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Christus heilig halten

1 Petr 3,15-18

Die Worte der Lesung

sind eindringlich. Bittend,

fast flehend, wendet sich der Apostel

an seine Gemeinde.

 

„Haltet in eurem Herzen

Christus heilig!“

 

Es geht um die Beziehung

zu Christus. Sie sich zu bewahren

und zu erhalten, ist Paulus

wichtig.

 

Es geht dabei nicht um die Kirche.

Es geht auch nicht um die Gemeinde.

Und es geht auch nicht um die Beziehung

unter denen, die an Christus glauben.

Zunächst nicht. Zunächst geht es

ganz allein um die Frage:

 

Welche Beziehung habe ich

zu Jesus Christus?

Wie nahe stehe ich ihm?

Wie sehr fühle ich mich

mit ihm verbunden?

Liebe ich ihn?

 

Darauf käme es an.

Vor allem anderen.

Weil sich von dieser Liebe

her alles entscheidet,

was wirklich wesentlich ist

in unserem Leben und

in unserem Miteinander,

für uns als Kirche

für unsere Gemeinde.

Christ ist man zunächst nicht,

um eine Religion zu haben, um

Riten zu feiern, um eine weltanschauliche

Identität zu haben. Zweifelsohne gehört

dies alles dazu, bleibt aber Fassade,

wenn das Herz nicht von der Liebe

zu Christus ergriffen wäre.

 

Christus muss uns

Herzenssache sein.

Die Liebe zu ihm ist das

Zentrum unseres Glaubens!

 

Lieben Sie Christus?

 

Wenn ja, wie wirkt sich

diese Verbundenheit

auf Ihr Leben aus?

Was wäre anders, wenn

Sie diese Beziehung zu Christus

nicht hätten?

Und schließlich, woran können

andere Menschen erkennen,

dass sie mit ihm verbunden

sind? Dass Sie ihn lieben

und er Ihnen eine

Herzenssache

ist?

 

Das Evangelium gibt seine

ganz eigene Antwort auf

diese Fragen:

 

Ob ich Christus

tatsächlich liebe,

das zeigt sich daran,

dass ich tue und lebe, was er

sagt und mir durch sein eigenes

Leben vorgelebt hat; dass ich

ihn mir zum Beispiel

nehme und alles dransetze,

ihn durch mein eigenes Leben

nachzubilden.

 

In diesem Zusammenhang

redet das Evangelium davon,

dass der Mensch die Gebote halten solle.

Wenn ich die Gebote halte,

dann zeige ich, wie sehr ich

Christus liebe.

 

Gebot und Liebe.

Passt das zusammen?

Widerspricht sich das nicht?

Setzt Liebe nicht vielmehr

Freiheit voraus? Eine Freiheit,

die nicht mehr bestehen bleibt,

wenn ich durch Gebote und durch

Ordnungen zu einem ganz

bestimmten Verhalten gezwungen

werde?

 

Die Liebe braucht die Freiheit

der eigenen Entscheidung.

Ansonsten wäre es keine

Liebe.

Wer liebt, braucht die Erfahrung

von Liebe durch einen anderen.

Er braucht die Ansprache.

Liebe ist Dialog. Ein Dialog,

der sich zuallererst zwischen

Gott und dem Menschen abspielt.

Weil er uns zuerst geliebt hat,

sind wir in der Lage einander

zu lieben.

 

Christus zu lieben

bedeutet, mich für ihn zu entscheiden,

weil ich darum weiß und erfahren

habe, wie sehr er mich liebt.

Das hat nichts mit

Zwang zu tun.

Das ist eine Bewegung des

Herzens, die ich vollziehe,

und das sich vollkommen einverstanden

weiß mit Jesu Denken und Leben.

 

Und genau darum geht es,

wenn das Evangelium von Geboten

redet, die ich einhalten soll,

wenn ich Jesus liebe:

 

Mich einverstanden zu erklären

mit Jesu Willen und diesen Willen

durch mein eigenes Handeln

zu verwirklichen.

 

An diesem Punkt wird deutlich,

dass es jetzt auch um die anderen

geht. Die, mit denen ich glaube.

Die, mit denen ich Kirche bin,

Die mit denen ich meinen

Glauben in der Gemeinde

feiere. Die, mit denen ich

meinen Alltag teile.

 

Die Liebe zu Jesus Christus

hat Konsequenzen für das

Miteinander von Menschen.

Überall dort, wo ich mir

dieser Konsequenzen

bewusst bin und konsequent

lebe, bekommt die Liebe

eine konkrete Form und die

Beziehung zu Christus selber

wird tiefer und dichter.

Aber auch die Beziehungen

untereinander bekommen

ein anderes Gesicht

und einen anderen

Ausdruck.

 

Die Liebe zu Christus

in aller Konsequenz gelebt,

vermag das Angesicht dieser

Erde wesentlich zu verändern.

 

Das macht die Bitte des

Apostels in der heutigen Lesung

ganz aktuell.

 

Wir brauchen eine wesentliche

Veränderung des Angesichts der Erde und der

Gesellschaft, auch unserer Kirche

und hierfür eine Kraft, die diese Wandlung

bewirken kann und mit deren Hilfe wir selber

sie zu bewältigen vermögen.

 

Diese Kraft ist die Liebe.

Es gibt keinen anderen Weg,

um Menschen wieder zusammenzuführen

und füreinander empfänglich zu machen.

Empfänglich auch für das, was

Leben sein könnte und wie

Gott selber sich das Leben

des Menschen vorgestellt

hat.

 

Und genau davon müssen wir

reden, unablässig. Genau davon müssen

wir Zeugnis geben, ohne Unterhalt.

Auch das liegt dem Apostel

sehr am Herzen:

 

Dass wir bereit sind,

jedem Rede und Antwort zu stehen,

der nach der Hoffnung fragt,

die uns erfüllt.

 

Und die Hoffnung ist die:

Dass Menschen nie aufhören

werden zu lieben und immer

wieder bereit sind die Möglichkeiten

der Liebe zu entdecken, um Kraft

der Liebe, diese Welt zu verändern.

 

Die Kraft zu lieben jedoch,

finden wir einzig in der Liebe

zu Christus. Deshalb:

 

Haltet in eurem

Herzen Christus lebendig.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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