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Überschrift

Lk 1,1-4; 4,14-21

 

 

Schon viel

haben sie von ihm gehört,

dem Wunderrabbi.

Alle, die bislang mit ihm

zu tun hatten, loben ihn

in den höchsten Tönen.

Sein Ruf eilt ihm voraus.

Er schraubt die Erwartungen

der anderen sehr hoch.

 

Ob dieser Mann tatsächlich

halten kann, was man ihm

nachsagt?

Wer ist er eigentlich?

Wozu ist er gekommen?

Was führt er im Schilde?

 

Die Spannung ist groß

in der Synagoge von Nazareth.

Sie ist zum Schneiden.

Alle Augen richten sich auf ihn.

 

Was wird passieren?

Was wird er sagen?

Wie wird er das Wort

Gottes auslegen?

 

Jesus erhebt sich.

Man drückt ihm das

Buch in die Hand.

Aus dem Propheten Jesaja

soll er vorlesen.

Die Stelle scheint wie

zufällig aufgeschlagen.

Wirklich?

 

„Dass er das Buch öffnet

und jenen Abschnitt der Lesung

findet, der über ihn weissagt,

geschieht nicht durch

Zufall, sondern ist Werk

der Vorsehung Gottes“,

sagt der Kirchenvater

Origenes.

 

Wie dem auch sei,

zumindest wird ihm die Stelle

„zugespielt“, die genau sein

Programm sein wird:

Armen eine gute Nachricht

zu bringen, Blinden die

Augen zu öffnen,

Zerschlagene in die Freiheit

zu führen.

 

Am Ende der Lesung

erfolgt die Auslegung

des Gehörten. Kurz und knapp

fällt sie aus. Eher bescheiden.

„Heute hat sich das

Schriftwort erfüllt.“

 

Noch gibt es daraufhin

keinen Widerspruch. Erst

später werden sich die Geister

an diesem Mann scheiden

und dem, was er sagt,

und dem was er lebt.

Da findet man, dass er

zu anmaßend sei;

dass er Gott lästere

und ihm das Maul

gestopft werden

müsste.

Doch auch am Ende

wird sich zeigen:

Jesus ist der Gesalbte.

Jesus ist der Gesandte.

Jesus ist der, der unter

dem Wort Gottes steht.

 

Das gilt für damals.

Das gilt für heute.

Denn Gottes Handeln

ist immer aktuell.

Es umfasst die Vergangenheit

und es betrifft die Zukunft,

vor allem doch

die Gegenwart.

Es gilt gleichermaßen

uns allen.

 

Sören Kierkegaard

schreibt:

 

„Im Verhältnis zu dem

Unbedingten gibt es nur

eine einzige Zeit:

die Gegenwart.

Wer mit dem Unbedingten

nicht gleichzeitig ist,

für den ist es gar nicht da.

Weil nun Christus

das Unbedingte ist,

sieht man leicht ein,

dass es im Verhältnis

zu ihm nur eine einzige

Lage gibt, -

die Gleichzeitigkeit.“

 

Ich empfinde es als

einen Trost, zu wissen,

dass Gott mit mir gleichzeitig

ist, dass er mir nicht hinterherhinkt

und dass er mir nicht voraus ist,

sondern im Hier und Jetzt

mir nahe ist.

 

Diese Gleichzeitigkeit

Gottes mit mir ist aber auch

zugleich eine Herausforderung

an mich und jeden, der

selber mit Gott in seinem

Leben rechnen will.

 

Sie besteht darin,

Gott in allen Dingen

erkennen zu wollen.

Sie besteht darin,

sein Leben in die Gegenwart

Gottes zu halten und

hierbei Wesentliches

und Wandlung zu

erfahren, die

darin bestehen,

Leben zu erfahren,

in Fülle zu erfahren.

Jetzt ansatzweise.

Dann für immer.

 

U. Schaffer

beschreibt diese

Gleichzeitigkeit, das Heute,

so:

 

„Wenn ich in dir bin

und du in mir,

dann hören alle Fragen auf.

Ich ruhe von meinem Streben.

Mein Herz ist in sich gekehrt.

und doch nach außen offen,

beides in einem.

Es entfaltet sich das,

was ist und was sein wird.

Es gelingt mir dann besser

das Wesen von allem zu sehen.

Das Schicksal, das allem

innewohnt, verstehe ich

gleichzeitig als Wahl

und Bestimmung.

Ich greife, begreife

und werde begriffen.

Ich werde geheilt

und heile.“

 

Genau dazu ist er in

die Welt gekommen,

um zu heilen, um

Armen eine gute Nachricht

zu bringen, Blinden die

Augen zu öffnen,

Zerschlagene in die Freiheit

zu führen.

Um dich und mich

wieder unserem Ursprung

zuzuführen und uns

zu beleben.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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