thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Füreinander den Himmel offenhalten

Fest der Taufe des Herrn

mit Aussendung der Sternsinger

 

 

Da will der eine etwas,

was der andere nicht

will und fast käme es

zu einem dicken Krach

zwischen Johannes

und Jesus.

 

Schließlich gibt der Klügere

nach, in dem Fall Johannes.

Er tauft Jesus. Die Taufe

ist wie ein Schlüssel für das,

was jetzt folgt:

 

Der Himmel öffnet sich

über den beiden.

 

Vom Himmel war in

den vergangenen Wochen

immer wieder die Rede:

Ein Heer von Engeln

kam vom Himmel herab

und brachte den Hirten

die Botschaft vom Messias.

„Vom Himmel hoch,

da komm ich her.“

Das Lied erklang

in den Kirchen, auf den

Weihnachtsfeiern und –

märkten.

 

Das letzte Mal hatte

er sich über Stephanus

geöffnet. In dem Moment

seiner Hinrichtung sah

dieser den Himmel offen.

 

Und dann und wann,

konnte, wer an einem schönen

kaltklaren Wintertag spazieren

ging, einen blauen, nahezu

wolkenfreien Himmel

über sich sehen.

 

Es gibt ein Wort,

das mir dazu einfällt:

„Wer unter dem Himmel

versammelt ist, ist im

Raum Gottes angekommen.“

 

Ist der Himmel der Ort,

an dem Gott zuhause ist?

Viele nehmen das an.

Andere glauben, dass,

wenn Menschen sterben,

sie in den Himmel kommen

werden; sie Gott ganz nahe

seien.

 

Demnach ist der Himmel

ein Versprechen. Der Himmel

stellt dem Menschen etwas

in Aussicht. Doch was?

 

Ein Bild vom Himmel

zeichnet Johannes.

Er sagt:

 

Im Himmel gibt es

keine Tränen mehr.

Auch keine Klage nicht.

All das Schwere, womit Menschen

auf dieser Erde sich herumzuschlagen

haben, wird es im Himmel nicht

mehr geben. Dort wird Frieden

sein. Gegensätze werden sich

zusammenfinden, Widersprüche

werden sich auflösen. Gott

selber wird unter den Menschen

sein. Jeder kann ihn sehen

und jeder wird sich selber endlich

als der begreifen, der er

vor Gott ist: als ein geliebter,

als ein von Gott geliebter

Mensch.

 

Demnach muss der

Himmel etwas Wunderbares

sein. Kein Ort, eher doch

ein Zustand.

Manche meinen,

dass der Himmel über

ihnen sei. Andere glauben,

der Himmel ist in uns.

 

„Halt, wo läufst du hin?“,

fragt ein Dichter,“

„Der Himmel ist in dir.

Suchst du Gott anderswo,

du fehlst ihn für und für.“

 

Himmel und Gott

haben also etwas miteinander

zu tun. Wo das eine ist,

da ist auch das andere.

Und beides ist in uns:

Himmel und Gott.

 

Wie kommt es dazu?

 

Bei unserer Taufe

hat Gott selber ein Stück

Himmel in uns hineingelegt;

die Sehnsucht nach ihm

und seinem Versprechen.

Er selber ist uns sozusagen

nah gekommen. Seitdem

lebt Gott in uns und wir

durch ihn. Vor allem aber

durch die Liebe, die

er uns schenkt.

 

Du und ich,

wir alle sind Gottes

geliebte Kinder.

Das ist die Wahrheit

des Himmels, der sich

über uns allen geöffnet hat.

Und zwar in dem Augenblick,

wo Gott sich für uns und wir

uns für ihn entschieden haben.

Das kann nicht ohne

Folgen bleiben. Das hat

Konsequenzen für uns.

 

Wir haben uns immer

wieder diesem geöffneten

Himmels über uns und

seiner Wirklichkeit in uns

hinzugeben und ihn uns bewusst

zu machen.

Wir haben uns immer

wieder neu für die

Zusagen des Himmels

zu entscheiden,

so wie sich Gott ein für alle

Mal für uns entschieden hat.

 

Wie geht das?

Das geht indem wir uns

immer wieder für die

Momente entscheiden,

in denen ein Stück Himmel

uns Menschen und dieser

Erde nahekommen will;

in denen sich uns Gott

selber schenken will.

 

Dort, wo Menschen

nicht immer nur an sich

selber denken, wo sie bereit

sind, umzukehren und immer

wieder neu zu beginnen, miteinander

neu zu beginnen.

Dort, wo Menschen sich

einander hingeben und füreinander

zu einem Geschenk werden wollen;

der Liebe immer wieder neu

Gelegenheiten geben wollen,

sich zu zeigen und erfahrbar

zu machen.

Dort, wo Menschen sich

für den Weg des Friedens entscheiden,

Gräben und Mauern überwinden

wollen; aufeinander zu gehen

und Leben teilen.

 

In einem Lied heißt es,

dass, wo immer dies geschieht,

sich auch der Himmel über

uns Menschen öffnen würde;

dass sich da Himmel und Erde

berühren würden und wir

Gottes Frieden spüren

könnten.

 

Die Sternsinger, die

in diesen Tagen wieder

in unseren Gemeinden

unterwegs sein werden,

sie bringen ein Stück

geöffneten Himmels

zu den Menschen.

Sie erzählen Menschen

davon, dass Gott selber

einmal den Himmel

über ihnen weit geöffnet

hat; zu ihnen herabgekommen

ist; sich ihnen geschenkt

hat in dem Kind in der Krippe;

und dass seitdem alle

Menschen berufen sind,

füreinander zu Himmelsträgern

zu werden; immer wieder

aufs Neue den Himmel füreinander

zu öffnen und offenzuhalten.

 

Die Schriftstellerin Barbara Müller

bringt es mit dem Gedicht passend

ins Wort, was ich meine:

 

„Himmel in uns“

 

"Ich trage den Himmel in mir
genau wie du
vielleicht weisst du es nicht
kommst deshalb nicht zur Ruh

Wenn du möchtest
teile ich mit dir
für eine Weile
weide dich dort
solange du willst
hab keine Eile

Du trägst den Himmel in dir
schon hier auf Erden
vielleicht weisst du es nicht
kannst deshalb
nicht glücklich werden

Wenn du möchtest
nehme ich dich mit
für eine Weile
du entdeckst deinen Himmel
solange ich meinen
mit dir teile."

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener