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Keine Angst vorm Leben

Mt 25,14-30

 

Die Geschichte

ist bekannt.

Und ihr Ausgang auch.

Die einen bekommen noch

was dazu.

Der andere knirscht am

Ende mit seinen Zähen

und bleibt im Dunkeln

stehen.

 

So ist das Leben.

Der eine, der macht was draus.

Er hat ein geschicktes Händchen

und lässt sich herausfordern.

Der andere weiß nichts

mit seinem Leben anzufangen,

vergräbt sich lieber

und bleibt auf der Strecke.

Pech gehabt.

 

Dabei könnte das Leben

so herausfordernd schön sein,

wenn es diese Angst nicht gäbe,

das Leben zu verfehlen,

Falsches zu tun,

den Anforderungen, die das Leben

an einen stellt, sich nicht gewachsen

zu sehen.

 

Nicht wenige leiden darunter

und reagieren mit einer tiefen

Lebensdepression darauf.

 

Dabei hat Gott es sich sicherlich ganz

anders vorgestellt, als er den Menschen

ins Leben rief:

Leben soll der Mensch.

Sich am Leben erfreuen, soll sich der Mensch.

Das Leben als eine Chance begreifen,

immer mehr zur Erfüllung gelangen,

soll der Mensch.

 

Von Angst ist dabei keine Rede.

Auch nicht davon, dass

Gott menschliches Unvermögen und Versagen

nachtragen würde.

 

Im Gegenteil:

Gott freut sich mit denen,

die das Leben genießen,

die etwas aus ihrem Leben machen,

denen es gelingt, dem Leben auf

die Spur zu kommen und dieser

Spur konsequent zu folgen.

 

Dass dabei auch einmal

was schief gehen kann,

das hat er eingeplant,

mehr als wir selber.

Und das rückt er auch

wieder gerade.

Das richtet er

wieder hin.

In Christus

vollendet er das Gute,

das wir in diesem Leben

begonnen haben.

 

Woher also diese Angst

vor dem Versagen?

Woher also diese Angst

vor dem Leben?

Woher also diese Angst

vor Gott?

 

Ist es, weil es an Vertrauen fehlt?

Ist es, weil es an Selbsterzeugung mangelt?

Ist es, weil der Mensch meint,

ein Perfektionist sein zu müssen

und sich keine Fehler

und Schwächen zugestehen kann?

Klar: Manch ein Fehler

kann verhängnisvoll sein.

Er kann alles kosten.

Sogar die eigene Existenz.

 

Aber niemand ist tatsächlich perfekt.

Sie sind es nicht

und ich bin es auch nicht.

Soll ich daran zerbrechen?

 

Wir sind unzulänglich

und wir bleiben es.

Wir haben unsere Grenzen.

Wir kennen das Limit.

Und Gott kennt es auch.

Und er rechnet damit.

Die Frage ist nur,

ob wir mit ihm rechnen?

 

Dadurch könnte sich vieles entkrampfen

und uns sicherlich auch leichter von der Hand

gehen.

Die Angst vor dem Leben und dem,

was es für uns bereithält, wäre

mit Sicherheit auch nicht mehr

so überwältigend und lähmend

für den, der vertraut,

auf Gott vertraut und darauf,

dass er schützend seine Hand

auf unser Bemühen um

das Leben legt.

 

Möglicherweise meinen Sie:

Das hört sich alles so leicht an.

Das hört sich alles so toll an.

Der hat gut reden.

Doch weiß er auch,

wovon er redet?

 

Ich habe gut reden,

weil ich weiß wovon

ich rede und dass

es ohne das tiefe Vertrauen

in meinen Gott,

der mich fest in seinen Händen

hält nicht geht.

 

Mein Leben hat mich dieses

Vertrauen gelehrt und die vielen

Erfahrungen, die ich machen

durfte und zu einem großen Teil

auch machen musste.

 

Glauben sie,

dass Sie selber dieses Vertrauen

wählen können?

 

„Wie machst du das?“

So fragen manchmal die Menschen,

die sich als Opfer der Welt sehen.

Sie spüren dem anderen an,

dass etwas anderes geschieht

als in ihrem Leben.

 

Manchmal fügen sie der Frage

noch eine andere, eine zweite Frage

hinzu: „Hast du denn keine Angst?“

Und der andere gibt zur Antwort:

„Ja, ich habe Angst,

vielleicht so viel Angst wie du.

Genau so, wie ich mich verbrenne,

wenn ich in eine Flamme fasse

oder wie ich nass werde,

wenn ich im Regen stehe.

Ich habe Angst,

aber wenn ich dadurch etwas

über die Welt lerne,

bin ich bereit,

die Angst in Kauf zu nehmen.

Ich will keine Angst vor der

Angst haben.

Ich will mich auf mein Vertrauen

konzentrieren.

Ich bin nicht anders als du.

Angst zu haben ist menschlich.

Aber in der Ängstlichkeit

zu verharren, ist etwas,

wogegen ich mich entscheiden

kann.“

 

Glauben sie,

dass Sie selber dieses Vertrauen

wählen können?

 

Ich bin sicher:

Dabei lernen Sie nicht

nur etwas über die Welt.

Noch mehr über Gott.

Und eine ganze Menge

über sich selber.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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