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Keiner ist so wie er sollte

 

Keiner von uns ist

ohne Fehl und Makel.

Das Leben verläuft nicht

immer richtig, immer wieder

auch in die falsche Richtung und sehr oft

steuern wir hierzu unseren

ganz eigenen Teil bei.

 

Wir verstricken uns

in Schuld. Wir werden

aneinander schuldig.

Provozieren Spannungen,

Missverhältnisse, Konflikte

und Auseinandersetzungen.

So wird das Leben belastet

und der Umgang miteinander

auch.

 

Vergebung ist

eine grundlegende

Haltung, zu der Menschen in

der Lage sein müssen, wenn

das Leben wieder in geordneten

Bahnen verlaufen soll,

wenn Menschen wieder aufeinander

zu gehen sollen, wo sie zuvor

Mauern und Gräben voneinander

entfernten und trennten.

 

Keiner von uns kommt

eben ohne sie aus,

die Vergebung und den

mit ihr verbundenen

Neuanfang.

 

 

Doch einander zu vergeben,

das fällt nicht immer und nicht

jedem leicht. Vergebung kostet

auch Kraft und Überwindung.

 

Wer macht nun den ersten

Schritt auf den anderen zu?

Ich? Der andere?

Falscher Stolz und Gekränktsein,

stehen Menschen sehr oft im Weg,

wenn es darum geht, Vergangenes

zu lassen und sich auf einen Neuanfang

zu konzentrieren und zu besinnen.

 

Zu tief sitzt bisweilen auch

der Schmerz über zu Unrecht

Erfahrenes, Demütigendes

und Verletzendes.

Damit Wunden heilen braucht

es Zeit. Manche Wunden

heilen aber auch nie.

 

Und dennoch: Wirklich frei,

wird ein Mensch nur dann,

wenn er in der Lage ist, zu

vergeben: Sich selber.

Anderen.

 

Die nicht verwirklichte

Vergebung, belastet das Herz;

reißt einen Menschen innerlich

auseinander; lässt ihn niemals

wirklich zu Ruhe kommen.

 

Die Bereitschaft zur Vergebung

schafft Frieden und Heilung.

Daher ist sie so wesentlich

für unser Leben.

Wem hätte ich zu vergeben?

Von wem erhoffe ich mir

Vergebung und wofür?

Was hindert mich an

dem ersten Schritt

auf den anderen

Menschen zu?

Und schließlich:

Was wäre möglich

durch Vergebung?

Oder:

Was habe ich mir

selber zu vergeben?

 

Die Bereitschaft grenzenlos

zu vergeben, macht die Haltung

und Einstellung unseres Gottes

aus.

 

Niemand, der sich in seinem

Leben verrannt haben mag,

muss damit rechnen, von

Gott verstoßen zu werden.

Im Gegenteil.

 

Gott läuft auf den

Menschen zu. Er rennt

ihm in seiner Barmherzigkeit

entgegen. Umarmt ihn.

Drückt ihn an sein Herz

und lässt alles wieder

gut sein.

 

Es hat etwas mit

Gnade zu tun, wenn Menschen

Vergebung erfahren. Es hat

mit Gott zu tun, der in jedem

und durch jeden von uns

vergebend in dieser Welt

am Wirken ist.

 

Denn das ist seine Absicht:

Dass der Mensch

und mit ihm die Welt in

Frieden seien. Einen Frieden,

wir er nur durch Vergebung

entstehen kann und durch

das Wirken der göttlichen

Gnade.

 

Von Frieden ist diese

Welt weit entfernt.

Die Bereitschaft zur

Vergebung bestimmt nicht

in Übermaßen den Umgang

miteinander. Auf der großen

Bühne der Welt geht es

zuvörderst um Macht,

Stärke und Einfluss.

Vergebung scheint dabei

wie eine Schwäche zu

wirken. Vor dieser

vermeintlichen Blöße

will man sich

bewahren.

Stattdessen lässt

man die Muskeln spielen

und macht sich und den

anderen etwas vor,

während Menschen allerorts

in Angst und Sorge

um ihre Zukunft

bangen.

 

Doch wie viel an

Begegnungen und Verbindungen

unter Menschen

und Ländern und Nationen

und auch Religionen

ist bereits durch Vergebung

entstanden?

 

In einem fruchtbaren

Moment des Dialogs befänden

sich zur Zeit Juden und

Katholiken. Ihr Verhältnis werde

immer freundschaftlicher

und brüderlicher, war

in diesen Tagen in Christ

in der Gegenwart zu lesen.

Man verschweige zwar nicht

die theologischen Unterschiede

zwischen den Religionen,

bekunde aber den Wunsch

nach mehr Zusammenarbeit.

 

Wo immer Menschen

aufeinander zugehen und

zur Vergebung die Hände

reichen, hat Gott seine

Hand mit im Spiel;

dort verwirklicht sich

Jesu Ansinnen, dass

alle eins seien, wie

er und der Vater

eins sind.

 

Wo immer Menschen

aufeinander zugehen und

zur Vergebung die Hände

reichen, gewinnt die Liebe

Gottes Raum, die schließlich

die Ordnung schafft, die

unter Menschen herrschen

soll und sie miteinander

bestehen lässt.

Wie ernst es Jesus selber

mit der Vergebung unter

Menschen ist, macht er

durch die Erzählung vom

undankbaren Diener

deutlich.

 

Das Gleichnis steht im

Evangelium als eine Illustration

für die Weisung Jesu, seinem

Nächsten aus ganzem Herzen

zu vergeben, weil Gott bereits

jedem von uns vergeben

hat.

 

Vor Gott sind wir alle stets

die, die ihre Schuld nicht bezahlen

können.

 

Was wir uns an Fehlverhalten

in diesem Leben leisten und ferner

noch leisten werden,

das können wir eigentlich

nie wieder gut machen.

Wir müssen es auch nicht,

denn dafür hat bereits

Gott gesorgt.

 

Unsere Schuld hat er

durch Jesus Christus

wieder gut gemacht.

In ihm haben wir alle

die Vergebung

unserer verkehrten

Haltungen und Taten,

die Verzeihung unserer Schuld.

Müsste diese Erfahrung nicht

auch unser eigenes Herz

öffnen und weitmachen

im Umgang mit unseren

Nächsten und auch

im Umgang mit uns

selber?

 

„Barmherzigkeit will

ich, nicht Opfer!“ (Mt 9,13),

heißt es im Evangelium.

 

Keiner müsste mehr länger Opfer

sein und bleiben, wenn der

Wille zur Vergebung unter

Menschen wachse

und endlich Gestalt annehmen

würde in einer Welt und

unter Menschen, die selber

so sehr der Vergebung

bedürfen.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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