thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Gott wird am Du

Dreifaltigkeit

 

 

„Alles wirkliche

Leben ist Begegnung“,

sagt der jüdische Philosoph

und Theologe Martin Buber.

Und er fährt fort:

„Der Mensch wird

am Du zum Ich.“

 

Wir Menschen leben

in Beziehung zueinander

und wir entwickeln uns

in Beziehung zu anderen

und zu unserer Umwelt.

Wir sind auf Beziehung

hin geschaffen.

Unserem Wesen entspricht

unsere Bezogenheit auf das

andere, auf den anderen.

 

Ein Mensch nur für sich,

vereinsamt zunehmend,

nimmt sich das zum Leben

Wichtige und Entscheidende,

nämlich den Kontakt

mit all dem, was an

Leben um ihn herum

passiert und geschieht.

 

„Alles wirkliche Leben

ist Begegnung.“

Die Lehre

von der Dreifaltigkeit

gibt der Überzeugung

Ausdruck, dass auch Gott

selber, in sich, Begegnung

und Beziehung ist und

dass es zum Wesen

des christlichen Gottes

gehört, Beziehung

zu haben.

 

Zunächst im Zueinander

der drei göttlichen Personen,

Vater, Sohn und Geist,

sodann nach außen,

zu allem, was ist

und besteht.

Schlussendlich

zu uns Menschen.

 

Gott ist Beziehung.

Gott will Beziehung.

Gott sucht Beziehung.

Er sucht das Gegenüber.

Und er erschafft sich

dieses Gegenüber.

 

Die Schöpfung setzt er,

nach dem er sie geschaffen

hat, in Beziehung zu sich.

Den Menschen macht

er zu seinem Partner.

Ihm vertraut er das

Geschaffene an.

Alles, was lebt

und sich auf Erden und

im Weltall bewegt,

setzt er in Bezug

zu sich.

 

So glauben wir

den einen Gott, den

Schöpfer des Himmels

und der Erde und all

dessen, was ist.

 

Gott lässt nicht darin

nach, sich immer wieder

in Beziehung zum Menschen

zu setzen.

 

Er erwählt sich ein Volk.

Israel. Für dieses Volk

will er sich verantwortlich

wissen. Er nennt es sein

Eigen. Ihm gegenüber

macht Gott viele

Versprechungen.

Zu einem Segen

soll das Volk für

alle werden.

 

Israel wächst an seinem

Gott. Es entwickelt sich

an seinem Gott, indem

es sich immer wieder von

ihm herausfordern lässt.

 

Die Beziehung

zwischen Gott und Israel

kennt Höhen und Tiefen.

Das Spiel von Nähe und

Distanz ist keinem der

beiden fremd.

 

In diesem Zueinander

von Gott und seinem Volk

werden die unterschiedlichsten

Facetten, die Beziehungen

ausmachen können, greifbar:

 

 

Liebe,

Hass,

Eifersucht,

Erbarmen,

Vergebung,

Zorn,

Streit,

Hingabe,

Selbstvergessenheit.

 

Gott sucht die Beziehung

zu seinem Volk. Gott braucht

diese Beziehung zum Menschen,

weil er von seinem Wesen her

gar nicht anders kann. Weil auch

er nur Gott ist, wenn er sich

auf ein Gegenüber beziehen

kann. Das ist der Mensch.

Das bist du. Das bin ich.

 

Beziehung bedeutet immer auch

Liebe. Liebe verwirklicht sich

in der Hingabe an den anderen.

Hingabe bedeutet auf den

anderen zuzugehen,

sein Herz für den

anderen weit zu machen.

 

In der Weite des Herzens

und seiner Tiefe kann eine

Begegnung entstehen,

die anrührend und

bewegend ist.

 

Gott weitet sein Herz,

Gott sucht die Begegnung

mit dem Menschen,

indem er selber Mensch

wird. Gottes Mitteilung,

die zum Greifen ist und

gespürt werden kann,

geschieht in seinem

Sohn: Jesus Christus.

 

Wie Gott Beziehung und

das Miteinander von Menschen

verstehen will, das macht er

durch ihn deutlich.

 

Auch Jesus setzt

sich zu den Menschen

in Beziehung.

Er geht auf sie zu.

Er lässt sich von ihnen

ansprechen.

Er gib ihnen, wonach

ihr Herz verlangt.

Er schenkt eine Begegnung,

die Leben möglich macht

und die Menschen in der

Tiefe ihrer Seele anzurühren

vermag:

 

Blinde fangen an zu sehen.

Taube fangen an zu hören.

Lahme fangen an zu gehen.

Abgewiesene fangen an,

an die eigene Würde

zu glauben. Sie finden

in der Begegnung mit

Jesus ein Ansehen

und einen Wert.

 

Die Begegnung mit

Jesus wirkt befreiend.

Sie ist erlösend.

Jeder, der an ihn

glaubt, der sich auf

ihn einlässt, hat Anteil

an dieser Erlösung

durch ihn.

 

Der Wunsch Gottes nach

Begegnung setzt sich durch

die Zeiten fort.

Dieses göttliche Verlangen

ist auch da, nach der

Himmelfahrt Jesu,

gewirkt durch den

Geist, der von ihm

ausgeht, der Leben

schafft, der anrühren,

der verbinden will,

Menschen untereinander

und mit ihrem Gott.

 

„Der Geist des Herrn

erfüllt das All“, so singen

wir an Pfingsten.

Gottes

Geist ist in allem:

Der Schöpfung,

dem Menschen,

in der Begegnung zwischen

Menschen. In den Höhen

und den Tiefen des Lebens

ist er da. In all dem,

was das Leben für uns

bereithält, will er den

Menschen immerfort in

Beziehung bringen mit

Gott.

 

 

Die große Herausforderung

für uns Menschen besteht darin,

das Wirken dieses Geistes

für möglich zu halten gerade

auch in den unscheinbarsten

Dingen des Lebens, in den

Kleinigkeiten, die wir

allzu gerne bagatellisieren

und übersehen wollen.

 

Gott sucht die Begegnung

mit uns in der Natur.

Gott sucht die Begegnung

mit uns in einem anderen

Menschen, in der Liebe,

die Menschen füreinander

empfinden.

In unserer Freude setzt er

sich in Verbindung mit uns.

In unserer Trauer und unserem

Schmerz ist er da und bietet

uns seine Nähe an.

 

Es käme darauf an,

uns von all dem berühren

zu lassen und uns

dem Dunst der Gleichgültigkeit

zu entziehen.

Wichtig ist, dass wir

keine Scheu

davor haben uns von

ihm in den Dingen des

Lebens berühren

zu lassen.

 

Es gibt tatsächlich nichts,

worin er nicht zugegen wäre.

„Höhen, Tiefen, sie sind sein.“

Dort treffen wir ihn an.

Auch außerhalb

unserer Kathedralen,

in denen wir das Geheimnis

Gottes gerne aufbewahren,

für uns sichern

möchten.

 

„Alles wirkliche

Leben ist Begegnung.“

Der christliche Gott

ist ein Gott der Begegnung

und der Beziehung.

Er sucht die Begegnung.

Er will die Begegnung

auch unter Menschen und

zwar über alle Differenzen und

Unterschiede, Gräben

und Mauern hinweg.

 

Wo dies gelingt,

wo es möglich ist,

aufeinander zuzugehen,

sich die Hände zu reichen,

die Verbindung zu anderen

Menschen entstehen

zu lassen, da ist er mitten

unter ihnen, als der Dreieinige.

Als Vater, als Sohn,

als Heiliger Geist

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener