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"Meine Hilfe                                    ist im Namen des Herrn."

Lk 7,1-10

 

 

Hauptmann ist er.

Soldaten sind ihm unterstellt.

Denen hat er zu befehlen.

Er sagt ihnen, was sie

zu tun und zu lassen haben.

Auf sein Kommando

stehen alle still und

stramm. Auf seinen Befehl

hin ziehen alle in die

Schlacht. Sein Wort

zählt. Er genießt

ein großes Ansehen.

 

Was es für einen solchen

Mann bedeutet, sich der Hilfe

eines anderen anzuvertrauen,

sich seine eigene Schwäche und sein

eigenes Unvermögen einzugestehen,

das kann man nur erahnen.

 

Zudem, der Mann, den

er um Hilfe bittet ist ein Jude.

Zwischen den Römern

und den Juden besteht

ein großer Graben,

der unüberwindbar scheint.

Die Römer unterdrücken

die Juden. Sie halten ihr

Land besetzt.

 

Das alles scheint dem

Mann nichts auszumachen,

wenn es um das Leben eines

anderen Menschen geht.

Sein Diener ist krank.

Er liegt im Sterben.

Falscher Stolz.

Hochmut und Selbstüberschätzung

scheinen hier nicht angebracht

zu sein. Das könnte den

totkranken Mann Kopf und

Kragen kosten, sein Leben

eben.

 

Er schickt die Ältesten

zu Jesus. Sie legen für den

Hauptmann ein gutes Wort

ein. Es stellt sich heraus:

Er ist nicht wie die vielen

anderen, seiner Armee.

Er ist gottesfürchtig.

Er ist gläubig.

Er ist dem jüdischen Volk

zugeneigt.

 

Als wenn dies schlussendlich

für Jesus ausschlaggebend wäre,

wenn es um das Leben eines

Menschen geht. Da gibt es für

ihn keine Bedingungen.

Keinem soll das Heil

verschlossen bleiben.

Jede und jeder ist es ihm wert.

Auch, wenn sich der Hauptmann

selber nicht für würdig erachtet,

dass Jesus in sein Haus

kommt.

Zudem: Er weiß,

dass er Hilfe braucht.

 

Zu wissen und zuzugeben,

dass ich Hilfe brauche,

das ist für viele unter uns

schon ein großer Schritt.

Hilfe zu brauchen und Hilfe

zu suchen, das ist auch

ein Schritt. Schließlich,

um Hilfe zu bitten, kostet

manchen unter uns

sehr viel Überwindung.

 

Die meisten scheitern

an diesem Schritt, weil sie

es sich nicht eingestehen

können, dass sie angewiesen

sind, dass sie ihre Grenzen

haben, dass ihre eigenen

Möglichkeiten beschränkt

sind.

 

Gerade die seelisch

belasteten Menschen unter uns,

oder suchtabhängige Menschen,

vermögen einen solchen

Schritt nur schwerlich zu

gehen. Das bedeutet

oftmals auch eine

große Belastung für

die Angehörigen.

Auch Beziehungskonflikte

und Lebenskrisen könnten

oftmals überwunden werden,

wenn Menschen sich bei ihrer

Bewältigung helfen lassen

würden.

 

„Ich brauche keine Hilfe!

Ich kann mir selber helfen!

Ich bin nicht auf andere angewiesen!“

Auffallend viele Männer tun sich

schwer damit, Hilfe anzunehmen

und sich ihren Grenzen

zu stellen. Ganz nach

dem Motto:

„Selbst ist der Mann!“

Ist der aber nicht!

Nicht immer.

 

Schwäche zu zeigen,

das ist nicht leicht.

Doch ist es tatsächlich eine

Schwäche, wenn man sich

Unvermögen eingesteht

und um Hilfe bittet.

 

Ist es nicht vielmehr

doch ein Zeichen von Stärke

und von Selbstbewusstsein,

zu sehen, wo ich

stehe und mir dort Hilfe

zu suchen, wo ich nicht

mehr weiterweiß und

in meiner Entwicklung

weiterkomme, mir

vielmehr selber

im Wege stehe.

 

„Viel lieber also will ich

mich meiner Schwachheit rühmen, 

damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. 

Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht,  …

Ich rühme mich meiner

Schwäche“, meint der Apostel

Paulus, „in meiner Schwäche

bin ich stark.“

 

Manchmal bedarf

es nur eines kleinen Impulses

von außen, der dann aber

Entscheidendes erwirken

kann.

 

Wie sehr bin ich

mir meiner ganz eigenen

Grenzen bewusst?

Wie leicht fällt es mir,

diese anzuerkennen

und andere um Hilfe und

um Unterstützung

zu bitten?

Schließlich: Was hält

mich davon ab?

Gibt es vielleicht doch

eine ganze Menge guter

Gründe, die Dinge einmal

aus der Hand zu geben

und mir helfen zu lassen?

 

„Nimm Gottes Liebe an.
Du brauchst dich nicht allein zu müh'n,
denn seine Liebe kann
in deinem Leben Kreise zieh'n.
Und füllt sie erst dein Leben,
und setzt sie dich in Brand,
gehst du hinaus,
teilst Liebe aus,
denn Gott füllt dir die Hand.“

So heißt des in einem

Kirchenlied.

 

Der Beter des Psalm scheint

diese Zeilen nur zu bestätigen,

wenn er ruft:

 

„Ich hebe meine Augen

auf zu den Bergen:

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom

Herrn, der Himmel und Erde

gemacht hat. Er lässt deinen

Fuß nicht wanken; er, der

dich behütet schläft nicht …

Der Herr ist dein Hüter,

der Herr gibt dir Schatten;

er steht dir zur Seite.

Bei Tag wird dir die Sonne

nicht schaden, noch der Mond

in der Nacht. Der Herr

behüte dich vor allem Bösen;

er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn

du fortgehst und wiederkommst,

von nun an bis in Ewigkeit.“

                                               (Psalm 121)

 

Um einen Menschen

Hilfe zukommen zu lassen,

bedient sich Gott immer

wieder ganz unterschiedlicher

Mittelsmänner und -frauen.

 

Er stellt sie uns sozusagen

auf unseren Weg. Wir müssen

sie nur sehen und anerkennen

wollen. Auch hierbei geht

es um Achtsamkeit dem

Leben und den anderen

Menschen gegenüber,

schlussendlich Gott

selber gegenüber.

 

Der Mittelsmann

für Erlösung und Heil

ist für den römischen

Hauptmann Jesus selber.

Als er hört, dass Jesus in

der Stadt ist, lässt er nach

ihm schicken.

 

Am Ende ist sein

Diener wieder gesund.

Es hat sich als gut erwiesen,

den eigenen Grenzen und

Möglichkeiten Beachtung

zu schenken, falschen Stolz

zu überwinden und

um Hilfe zu bitten.

Leben konnte somit

gerettet werden.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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