thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Wer ist es,                                     der den Stein ins Rollen bringt?

Ostern

 

 

Auferstehen

aus dem Wust des Lebens.

Auferstehen aus der Ohnmacht

und der Angst, aus der Hilflosigkeit

und der Sorge, der Beklemmung

und der Depression.

 

Wie soll´s gelingen?

 

Ist es nicht vielmehr

diese Frage, die uns

näher ist, als die Frage

nach der Auferstehung

und dem ewigen Leben,

dem Leben nach dem Tod,

wie sie uns Ostern

zu beantworten sucht?

 

Also die Frage nach dem

Überleben in dieser

so undurchschaubar und

unberechenbar gewordenen

Welt?

 

Angesichts der sich

uns in den Weg stellenden

Fragen, wie man umzugehen

hat mit den unzähligen

Flüchtlingen, die hilfesuchend

in unser Land kommen.

Angesichts der großen

Uneinigkeit und Zerrissenheit,

wie sie unter den Ländern

Europas und ihren Gesellschaften

vorherrschend zu sein scheint.

Angesichts von Krieg

und Terror in den Ländern

des Nahen Ostens, deren

Auswirkungen bis in

unser ganz eigenes Leben

hineinreichen.

Angesicht der Unsicherheit,

dem das menschliche

überhaupt Leben

ausgesetzt ist.

 

Zu schnell auf das

ewige Leben zu sprechen

zu kommen, das uns mit

der Auferstehung Jesu

verheißen ist, könnte

den Anschein erwecken und

den Vorwurf einhandeln,

den Kopf vor den

Herausforderungen

dieser Welt in den

Sand zu stecken,

sie nicht wahrnehmen,

sie verdrängen,

von ihnen ablenken

zu wollen.

 

Doch das geht nicht.

Auch an einem Fest nicht,

das tiefgründige Freude

in uns erwecken will,

da der Tod des Lebens

besiegt ist, das Leben für

immer errungen;

da jeder Sinnlosigkeit,

die in den Geschehnissen

dieser Welt liegt,

der Sinn abgesprochen ist,

seitdem der Stein

vom Grab genommen

wurde, das Grab leer

erschien und Jesus

auferstanden ist.

 

In diese Freude

des Osterfestes mischt

sie ohne Rücksicht

die Frage, wer es ist,

der den Stein vor dem

Grab wegwälzen könnte,

indem unsere Welt und

mit ihr die Menschen

so sehr eingeschlossen

und gefangen sind.

 

Nein, wir können

nicht alles unserem Gott

überlassen. Es ist nicht

legitim, ihn für das

ganze Elend anzuklagen,

in der diese Welt steckt

und wir mit ihr.

Wir können auch nicht

sofort den Engel

herbeizitieren, der

uns den Stein, vor

dem sehr oft von uns selbst

ausgehobenen Grab

wegrollen soll.

 

Zunächst gilt es,

sich selber für das einzusetzen,

was einer Auferstehung

für viele mitten am Tag

gleichkommen würde.

 

Auch wenn

Auferstehungshoffnung

eine jenseitige Hoffnung ist,

lädt sie uns doch ganz dazu ein,

im Diesseits zu leben und

unsere ganz eigene Verantwortung

zu übernehmen.

 

Wenn wir Ostern feiern,

dann feiern wir nicht nur

unsere Hoffnung auf die

Auferstehung, die uns

im Tod erwartet.

Wir feiern vielmehr

die Auferstehung Jesu

als Einladung, dass wir

hier und jetzt

auferstehen.

 

Wir feiern Ostern,

um auszubrechen aus unserer

inneren Gefangenschaft, um

uns auf den Weg in die

Freiheit zu machen und

es zu wagen, ganz

wir selbst zu sein.

Und wir feiern Ostern,

um dem Leben zu trauen,

das alles Erstarrte in uns

aufbricht, um neu in

uns aufzublühen.

 

„Auferstehung“, so schreibt

einmal Paul Tillich, „ist nicht

ein Ereignis, das in einer fernen

Zukunft vielleicht geschehen

kann, nein, es ist die Macht

des Neuen Seins. Leben aus Tod

zu schaffen, hier und jetzt,

heute und morgen … Sie ist

zugleich verborgen und offenbar,

zugleich dort und hier.

Nehmt sie an, dringt in sie ein,

lasst euch ergreifen.“

 

Das deutsche Wort

auferstehen hat auch etwas

mit Aufstand zu tun.

Auferstehung heißt:

einen Aufstand zu wagen

gegen alles, was das Leben

behindert, aufzustehen gegen

Tendenzen in unserer Gesellschaft,

die das Leben des Menschen

einengen und bedrohen.

 

Wir sollen auch aufstehen

gegen all die inneren

Stimmen unserer Seele,

die uns vom Leben abhalten,

die nicht an unserem Leben

interessiert sind, sondern,

die uns im Grab festhalten

wollen, in diesem engen

Korsett, in das wir von

ängstlichen Stimmen oder

von uns beschuldigenden Stimmen

hineingezwängt worden sind.

 

Ostern ist

ein Aufstand des Menschen

zu mehr Frieden,

zu mehr Liebe,

zu mehr Leben,

zu mehr Gerechtigkeit,

zu mehr Würde,

zu mehr Eigenverantwortung,

zu mehr Versöhnung,

zu mehr Menschsein,

zu mehr Miteinander,

zu mehr Glauben,

zu mehr Vertrauen,

zu mehr Gotteserfahrung.

 

Ich kenne Menschen,

die lieber im Grab ihres

Selbstmitleids liegenbleiben

oder im Grab ihrer Enttäuschung.

Sie bedauern,

dass ihr Leben nicht gelingt,

dass sie benachteiligt sind,

dass alles so schwer ist.

 

Die Auferstehung Jesu

feiern heißt ebenso:

aufzuhören mit dem Jammern,

den Mut zu finden,

heraus zu treten und sich

dem Leben zu stellen.

 

Wer sich von ihr

ergreifen lässt, der entgeht

der Gefahr in einem Grab

aus Ängsten und Misstrauen

eingesperrt zu bleiben und sich

in sein eigenes Unglück

zu verbohren, dort

wo ihn keine Hilfe

und keine Zusage

mehr erreichen kann.

 

Auferstehen

aus dem Wust des Lebens.

Auferstehen aus der Ohnmacht

und der Angst, aus der Hilflosigkeit

und der  Sorge, der Beklemmung

und der Depression.

 

Wie soll´s gelingen?

 

Indem wir uns zunächst

selber zum Leben anstecken

lassen und erheben.

Aus eigenen Kräften, mit

unseren eigenen Möglichkeiten

und Stärken, Träumen

und Visionen und der Sehnsucht

nach mehr von alldem.

Einer Sehnsucht, die selbst

im Tod nicht abbricht,

sondern auf den Engel

hofft, der am Ende selber

die Hand anlegen wird

und den großen Stein

wegwälzt, vor dem

jeder Mensch in die

Knie gehen muss, dem Tod,

aber nicht und

niemals unser

Gott.

 

Ein frohes

Auferstehen, Ihnen

allen - gegen den Tod,

den alltäglichen und

für das Leben.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener