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Feuer

Lk 12,49-53

 

 

Das ist nicht mein

Evangelium. Es geht

mir gegen den Strich.

Es steht so vollkommen

quer zudem, was ich

glauben und auch

annehmen möchte.

 

Spaltung.

Uneinigkeit.

Zwietracht.

Streit.

Stänkerei.

Auseinandersetzung.

Disharmonie.

 

Das ist Jesu Ansinnen!

 

Glaube hat, wenn er ernst

gemeint ist, sehr wenig

mit einem oberflächlichem

Wohlfühleffekt zu tun,

sondern sehr viel mit

konsequentem Handeln

und Einsatz. Das ist nicht

immer angenehm. Kann

es auch niemals sein.

 

Die Frage drängt

sich jedem von uns immer

wieder auf. Wenn wir

sie denn zu lassen:

 

Wieweit stehe ich für

meine Überzeugung ein

und auch für meinen Glauben?

Könnte ich mich selber

Gottes Anspruch hingeben,

wie Jeremia,

wie Jesus von Nazareth

oder Christen der ersten Generation,

die für ihre Überzeugung mit

ihrem Leben gezahlt haben?

 

Sören Kierkegaard

unterscheidet zwischen Fans

oder Nachfolger Jesu:

 

„Die Bewunderer rühmen

die großen Taten Jesu in der

Welt von gestern.

Die Nachfolger wissen,

dass Jesus in der Welt von

heute anwesend sein will.

Die Bewunderer gehen

einer letzten Entscheidung

für Jesus geschickt aus dem

Weg.

Die Nachfolger verbinden

ihr Schicksal vorbehaltlos

mit dem Schicksal Jesu.

Die Bewunderer sind heute

begeistert von Jesus

und morgen von einem

anderen.

Die Nachfolger können

ihren Herrschaftswechsel

nicht mehr rückgängig machen.

Die Bewunderer sonnen sich

gerne im Glanze Jesu.

Die Nachfolger

wenden sich gerne

willig dem Elend

der Welt zu. –

Jesus will keine Bewunderer,

auf sie kann er verzichten.

Auf Nachfolger

nicht!“

 

Jesus holt aus.

Jesus spricht Klartext:

„Mein Kernanliegen

ist nicht Harmonie, nein:

Feuer! Ich will keinen

Frieden um jeden Preis.

Ich will Entschiedenheit

für das Evangelium.

Eine Entschiedenheit,

die auch bereit ist,

Konflikte und

Auseinandersetzungen

in Kauf zu nehmen.

Glaube ist für mich ein

klares Stehen zu Gott,

auch wenn es weh tut!“

 

„Es heißt:

verbrenne dir nicht die Finger

lass dich nicht mit hineinziehen

halt den Kopf nicht für

andere hin.

 

es heißt auch:

manche arbeiten mit

den Ellenbogen

viele gehen über Leichen

 

aber

es gibt immer welche

die lassen sich den Mund

nicht verbieten

die reden statt zu schweigen

die lassen sich das Rückgrat nicht

verbiegen weil sie eins haben

 

die leihen der Gerechtigkeit ihre Stimme

die stehen ein für die Freiheit anderer

die verschaffen den Unterdrückten Gehör

 

die zahlen mitunter den Preis des Lebens.“

 

                                                           Gaby Faber-Jodocy

 

Das Evangelium heute

will uns keine Angst machen.

Es will uns aufrütteln.

Er will uns wachmachen.

Es will uns einladen,

neue Perspektiven zu entwickeln,

Orientierung zu gewinnen,

in einer Zeit, die so richtungslos

und haltlos geworden ist,

in der kaum noch etwas

so richtig zusammenpasst;

die vor allem zur Frage wird;

zu einer Anfrage an jeden.

 

Welche Rolle spielen

Christen in den

Auseinandersetzungen

dieser Welt?

Welchen Einfluss nehmen

sie auf die globalen Ereignisse?

Gibt es eine klare christliche

Option für die unsicher und

ängstlich gewordenen, die

verfolgten Menschen dieser Zeit.

Und auch eine Botschaft

an all jene, die diese

Unsicherheit und Ängste

provozieren?

Mit der Option

für das menschliche

Leben, seiner Würde,

seiner Einmaligkeit,

seiner Schutzbedürftigkeit,

seiner Rechte

zieht der christliche Glaube

eine ganz eindeutige Grenze

und hebt sich ab von

all jenen, die das Leben

zunichtemachen möchten;

die es nicht gelten lassen

wollen, die es verfolgen

bis in den Tod.

 

Und auch im Kleinen,

in den ganz alltäglichen

Auseinandersetzungen, wollen

uns die Worte Jesu ansprechen

und betreffen.

Sie fordern uns auch hier.

Sie fordern uns überall

dort, wo es nicht mit rechten

Dingen zugeht, wo Borniertheit,

Kleinkariertheit, Egoismus,

Rücksichtslosigkeit und

Gleichgültigkeit den Umgang

zwischen Menschen

bestimmen.

 

Der Widerstand gegen

diese das Leben behindernden

Kräfte kostet Energie,

nimmt Gegenkräfte in

Kauf. Macht nicht immer

nur beliebte und gern

gesehene Menschen

aus uns.

Vielmehr

Menschen, an denen

andere sich reiben.

 

So wie an dem

Evangelium heute,

an dem sicherlich nicht

nur ich mich reibe,

das vielmehr zu einer

Herausforderung

für viele wird, die sich

mit einem Mal angefragt

sehen und dies auch

in der ganz eigenen Haltung

zu sich selber.

 

Auch in diesem ganz

persönlichen Bereich

laden die Worte Jesu dazu ein,

innezuhalten,

nachzudenken, eigene

innere Widersprüche zu entdecken,

alte Gewohnheiten zu überdenken,

neue Prioritäten zu setzen,

aufzubrechen, gegen das Gewohnte

und allzu Vertraute aufzubegehren

und Neues um des Lebens

willen zu wagen.

 

Nein:

Das ist nicht mein

Evangelium. Es geht

mir gegen den Strich.

Es steht so vollkommen

quer zudem, was ich

glauben und auch

annehmen möchte.

 

Doch was wäre Jesu

Botschaft für eine Botschaft

würde ich mich nicht

an ihr reiben und würde

sie mich nicht in meinem

eigenen Denken und

Handeln immer wieder

neu herausfordern.

Sie wäre schal.

Sie wäre hohl.

Sie wäre leer.

Abgestanden.

Fad.

 

Ganz ohne dieses Feuer,

von dem Jesus spricht,

und in dem immer auch eine

verwandelnde Kraft steckt,

wenn wir uns

auf ihn einlassen wollen.

Au eine Nachfolge, wie

er sie meint.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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