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Endlich heil sein

Zweiter Advent

 

 

Wer wollte es nicht,

das Heil sehen, das Heil

erfahren.

Vor allem in einer Welt,

die so schrecklich heillos

ist.

 

Machen wir uns nichts

vor. Wir sind weit davon

entfernt, erlöst zu sein.

Zu sehr sitzt uns

die Erfahrung des

Unerlöstseins,

zu sehr die Hinfälligkeit

dieser Welt und unseres Lebens;

zu sehr, die eigene Begrenztheit

in unserem Nacken.

 

Die Welt ist nicht heil.

Belege hierzu gibt es

genügend.

Wir sind nicht heil.

Sehen Sie sich einmal

um und in die Gesichter

der Menschen hinein.

 

Und wir sehnen uns

danach, geheilt zu werden:

Geheilt von Unfrieden und

Unverstandenwerden;

geheilt von blinder Wut,

zerstörendem Terror

und vernichtender Gewalt,

geheilt von ganz eigenen

Schwächen und Begrenzungen,

die uns darin hindern das Leben

zu erfahren, wie es von Gott

gedacht wurde, als er

und ins Leben rief.

Diese Sehnsucht beschreibt

ein neues Lied in unserem

Gotteslob so:

 

„Da wohnt ein Sehnen

tief in uns, o Gott, nach dir,

dich zu sehen, dir nah zu sein.

Es ist ein Sehnen, ist ein Durst

nach Glück, nach Liebe, wir

nur du sie gibst:

Um Frieden,

um Freiheit,

um Hoffnung, in Sorge,

im Schmerz;

um Einsicht, um Beherztheit,

um Beistand, in Ohnmacht,

in Furcht;

um Heilung, um Ganz sein,

um Zukunft, in Krankheit,

im Tod;

dass du, Gott, das Sehnen,

den Durst stillst.

Wir hoffen auf dich,

sei da,

sei uns nah.“

 

In diesen Momenten voller

Sehnsucht und Durst

warten wir geradezu auf

Gottes Ankunft.

Auf unsere Erlösung

und unsere Befreiung.

Und nichts scheint uns näher

und mehr zu entsprechen,

als die Bitte, dass er die

Berge von uns nehme,

die zu besteigen uns

schwerfällt und

die wir sehr oft

selber zwischen uns und

den anderen errichtet haben.

Wenn ich das Evangelium

richtig verstehe, ergeht

aber genau hierzu die

Stimme an uns.

An Sie.

An mich.

 

„Bereitet dem Herrn

den Weg. Ebnet ihm die

Straßen. Jede Schlucht

soll aufgefüllt werden,

jeder Berg und Hügel sich senken.

Was krumm ist soll gerade werden,

was uneben ist, soll zum

ebenen Weg werden!“

 

Das hört sich nach einer

Menge Arbeit an, denn

vieles in dieser Welt

läuft nicht gerade.

Hügel und Täler

tauchen um jede

Ecke, die wir genommen

zu haben meinen,

erneut auf.

Es läuft einiges

schief in diesem Leben

unter Menschen,

in unserer Welt.

 

In einem Gebet

lese ich:

 

„Gott

wie oft reden wir nur von uns,

was wir gemacht haben,

was wir machen wollen,

wie schlecht es uns geht,

was wir alles für Probleme

haben,

wie ungerecht man

uns behandelt …!

 

Wie oft überschütten wir

andere mit einem Schwall

von Worten, der unser

Gegenüber mundtot macht.

Wie oft nehmen wir unser

Gegenüber gar nicht wahr,

weil wir so seht mit uns

beschäftigt sind.

 

Wir warten auf deine

Ankunft.

Wir warten auf unsere

Erlösung und Befreiung.

Befreie und erlöse uns

von unserer Zentriertheit

auf uns selbst.

Nimm von uns die Berge an

unnötigem Ballast,

die den Weg zum anderen

verstellen.“

 

Bitten ist gut.

Gott diese Bitten

hinzuhalten,

ist noch besser.

Aber Gott nimmt uns

nicht ab, was wir selber

imstande sind zu tun.

Oder ist es mittlerweile

soweit mit uns Menschen

gekommen, dass

wir selber nicht mehr

in der Lage sind, uns aus der

Zentriertheit auf uns selber,

diesem heillosen Egoismus,

zu befreien.

 

Manchmal hat es tatsächlich

den Eindruck, dass der Mensch

zu sehr in dem ganzen

Wust seines Lebens steckt, als dass

er aus eigenen Kräften jemals

wieder da heraus kommen

könnte.

 

Es ist, als wenn

Gott fest damit gerechnet

hätte. Deshalb hat er

uns einen Weg gezeigt,

auf dem es möglich ist,

aus der Verstrickung

in sich selber

herauszugelangen.

 

In Jesus Christus

kommt er uns dieses

Weges bereits entgegen.

In ihm tut er, was

er seinerseits für uns

tun kann, aber er nimmt

uns das eigene

Graben, Aufschütten

und Gerademachen

nicht gänzlich ab.

Elie Wiesel bringt

dies in seiner Geschichte

von Rabbi Schmelke sehr

schön auf den Punkt:

 

„Eingedenk des Talmudwortes,

wonach es genügt, dass alle Menschen

bereuen, damit der Messias komme,

beschloss ich in diesem Sinn auf sie

einzuwirken. Ich war sicher,

dass es mir gelingen würde.

Aber wo beginnen?

 

Die Welt ist so groß.

Ich würde mit dem Land

anfangen, das ich am

besten kannte: meiner Heimat.

Aber es ist riesengroß, mein

Land.

 

Gut beginne ich also mit

der Stadt, die mir am nächsten

liegt: mit meiner Stadt.

Aber sie ist groß, meine

Stadt, ich kenne sie

kaum.

 

Schön, ich fange also in

meiner Straße an.

Nein: mit meinem Haus.

Nein: mit meiner Familie.

 

Also gut,

ich werde mit mir

selber anfangen.“

 

Fangen wir an.

Jeder und jede für sich

und alle miteinander,

zunächst bei sich,

und bleiben wir uns

gewiss, Gott kommt

unserem Tun entgegen,

weil er unser Heil

will, durch Christus,

unseren Herrn.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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