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Always look on the bright side of life

Mt 6,24-34

„Sorge dich nicht – lebe!“

So lautet der Titel eines

Bestsellers von Dale Carnegie.

In seinem Buch behandelt er

das wohl drückendste Problem

heutiger Menschen:

 

Sorge.

Angst.

Aufregung.

 

„Sorge dich nicht – lebe!“

 

Das ist einfach gesagt.

Die Wirklichkeit ist eine

andere.

 

In jedem von uns, gibt es Sorge

und Angst und Aufregung.

Sie reichen in den ganz persönlichen

Bereich eines Menschen hinein.

Es gibt zugleich aber auch

die Sorge und die Angst um

die Zukunft der Welt,

die Sorge und die Angst vor Krieg

und Terror, vor der Macht

der organisierten Kriminalität,

vor der zunehmenden

Überalterung der Gesellschaft

und vor wachsender

Umweltzerstörung.

 

Diese Sorgen und Ängste sind

berechtigt. Sie weisen auf Gefahren

hin und mobilisieren in uns Kräfte,

uns gegen die Gefahr zu schützen;

gegen die negativen Tendenzen in

unserer Welt anzugehen

und für das Gute zu kämpfen.

 

Doch in dieser Auseinandersetzung

mit unseren Sorgen, den Ängsten

und den vielen Aufregungen

dürfen wir uns nie von ihnen

treiben lassen.

 

„Sorge dich nicht – lebe!“

 

Es braucht das Vertrauen,

dass das Gute stärker ist

als das Böse; dass die Welt trotz

der destruktiven Möglichkeiten

der menschlichen Macht,

trotz aller Gefährdung in der

Hand Gottes ist.

Und es braucht die Hoffnung,

um sich selbst und die Menschheit

nicht aufzugeben, sondern an

eine gute Zukunft zu glauben,

weil die Zukunft in Gottes

Hand ist.

 

Vertrauen und Hoffnung

haben verschiedene Dimensionen.

Da sind das Vertrauen und die Hoffnung,

die ich von Natur aus in mir habe.

Das Vertrauen und die Hoffnung,

dass sich die Probleme lösen

und die Krisen vorrübergehen.

Oder es ist das Vertrauen und

die Hoffnung, dass ich bisher

immer durchgekommen bin,

auch wenn es zeitweise

schwer war.

Oder ich vertraue und hoffe

darauf, dass ich nicht allein

gelassen werde, dass andere

Menschen mir beistehen.

 

Es gibt auch ein Vertrauen

und ein Hoffen in der Sorge,

in den Ängsten, in den Aufregungen

des Lebens.

 

Vertrauen und Hoffen vertreiben

nicht die Sorge, die Angst,

die Aufregungen. Sie werden immer

wieder aufkommen.

Doch unter der Schicht des

Bedrückenden fließt die Quelle

des Vertrauens und der Hoffnung.

Das macht es mir möglich

auf meine Sorgen und Ängste

zu blicken und zugleich

meine Kraft aus der tieferen

Schicht meiner Seele zu entnehmen.

 

Es geht nicht darum, die Sorge

und die Angst meines Lebens

zu vertreiben, sondern mit dem

Vertrauen und der Hoffnung in

Berührung zu kommen, die

auch in mir wohnen.

 

„Sorge dich nicht – lebe!“

 

Kein Leben verläuft wunschgemäß

nach Plan. Immer wieder

erfahren wir: Wir haben es nicht

in der Hand, so sehr wir uns

auch anstrengen mögen.

Es gibt Phasen, in der uns

die Probleme geradezu

zu erdrücken scheinen

und Lösungen nicht in Sicht

sind. So ist unser Leben.

 

Auch die Bibel weiß darum

und gibt den Rat:

„Wirf deine Sorge auf den Herrn,

er hält dich aufrecht.“ Psalm 55,23

Der Psalmist rechnet damit,

dass Menschen voller Sorge und

Ängste sind. Aber er verzweifelt

nicht daran. Seine Empfehlung

ist die:

 

Wir sollen nicht um die Sorgen

kreisen. Wir sollen sie auf den

Herrn werfen. Das ist ein

schönes Bild:

 

Wir sollen die Sorgen nicht

einfach abtun und wegwerfen,

sondern sie gezielt auf Gott

werfen. Wir sollen Gott

mit unseren Sorgen buchstäblich

bewerfen.

 

Im Werfen steckt beides:

Aggression und Befreiung.

Wenn ich einen Stein voller

Kraft wegwerfe, dann fühle

ich mich freier. So – meint

der Psalmist – so soll ich

meine Sorgen anschauen

und dann auf Gott werfen.

Keine Sorge: Gott hält

dies aus.

 

Ich selber dagegen kann

dann wieder aufrechter stehen.

Gott selbst hält mich dann

aufrecht. Ich bekomme durch

ihn neues Stehvermögen.

Wer sich sorgt, kann nicht ruhig

stehen bleiben. Er ist immer

unruhig unterwegs. Wenn er

zum Stehen kommt, dann

tippelt er herum.

 

„Sorge dich nicht – lebe“

 

Das Loslassen der Sorgen

ist eine Bedingung, um aufrecht

zu stehen, um zu sich zu stehen

und um etwas durchzustehen.

 

Im Jahre 1657 Hat Gerog Neumark

ein berühmt gewordenes Lied

gedichtet und vertont. Es wird

noch heute gerne gesungen,

weil sich Menschen in Text und

Melodie wiederfinden:

 

„Wer nur den lieben Gott

lässt walten.“ Die zweite Strophe

beginnt mit den Worten:

„Was helfen uns die schweren

Sorgen, was hilft uns unser

Weh du Ach? Was hilft es,

dass wir alle Morgen beseufzen

unser Ungemach?“

 

Als Heilmittel gegen die Sorgen

rät der Dichter:

„Sing, bet und geh auf

Gottes Wegen, verricht das

Deine nur getreu!“

 

Statt mich mit Sorgen

zu quälen, soll ich das tun,

was heute von mir verlangt

wird. Und ich soll jeden

Tag mein Gebet verrichten

und Gott im Singen preisen.

Dann werden die Sorgen

nicht überhand nehmen.

 

Ruhige und tatkräftige Aktivität

und gelassenes Sich-Anvertrauen

sind, wenn sie zusammenkommen,

eine gute Methode, um besser,

sorgenfreier durchs Leben

zu kommen.

 

„Sorge dich nicht – lebe!“

 

Viele junge, aber auch durchaus

ältere Menschen leiden heute

an Perspektivenlosigkeit.

Das hat auch seelische Konsequenzen.

Depressionen nehmen immer mehr zu.

 

Johannes Bosco, war ein Seelsorger

und Freund gerade „schwieriger

Jugendlicher im Turin des 19. Jahrhunderts.

Seine optimistische Lebenseinstellung

hat viele Jugendliche angezogen.

Don Bosco setzte stets auf

Liebe und Vertrauen.

 

Er hat das Wort Jesu

von der Sorgenlosigkeit

verstanden. Jesus verweist im

Evangelium auf das Vertrauen

der Vögel. Sie singen einfach

und vertrauen darauf, dass

Gott sie nährt.

 

Daraus leitet Don Bosco seinen

Rat ab:

 

„Mach´s wie der Vogel, der

nicht aufhört zu singen, auch

wenn der Ast bricht. Denn er weiß,

dass er Flügel hat.“

 

Aus Vertrauen und

Hoffen formuliert Don Bosco

jene Zeilen, die auch zu

einem Kanon geworden sind:

„Fröhlich sein, Gutes tun,

und die Spatzen pfeifen lassen.“

 

Realismus und Bodenhaftung

sind wichtig. Doch manchmal

bräuchten wir in der Tat auch

etwas von der Leichtigkeit

eines Vogels. Wie der Vogel,

so hat auch unsere Seele

Flügel. Sie kann uns über

die alltäglichen Sorgen,

Ängste und Aufregungen

hinweghelfen.

Sie beflügelt uns, und hilft

uns so, alles von einer

anderen Warte aus

zu betrachten.

Damit relativen sich unsere

Sorgen und die Angst

kann uns nicht mehr

erreichen.

 

Und was können wir

aus den tollen Tagen zu diesem

Thema in unseren Alltag tragen?

 

„Viele sind auf die Fastnacht

ja ganz versessen, kann

man da doch Sorg und Angst

vergessen.

 

Und, was bringt es Sorgen

sich zu machen, der Tod wird

uns einst eh entgegenlachen.

Denn eins ist klar und auch gewiss,

das Leben hier nicht ewig is`.

 

Was helfen uns die schweren

Sorgen. Was hilf uns unser Weh und

Ach? Was hilft es, dass wir alle

Morgen beseufzen unser Ungemach.

Wir machen unser Kreuz und Leid

nur größer durch die Traurigkeit.

 

Singt, betet und geht auf Gottes Wegen,

verrichtet das Eure nur getreu

und traut des Himmels reichem

Segen, so wird er bei Euch werden

neu. Denn welcher seine Zuversicht

auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

 

„Sorgt Euch nicht – lebt!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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