thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Da wohnt ein Sehnen tief in uns

Weihnachten

„Heute ist euch der

Retter geboren. Es ist der

Messias, der Herr.“

 

Das ist Botschaft

der Heiligen Nacht, eine

Nachricht, die es wahrlich

in sich hat. Zugegeben-

nicht für alle, aber für einige

doch sehr wohl:

 

Da erheben sich Hirten

vom Feuer und machen

sich auf den Weg zur Krippe.

Was sie wohl bewegt

nach den Anstrengungen

eines harten Arbeitstages,

sich von neuem aufzurappeln

und nachzuschauen, dort

in dem Stall?

 

Da machen sich von fern

Könige auf den Weg,

um nach dem neugeborenen

König zu suchen.

Was sie dazu bringt,

ihre Reittiere

zu rüsten und sich

der Wüste, der Sonne,

dem Sand auszusetzen?

 

Von König Herodes wüssten

wir den Grund. Der hat Angst

um seine Macht und darum,

dass ganz plötzlich ein anderer

das Sagen hätte.

 

Und heute, heute stehen

wir da. Das Bild der Krippe

vor unseren Augen. Augen

von Kindern, Jugendlichen

und Erwachsenen. Jüngeren

und älteren Menschen.

 

Was ist Grund für unseren

Aufbruch? Grund für uns,

um nach dem Kind zu sehen?

Anlass, uns dem Kind zu nähern?

In einem Lied, das in

unserem Gotteslob steht heißt

es:

 

„Da wohnt ein Sehnen

tief in uns, o Gott, nach dir,

dich zu sehn, dir nah zu sein.

Es ist ein Sehnen, ist ein Durst

nach Glück, nach Liebe,

wie nur du sie gibst.

 

Um Frieden,

um Freiheit,

um Einsicht,

um Beherztheit,

um Heilung,

um Ganzsein,

um Zukunft bitten wir …

 

In Sorge,

im Schmerz,

in Ohnmacht,

in Furcht,

in Krankheit,

in Tod, sei da,

sei uns nahe Gott.“

 

Es ist die Sehnsucht,

die in den Herzen der Menschen

wohnt, die sie auf den Weg

bringt und uns mit ihnen.

 

Wonach sehnen wir uns?

Gibt es Wünsche, deren

Erfüllung noch aussteht?

Wenn ja welche?

 

Und schließlich:

 

Welche

unserer Sehnsüchte

brächte uns auf den

Weg zur Krippe?

Ließ uns erheben

aus dem Trott unseres

Alltags. Machte es möglich,

alles einmal stehen und

liegen zu lassen und

loszulaufen, dorthin,

wo das Licht ist?

Nicht nur heute.

Vielmehr immer wieder.

 

Es geht dabei nicht

um irgendwelche Wünsche:

Ein schönes Haus.

Ein schnelles Auto.

Das neuste Computerspiel.

Die schöne Armbanduhr

aus der Auslage.

 

Nein: Die Sehnsucht,

die ich meine, die sitzt tiefer.

Ganz tief in unserem

Inneren.

Was mag die Sehnsucht

eines Hirten sein?

Was würden die Könige

aus den fernen Ländern

uns von ihrer Sehnsucht

erzählen?

Sind wir uns selber

unserer Sehnsüchte

bewusst?

 

Die jüdische Schriftstellerin

Nelly Sachs weiß um ihre

ganz eigene Sehnsucht und

sagt: „Alles beginnt mit

der Sehnsucht.“

 

Die Sehnsucht bringt

demnach Menschen auf

den Weg. Auf den Weg

zur Krippe.

Seine tiefe Sehnsucht

stellt den Menschen vor Gott.

Zumindest doch lädt Gott

ihn dazu ein, mit all seinem

Begehren und Sehnen

zu ihm zu kommen.

 

Diese Einladung sprengt

das ach so vertraute

Bild von der Krippe an Weihnachten

und wirft alles über den Haufen.

Denn da kommen ganz plötzlich

auch andere Menschen im Schein

zu stehen, der von dem Kind

in der Krippe ausgeht.

Achmed, der nach einer

langen und anstrengenden Flucht

in unserer Stadt endlich einen Ort

gefunden hat, an dem er sich

sicher fühlen kann.

Olga, die die meiste Zeit

auf der Straße lebt und mit

ihren unzähligen Tüten, in

denen sie ihr ganzes Hab und

Gut aufbewahrt, einmal

hier und einmal dort

in einer Ecke unserer

Stadt übernachtet.

Karl- Heinz, der von seiner

Frau sitzen gelassen wurde

und die zudem die zwei

gemeinsamen Kinder

mitgenommen hat.

Paul, der sich mit einem

guten Schluck Schnaps

über den Winter rettet

und den man schon Meter

gegen den Wind riecht.

Das Ehepaar aus der Nachbarschaft,

das nicht weiß, wie es über

die Runden kommen soll,

nachdem nun auch der

Mann seinen Job verloren

hat. „Wegen Rationalisierung“,

hieß es im Betrieb.

 

Sie alle haben ihre ganz

eigenen Sehnsüchte.

Und mitten unter ihnen,

wir. Du und Ich. Weil auch

wir eingeladen sind, zu kommen

und zu sehen; mit unserer

ganz eigenen Sehnsucht

in unserem Herzen.

 

Merken Sie:

Niemand ist von Gott

ausgeschlossen.

An der Krippe ist Platz

für jeden. Kein Zaun und keine

Mauer versperren den Zugang.

Herkunft, Hautfarbe, Religion

oder sozialer Status,

bilden keine Zugangskriterien.

Gott heißt jeden an der Krippe

willkommen. Ohne wenn

und aber.

 

In dem vorhin zitierten

Lied heißt es:

 

„Dass du Gott, das Sehnen,

den Durst stillst. Wir hoffen

auf dich. Sei da, sei uns

nahe Gott.“

 

Weihnachten sagt:

 

Gott ist nah.

Gott bleibt nah.

Er geht nicht weg.

Er verlässt uns nicht.

Er steht uns bei

in unseren Bemühungen

um Frieden,

um Freiheit,

um Heilung,

um Ganzsein,

in Krankheit,

in Ohnmacht,

in Furcht,

in Tod.

 

Werden wir uns neu

unserer Sehnsüchte bewusst.

Lassen wir nach oben kommen,

was uns in unserem Inneren

tief bewegt und wonach

wir sehnsuchtsvoll

Ausschau halten.

 

Denn damit beginnt

der erste Schritt hinein

in jenes Licht, das unsere

Finsternis erhellen will:

Christus, der Retter,

der Messias, der Herr.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener