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Gott macht alles gut

Röm 8,28-30 / Mt 13,44-46

Diese Worte, sie

gelten für Zeit und Ewigkeit.

Unverrückbar stehen sie

fest. Hinter sie gibt es

kein Zurück mehr.

 

„Wir wissen, dass Gott

bei denen, die ihn lieben,

alles zum Guten führt.“

 

Grundlegendes bringt

Paulus der Gemeinde in

Rom gegenüber ins Wort.

Wesentliches, das die innere

Einstellung und Haltung

des Christen gegenüber

dieser Welt und dem

Leben bestimmen

soll.

 

Und die ist Hoffnung.

Und die ist Glauben.

Und die ist Liebe.

 

„Wir wissen, dass Gott

bei denen, die ihn lieben,

alles zum Guten führt.“

 

Ist es nicht ein himmelweiter

Unterschied, ob ich mein

Leben in dieser Zuversicht

und Erwartung lebe oder

nicht?

 

Es war einmal ein Vogel.

Der lag den ganzen Tag mit

dem Rücken auf dem Boden

und hielt die Füße ausgestreckt

gegen den Himmel. Ein anderer

Vogel sah dies und fragte ihn:

 

„Warum liegst du den ganzen

Tag mit ausgestreckten Füßen

auf deinem Rücken?“

„Nun“, sagte der andere,

„ich trage mit meinen Füßen

den Himmel. Wenn ich sie wegnehme,

dann stützt der Himmel über mir ein.“

In diesem Augenblick löste

sich vom Baum ein kleines Blatt.

Der Vogel erschrak so sehr

davor, dass er aufsprang

und wegflog.

Und der Himmel?

Der Himmel blieb

natürlich an seinem

Platz.

 

Wer meint mit seinen

Füßen den Himmel tragen zu,

müssen, damit dieser nicht über ihm

zusammenfällt, der verliert

die Freude am Leben,

den Sinn für das Schöne

und das Gute, der überfordert

sich selber und andere dazu

und muss vor den großen

Herausforderungen

des Lebens immer wieder

kapitulieren.

 

Wer dagegen darauf

vertraut, dass der Himmel

über ihm hält, der ist frei in

seinem Element, unverkrampft,

kann sich den Aufgaben

des Lebens stellen, für den

gewinnt das Leben eine ganz

andere Qualität, der weiß

sich zudem getragen,

gehalten und geborgen.

 

 „Wir wissen, dass Gott

bei denen, die ihn lieben,

alles zum Guten führt.“

 

Gott zu lieben bedeutet

darauf zu vertrauen,

dass er selber den Himmel

über uns tragen wird.

Gott zu lieben bedeutet,

damit zu rechnen, dass

er da ist, wenn wir meinen,

dass das Leben über uns

zusammenbricht.

Gott zu lieben bedeutet,

sich loszulassen, immer

wieder aufs Neue,

auf ihn hin, weil

er uns auffängt

und hält, Grund

zur Hoffnung

schenkt.

 

Noch einmal

meine Frage von eben:
Ist es nicht ein himmelweiter

Unterschied, ob ich mein

Leben in dieser Zuversicht

und Erwartung lebe oder

nicht?

 

Wem es gelingt, aus dieser

Zuversicht sein Leben zu leben,

und auch den niederschmetternden

Momenten in dieser Haltung zu

begegnen, der hat einen wahren

Schatz gefunden, einen inneren

Reichtum, den ihm nichts

und niemand so leicht

nehmen kann.

 

Es gibt unter uns Menschen,

die sich selbst in größter

existentieller Not diese

Haltung zu bewahren

wussten und damit

viel Leid und Schmerz

überwunden haben.

 

Für sie hat sich der Glaube,

dass Gott den Himmel hält,

und selbst in der größten

Not nicht über

ihnen einstürzen lässt,

bewahrheitet.

 

Sehr einprägsam

ist in diesem Zusammenhang

ein Wort Dietrich Bonhoeffers,

der aus seiner Todeszelle

heraus jene Zeilen schreibt:

 

Ich glaube, dass Gott aus

allem, auch aus dem Bösesten,

Gutes entstehen lassen kann

und will. Dafür braucht

er Menschen, die sich alle Dinge

zum Besten dienen lassen.

 

In vermeintlich verfahrenen

und ausweglosen Momenten

wird beim Coaching oder

in der Supervision von

Menschen die Frage

gestellt, was das Gute

an dieser momentanen

Situation ist.

Diese Frage soll eine

andere Perspektive

ermöglichen und verdeckte

Kräfte mobilisieren.

 

Ich habe mich persönlich

rückblickend immer wieder gefragt,

was für mich das Gute an einer

Krankheit gewesen war,

die mich vor mehr als

10 Jahren eingeholt

hatte.

 

Nun, ich habe einzusehen

gelernt, dass ich nicht selber

den Himmel über mir tragen

kann und auch nicht

muss.

Ich habe gelernt,

auf einen anderen, viel

Größeren über

mir, auf Gott, zu vertrauen, der

es grenzenlos gut mit

mir meint und sich alles

in Dienst nehmen kann,

damit mein Leben

Sinn erhält und Fülle.

 

Ich habe gelernt, daran

zu glauben und darauf

zu vertrauen, dass Gott

wirklich bei denen, die ihn lieben,

alles zum Guten führt.“

 

Dietrich Bonhoeffer schreibt:

 

In einem solchen Glauben

müsste alle Angst vor der Zukunft

überwunden sein.

 

Recht hat er.

Und er behält Recht,

auch wenn ich selber

immer wieder mit meinem

Kleinglauben zu kämpfen

habe. Denn Momente, in

denen ich glaube, den

Himmel doch selber

tragen zu müssen,

bleiben mir trotzdem

nicht erspart. -

Nur weiß ich jetzt

ganz anders damit

umzugehen und versuche

immer wieder auf Gott

zu vertrauen, mich

auf ihn hin loszulassen.

 

Und noch ein weiteres gibt

Bonhoeffer zu bedenken:

 

Ich glaube, dass Gott

uns in jeder Notlage so viel

Widerstandskraft geben will,

wie wir brauchen.

Aber er gibt sie uns nicht

im Voraus, damit wir uns

nicht auf uns selbst, sondern

allein auf ihn verlassen.

Ich glaube, dass auch

unsere Fehler und Irrtümer

nicht vergeblich sind,

und dass es Gott nicht

schwerer ist, mit

ihnen fertig zu werden,

als mit unseren

vermeintlichen

Guttaten.

 

Menschen, die

sich nicht einbilden,

den Himmel selber tragen

zu müssen, die sich vielmehr

ganz auf Gott verlassen

können, haben in meinen

Augen den großen Schatz

gefunden, von dem das

Evangelium erzählt.

 

Es geht darum, diesen

Schatz sich entweder

zu bewahren oder zu lernen,

ihn in seinem eigenen Inneren

zu finden.

 

Auf alle Fälle

ist er im Acker unseres

Lebens verborgen und

da. Er will von uns gefunden

und entdeckt werden.

 

Das Leben selber

lädt uns mit seinen

oft herausfordernden

Momenten dazu

ein, die Haltung

des inneren Vertrauens

einzuüben und dabei

immer mehr zu entdecken,

dass es Gott es, der hält

und trägt, vor dem Bösen

bewahrt und alles

zum Guten führt.

 

Der Jesuit Willi Lambert

hat ein wunderbares Segens-

gebet verfasst:

 

Gott, öffne mir die Augen,

mach weit meinen Blick und mein Interesse,

damit ich sehen kann,

was ich noch nicht erkenne.

 

Gott, öffne mir die Ohren,

mach mich hellhörig und aufmerksam,

damit ich hören kann,

was ich noch nicht verstehe.

 

Gott, gib mir ein vertrauensvolles Herz,

das sich deinem Wort und deiner Treue überlässt,

und zu tun wagt, was es noch nicht getan hat.

 

Gott, ich weiß, dass ich nur lebe,

wenn ich mich vor dir rufen

und verändern lasse.

 

Ich wünsche uns allen ganz

viele Erfahrungen, die uns

erleben lassen, dass der

Himmel über uns trägt,

weil Gott ihn hält, der auch

in unserem Leben alles

zum Guten führen will.

 

Und dass wir uns diese

Erfahrungen und den Glauben,

den sie in uns bewirken wollen,

bewahren können, wie den kostbaren

Schatz oder die kostbare Perle

im Acker, das wünsche ich

uns auch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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