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Die Liebe zählt

Gründonnerstag

 

 

Von Lothar Zenetti

stammen folgende Zeilen:

 

„Worauf sollen wir hören,

sag uns worauf? So viele

Geräusche, welches ist wichtig?

So viele Beweise, welcher

ist richtig? So viele Reden!

Ein Wort ist wahr.

 

Wohin sollen wir gehen,

sag uns wohin? So viele Termine,

welcher ist wichtig? So viele

Parolen, welche ist richtig?

So viele Programme, welches

ist richtig? So viele Straßen!

Ein Weg ist wahr.

 

Wofür sollen wir leben,

sag uns wofür? So viele Gedanken,

welcher ist wichtig? So viele

Programme, welche sind

richtig? So viele Fragen!

Die Liebe zählt.“

 

45 Jahre sind vergangen,

seitdem Zenetti diese Zeilen

verfasst hat.

 

Ja, die Zeit ist vergangen.

Doch die Fragen sind

geblieben. Entscheidende

Fragen. Grundsätzliche

Fragen. Sinnfragen.

 

Was ist richtig?

Was ist wichtig?

Worauf?

Wofür?

Wohin?

 

Im Gegenteil,

die Fragen sind noch

zahlreicher geworden

und die Orientierung des

Menschen, so scheint es,

noch weniger.

Der Mensch verliert

die Richtung aus dem Auge.

Zunehmend.

Das ist gefährlich,

vor allem auch dann,

wenn er nicht mehr

weiß, woher er kommt,

wo seine Wurzeln sind,

was ihn in seinem Innersten

zusammenhält.

 

Nur eines, so erweckt

es den Anschein, ist unverändert

geblieben, die Antwort.

Eine bleibende,

eine unverrückbare Antwort.

Eine Antwort, die durch

die Zeit zu tragen vermag,

die immerzu ihre Gültigkeit

behält und nicht zum

Schweigen gebracht

werden kann.

 

So viele Geräusche?

So viele Beweise?

So viele Termine?

So viele Parolen?

So viele Straßen?

So viele Gedanken?

So viele Programme?

So viele Fragen?

 

Ja, so viele.

Und eine Antwort:

Die Liebe.

 

Für diese Antwort hat

er gelebt. Für diese Antwort

ist er gestorben. Für diese

Antwort will er uns gewinnen.

Durch das Beispiel,

das er gibt, Jesus.

 

Zunächst seinen Jüngern

und dann auch uns.

 

Die Frage ist berechtigt:

„Begreift ihr, was ich an

euch getan habe?“

Viele haben es noch

nicht begriffen. Andere

wollen es erst gar nicht

begreifen. Sie setzen

auf andere Dinge.

Doch darauf käme es an

zum Wohle des Menschen,

zum Wohle der Schöpfung,

zum Wohle der Welt:

Auf die Liebe.

 

Hat er sie uns nicht

immer wieder gelehrt,

die Liebe und uns ans

Herz gelegt?

 

„Liebt einander,

wie ich euch geliebt habe“,

sagt er zu den Menschen.

„Liebt Gott, habt ein Herz

füreinander und liebt

auch ebenso euch

selber.“

„Was ihr von anderen

erwartet, das tut auch ihnen.“

Was erwartet schon ein

Mensch vom anderen?

Auch wenn er es so offen

niemals zugeben würde,

die Antwort, die ist

Liebe.

 

Jesus hat sie geschenkt.

Vorbehaltlos.

Uneingeschränkt.

Ohne Wenn und Aber.

Einfach so.

 

Weil er dieses innige

Verlangen einer menschlichen

Seele verspürt hat.

Weil es ihm nicht darauf

angekommen ist, wer einer

ist; was einer tut; wie

weit es einer in seinem

Leben gebracht hat, sondern

nur darauf; Gottes uneingeschränkte

Liebe und Zuneigung zu

jedem Menschen

zu leben.

 

Und immer noch steht

diese Frage im Raum:

„Begreift ihr, was ich

an euch getan habe?“

Begreifen wir´s?

Wollen wir´s begreifen?

 

So vieles hinge davon ab.

Menschliche Existenzen

hängen davon ab.

Leben steht und

Leben fällt, mit der Erfahrung

gelebter Liebe.

 

 

Wie viele Fragen

und Ängste, wie viel an

Kummer und Sorgen,

wie viel an Sinnlosigkeiten

und Zukunftslosigkeit

würden uns erspart bleiben,

würden wir endlich damit

beginnen, die Liebe zu

leben, beherzt, frei,

einfach so. Bedingungslos.

 

In der Tat.

Die Liebe ist die Antwort

auf alles, weil von ihr

ein Tun ausgeht, das die Herzen

der Menschen erfüllt, Leid zu

lindern vermag

und geweinte Tränen trocknet.

Sie lässt

Menschen Wege zueinander

finden, sich einander die

Hände reichen und begreifen,

wozu sie eigentlich

geschaffen sind und was sie

alles aus unserem Leben

machen könnten, hätten

sie die Liebe und würden

sie ihr Vertrauen schenken,

denn nichts ist stärker

als sie. Die Liebe ist am Größten.

 

Dass es in der Tat

nicht viel braucht, um

zu lieben, das zeigt Jesus

an diesem Abend:

Er nimmt eine Schüssel.

Er füllt sie mit Wasser.

Er bindet sich eine Schürze um.

Er kniet sich nieder.

Er wäscht seinen Jüngern

die Füße. Das war´s.

Mehr nicht und auch

nicht weniger.

Für den Moment.

 

„Begreift ihr, was ich an

euch getan habe. Wenn nun ich,

euer Herr und Meister,

euch die Füße gewaschen

habe, dann müsst auch

ihr einander die Füße

waschen.“

 

Die Liebe zählt!

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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