen

und ausatmen. Er verleiht und die

Fähigkeit zur Selbsttranszendenz.

Verstand, Gemüt und Körper

des Menschen sind so vom

Heiligen Geist durchdrungen

und umgeben, wie der Fisch

vom Meer – und wie das Meer

durch den Fisch fließt.

Wir atmen Geist,

sowie Geist uns atmet.

 

Wer vom Heiligen Geist

spricht, der redet von Jesus Christus.

Wie der Geist bleibend in uns ist,

so wohnt Jesus Christus selber

in uns und bleibt uns nah.

 

Bis zum Ende, bis zu dem Punkt,

wo sich der Urknall wieder umkehrt,

wird der Heilige Geist das Medium

bleiben, durch welches das Mitgefühl

Jesu bis in die kleinste Einzelheit

menschlicher Not und menschlichen

Leidens hineinreicht. Durch den Geist

setzt Jesus fort, was er einst auf

Erde begonnen hat.

 

Wir atmen Christus,

sowie Christus uns atmet.

 

Das Herabkommen des Heiligen

Geistes an Pfingsten verbindet

uns mit der Gegenwart

Jesu. Der Geist ist es,

der Jesus auf neue Weise

in unserem Leben und

dem Leben dieser

Welt präsent sein lässt.

So gilt auch nach Ostern

und Pfingsten, was wir im

Glauben bekennen:

 

Jesus lebt!

In uns.

Durch uns.

Mit uns.

 

Ich wünsche uns die geistige

Wachheit, mit der Jesus geschaut

werden kann, was durchaus eine

Herausforderung bedeutet,

angesichts der chronischen

Unachtsamkeit von Menschen

in unserer Zeit, auch und gerade

dem Göttlichen gegenüber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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