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In jedem Augenblick getragen

Silvester und Neujahr

 

Das Jahr neigt sich seinem

Ende zu. Es gibt manche unter

uns, die würden es am liebsten

ganz streichen und vergessen

wollen.

Zuviel sei geschehen, das

die vergangenen Monate

zu einer sehr belastenden Zeit

gemacht hätte, meinen sie.

 

Kriege,

Umweltkatastrophen,

Flüchtlinge,

Brexit,

Wahlen,

Anschläge,

Gewalt,

Terror …,

ganz zu schweigen von den ganz

eigenen und persönlichen

Schicksalsschlägen, die sie

am eigenen Leib erfahren

mussten.

 

Nun wissen wir alle,

dass man die Zeiger der

Uhr nicht zurückdrehen kann.

Was geschehen ist, ist geschehen.

Es bleibt. Es ist unwiderruflich,

hineingeschrieben in das

Buch des Lebens.

 

Darin sollte schon alles,

wirklich alles, seinen Platz

haben:

 

Das Schöne und das Gute.

Denn auch das konnten viele

in dem zurückliegenden Jahr

erfahren.

Das Schreckliche und

das Unbegreifbare.

Die Freude und das Leben.

Die Trauer und die Angst.

Das Sterben und der Tod.

Eben all das, was Leben

ist und ausmacht, auch wenn

uns manches daran überhaupt

nicht gefallen will.

 

Das Leben ist eben so:

Es bewegt sich in dieser

Spanne von Glück und Unglück,

von Erfüllung und Unerfülltsein.

Wer uns etwas

anderes glauben machen

möchte, der hat entweder

das Leben nicht begriffen,

oder macht sich selber

und anderen

etwas vor.

 

„Ehrlichkeit mit sich

selbst und der Wirklichkeit

ist Gottes Weg zu einer

allgemein zugänglichen Gnade,

weil wir alle erleben, dass

unser Leben von Zeit zu Zeit

mit Widerstand, Problemen,

„neagtiven“ Erscheinungen,

Sünde und Scheitern,

Tratsch und Angst, Schmerz

und Krankheit belastet wird

- und vor allem mit der letzten

Verleugnung, dem Tod“,

sagt Richard Rohr.

 

Die folgende Bitte spricht in

die Wirklichkeiten, die positiven

wie die negativen, des alten

Jahres hinein. Sie nimmt

auch die kommende

Zeit in ihren Blick:

 

„Herr, lehre uns, alles,

anzunehmen und dazu Ja

zu sagen.

Herr, lehre uns, zu tragen

und auszuhalten, was uns

an Schwerem aufgeladen wird.

Herr, lehre uns das Vertrauen

in die Macht Gottes, des Vaters,

der auch die dunklen Stunden

in die Freude eines neuen

Lebens und eines neuen

Aufbruchs verwandeln kann.

Herr, lehre uns die innere

Freude der Auferstehung

mit anderen zu teilen

und unser Leben in der

frohen Erwartung zu

gestalten, dass du

alles zum Guten wenden

kannst und wirst.“

 

Eine Person, der diese

betende Haltung gelungen zu sein

scheint, ist für mich

Maria.

 

Zweifelsohne war ihr

Leben von Gott gesegnet

gewesen. Sie hatte, wie

es die Schrift sagt, „Gnade

bei Gott“ gefunden.

Das ersparte ihr jedoch

nicht die vielen Herausforderungen

und Schicksalsschläge, die ihr

das Leben zu gemutet hatte.

 

 

Schon die erste Begegnung

mit dem Engel, der ihr die Geburt

des Messias verheißt, bringt

für sie vieles durcheinander.

Von alldem, was mit ihr

und ihrem Leben geschehen

sollte, hatte sie keine Ahnung.

Doch sie hatte Vertrauen,

unendlich großes Vertrauen,

dass Gott selber das Gute,

das er mit ihr beginnen,

auch vollenden würde.

 

Maria kannte alles,

was auch wir kennen und

sehr oft unter großen und

belastenden Prüfungen

für unseren Glauben,

unsere Beziehung zu

Gott zu bestehen haben:

 

Da ist die Angst um den

Sohn, der ganz plötzlich nicht

mehr aufzufinden war.

Da sind der Kummer und

die Sorge um Jesus, wenn er

sich immer wieder mit dem

Gesetz und seinen Vertretern

auseinandersetzt und sich

so ganz anders verhält, wie

sie es sich vielleicht erhofft

hatte.

Am Ende ihres Lebens

steht sie unter dem Kreuz

und erlebt den Tod ihres

Sohnes. Etwas Schreckliches

für jede Mutter.

 

Ihre Geschichte lehrt mich,

dass Gott mir die Herausforder-

ungen des Lebens nicht erspart.

Dass er mich aber sehr wohl

durch sie hindurch begleitet,

was ich irgendwo auch von

ihm erwarten möchte.

 

Blicken Sie selber

nochmals auf das Vergangene

zurück. Machen Sie für sich

die Momente aus, die für Sie

schwer zu ertragen gewesen

waren. Können sie die Spuren

Gottes in ihrem Leben

und in den Prüfungen, die das

Leben für Sie bereitgehalten

hat, erkennen?

 

„In den Augenblicken,

in denen du geglaubt hast,

dass ich dich verlassen hatte,

da habe ich dich getragen“

lautet der Schlusssatz

einer vielen unter uns

bekannten Geschichte.

 

Kommt es nicht

genau darauf an?

Nicht auf das, was uns

das Leben immer wieder

zumuten möchte und was

wir in den wenigsten Fällen

wirklich beeinflussen können,

sondern auf die Tatsache, dass wir

uns in jedem Augenblick unseres

Lebens, uns von Gott getragen

und gehalten wissen dürfen?

 

Dieser Glaube, diese Hoffnung,

und auch die Erwartungen in meinen

Gott, die der Glaube in mir wachrufen,

lassen mich ganz anders durch mein

Leben gehen und es auch

begreifen und bestehen.

 

Am Ende ist es immer

wieder dieser Glaube, der

uns in den vielen Widersprüchen

und Gegensätzen des Lebens

vor dem völligen Untergang

bewahrt.

 

Vom Bewahren ist auch

im Evangelium die Rede:

„Maria aber bewahrte alles,

was geschehen war, in

ihrem Herzen und dachte

darüber nach.“

 

Was möchten wir uns

aus dem zu Ende gehenden

Jahr bewahren?

Worüber wollen

wir nochmals nachdenken?

Was gab es an Gutem?

Was ist schlecht gelaufen?

Wofür möchten wir

Gott danken?

 

Und schließlich,

was wünschen wir uns

von ihm in diesem

vor uns liegenden Jahr?

Wobei meinen mir,

dass wir seinen Beistand

am Dringendsten brauchen

werden?

Was soll vielleicht sogar

anders werden in unserer

Beziehung zu ihm?

 

Mein Wunsch an Sie ist:

Ganz gleich, welche Wege

das Leben für Sie bereithalten

wird, ganz gleich, welche Höhen

und Tiefen sie auch künftig

zu bestehen haben, bewahren

Sie sich Ihren Glauben.

Lassen Sie sich nicht verunsichern.

Halten Sie an Gott fest.

Vergewissern Sie

sich immer wieder seiner

Gegenwart und Nähe.

Halten Sie ihm die Treue,

so wie er Ihnen die Treue

halten wird. Ganz gewiss!

Gott wird uns nicht enttäuschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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