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crucifixus

Karfreitag

Jedes Jahr auf neues

werden wir in die Ereignisse

mithingezogen, die sich

damals in Jerusalem

zugetragen haben.

 

Wer Jesus als den Erlöser

glaubt und bekennt, dem

bleibt zunächst der schmerzliche Weg

des Mannes aus Nazareth

nicht erspart.

 

Diesen Weg mitzugehen,

zu hören, wie es zu seinem Tod

am Kreuz kommt und was ihm

dabei alles widerfährt,

macht betroffen und berührt,

bringt zum Schweigen.

 

Mit dem Blick auf das Kreuz

versagt die Stimme und das

Herz spürt die Bedrückung

über das Ende Gottes.

Was ist das für ein Gott,

dessen Leben auf diese

Weise endet?

 

Oberflächlich betrachtet,

ein Gott, der vor den Gewalten

und Mächten dieser Welt

kapitulieren musste;

ein Gott, dessen Schritt

auf den Menschen zu, ihn

zum Verlierer machte;

ein ganz und gar machtloser,

einflussloser, schwacher

Gott.

Anders eben, als ihn sich

viele gewünscht hatten

und auch heute noch

wünschen möchten.

 

Doch dann wäre er nicht

mehr der Gott, an den Christen

glauben und den sie in Christus

bekennen und verehren.

 

 

Der Gott der Christen

zeichnet sich gerade durch

seine Schwachheit aus,

durch seine Ohnmacht,

in seiner Hingabe.

 

Darin ist er uns wesentlich

gleich. Kein bisschen anders

als wir selber. Das macht ihn

so sympathisch, das bringt

ihn uns Menschen so nah.

 

Was könnten wir schon

mit einem Gott anfangen,

der hocherhoben über den

Schicksalen dieser Welt

und der Menschen thront,

dem jedoch das Leben, wie

es sich auf Erden zuträgt,

fremd wäre und der vom

hohen Thron leicht zu reden

hätte über das, was der

Mensch denken und tun

und wie er sein Leben

bestehen sollte?

 

Der christliche Gott weiß

wie Leben geht. Er hat es

selber erlebt. Seine Höhen,

seine unermesslichen Tiefen,

Sterben und auch Tod,

sind ihm nicht fremd.

Kein Schicksal gibt es,

um das er nicht wüsste.

Auch mein ganz eigenes

kennt er.

 

Das macht den christlichen

Gott glaubwürdig in allem,

was er in Christus

sagt und tut.

Das lässt ihn uns Menschen

zum Trost werden in all den

eigenen Dunkelheiten und

Tiefen, die menschliches

Leben kennt, auch in Krankheit,

Leiden, Sterben und Tod.

 

Deshalb ist auch der Blick

auf das Kreuz Jesu so wesentlich

für unseren Glauben und unser

Leben. Er schenkt Trost. Er

weckt Hoffnung. Er stärkt

die Zuversicht. Er lässt

glauben.

 

Ich weiß, viele verdrängen

diesen Blick, sie weichen ihm aus.

Mache entfernen das Kreuz

auch ganz aus den Räumen,

in denen sie leben und arbeiten.

Damit fliehen sie vor der Wirklichkeit

und dem Leben, wie es tatsächlich

ist.

 

Unser Leben verbindet das

Schöne, das Glückmachende und

Erfüllende mit dem Unguten, dem,

das traurig macht und die

menschliche Gebrochenheit

aufzeigt, die Zerrissenheit

des Lebens.

 

Ausdruck für das Letztere

ist das Kreuz, das Gott

selber auf sich genommen

hat, um uns Mut zu machen,

dem ganz eigenen Kreuz nicht

auszuweichen, vielmehr

uns ihm zu stellen in der

Hoffnung darauf, dass

der Mensch mit Christus

das Kreuz auch überwinden

wird.

 

Zu guter Letzt

wird sich unser Weinen

in Lachen, unsere Angst

in Zuversicht, unsere Trauer

in Freude, unsere Enge

in Weite, unsere Leere

in Fülle, unser Nein

in ein Ja und der Tod in

Leben verwandeln.

 

Diese Hoffnung hat einen

berechtigten Grund. Dieser

ist Ostern. Der Tag, an dem

Christus, die Gebrochenheit

menschliches Lebens gänzlich heilt.

Der Tag, an dem das Kreuz

für uns zum Zeichen der

Erlösung wird und nicht

mehr länger Ausdruck

von Ausweglosigkeit

und Sinnlosigkeit

bleiben muss.

 

Deshalb rühmen wir

uns des Kreuzes.

Deshalb gehört für uns

das Kreuz zu unserem

Glauben dazu.

Deshalb können wir uns

zu einem Gott bekennen,

der oberflächlich betrachtet

zu den Verlierern gehört,

der jedoch aus der Perspektive

des Glaubens gesehen, als

Sieger hervorgeht.

 

Allmächtiger Gott,

deinem Willen gehorsam,

hat dein geliebter Sohn

den Tod am Kreuz auf sich genommen,

um alle Menschen zu erlösen.

Gib, dass wir in der Torheit des Kreuzes

deine Macht und Weisheit erkennen

und in Ewigkeit teilhaben

an der Frucht der Erlösung.

Darum bitten wir

durch Jesus Christus,

unseren Herrn.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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