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ad fontes - Quellensuche

Thomasgottesdienst im April

 

Das Verlangen steckt

in uns allen: Seinen Durst

zu stillen, wenn der Mund

und die Kehle trocken

sind.

 

Und wie einfach ist es

doch in unseren Regionen,

nach einem Glas zu greifen,

zum nächsten Wasserhahn

zu gehen und sich Wasser

einzufüllen.

 

Anderenorts ist das

schon bedeutend schwieriger.

Da kann es passieren,

dass man den Hahn aufdreht

und es kommt kein

Wasser, oder nur eine

dünne, braune, schmutzige

Brühe heraus

 

Anderenorts müssen

Menschen und Tiere verdursten,

weil sie gar kein Wasser haben.

Sie warten auf die nächste

Regenzeit. Und wenn

dann endlich das Nass vom

Himmel fällt, dann

ist dies ein Grund

zum Feiern.

 

Mensch, Tier

und Natur blühen

wieder auf.

 

Das Verlangen steckt

in uns allen: Seinen Durst

zu stillen, wenn der Mund

und die Kehle trocken

sind.

 

Doch da gibt es

noch einen anderen Durst

in uns. Ein Verlangen

eben, das nicht einfach

so gestillt werden kann,

indem man einen

Wasserhahn aufdreht.

 

Der Durst, den ich

meine, ist das Verlangen,

das tief in unserer Seele

ruht.

 

Wonach verlangt

unsere Seele?

Was macht den Durst

unseres Inneren aus?

 

Die Antwort eines

Beters lautet so:

 

„Gott, du mein Gott,

dich suche ich, meine Seele

dürstet nach dir.

Nach dir schmachtet mein Leib

wie dürres, lechzendes Land

ohne Wasser.“ (Psalm 63)

 

Was ist die Quelle,

aus der sich unsere eigene

Seele speist?

Wonach schmachten,

wonach dürsten wir?

Martin Buber sagt einmal:

Alles wirkliche Leben ist Begegnung

und dass das Ich am Du wird.

Beziehungen sind für

viele Menschen eine

Quelle, aus der sich

ihre Seele nährt.

 

Beziehungen und all

das, was aus einer Beziehung

erwachsen kann:

 

Liebe,

Achtung,

Anerkennung,

Wertschätzung,

Halt,

Geborgenheit,

Zärtlichkeit,

Verstehen,

Annahme,

Bedingungslosigkeit,

Vergebung,

Erbarmen,

Leben.

 

Begegnungen unter

Menschen, die wirklich

gelingen, können nicht

genug wertgeschätzt

werden.

Sie sind etwas ganz

Besonderes.

 

Andere haben als

Quelle die Natur

gefunden. In der Natur

kann sich ihr Geist beruhigen.

Hier kommen sie wieder

zu sich selber.

 

Erfüllung finden

viele auch in dem,

was sie tun und arbeiten,

was sie schaffen und

erschaffen.

Das eigene Schaffen

verschafft eine innere

Zufriedenheit, Ruhe

und Ausgeglichenheit.

 

St. Exupery schreibt

in einem fiktiven Brief

an einen General:

 

„Man kann nicht mehr leben

von Eiskühlmaschinen, von Politik,

Bilanzen und Kreuzworträtseln,

sehen Sie! Das ist unmöglich.

Man kann nicht mehr leben

ohne Poesie, ohne Farben,

ohne Liebe.

Ach, mein Herr General,

es gibt nur ein Problem,

ein einziges in der Welt:

dem menschlichen Leben

wieder einen geistigen Sinn

zu geben."

 

Mir scheint,

dass in allem zu wenig

ist, dass der Mensch

tatsächlich den großen

Durst seiner Seele

mit irdischen Dingen

zu befriedigen vermag.

Es reicht einfach

nicht aus.

 

"Wenn du wüsstest,

worin die Gabe Gottes besteht

und wer es ist, der zu dir sagt:

Gib mir zu trinken!, dann hättest

du ihn gebeten, und er hätte

dir lebendiges Wasser gegeben.“

 

Der Mensch in der

Wüste sucht nach Wasserquellen,

weil er nicht verdursten will.

Der Mensch, der mitten im

Leben steht, sucht

nach Quellen, die ihn lebendig

und vital halten -  kann

das vielleicht auch Gott sein?

 

Über all das hinaus,

was uns im Leben nur

begrenzt zu einer Quelle

werden kann, aus der sich

unsere Seele nähren

darf, bietet sich Jesus

selber als die Quelle

für uns an, die niemals

versiegt,

versandet,

austrocknet.

 

Es ist für mein Leben

wichtig, die Verbindung

zu dieser Quelle nicht

zu verlieren.

Darauf zu achten,

dass ich immer wieder

einen Zugang zu ihr

finde.

Dass diese Quelle

nicht versiegt

oder der Zugang zur

ihr verstellt wird

und verstopft.

Sie muss am Sprudeln

bleiben, sonst verliert

mein Leben

Wesentliches,

Belebendes,

Erfrischendes,

Kühlendes,

Nährendes,

Erquickendes,

Freude,

Zuversicht,

Hoffnung.

Es ist dies der geistige Sinn,

von dem St. Exupéry

redet.

 

Ich weiß nicht,

ob viele von uns schon

zu dieser Qeuelle vorgestoßen sind

und ihren Geschmack gekostet haben,

um sagen zu können:

„Herr, gibt mir immer

dieses Wasser.“

 

Der Weg zur Quelle gleicht

oft dem mühsamen Weg einer

Forelle zur Quelle ihres

Ursprungs. Er geht über

Steine, Stromschnellen,

Hindernisse, die übersprungen

werden wollen, auch

über manche Durst- und

Gefahrenstrecke

hinweg.

 

Wo immer wir auch

stehen mögen auf

der Suche nach der Quelle,

die Jesus ist, wir dürfen

uns Zeit lassen und wir

dürfen darauf vertrauen,

dass Jesus selbst am

Brunnenrand auf

uns wartet,

um uns von dem

Wasser zu kosten

zu geben, das den

Durst zu stillen

vermag, der dem Inneren

unserer Seele entspringt

und unserer Sehnsucht

nach Leben.

 

Ich wünsche uns allen

Ausdauer und Zuversicht

auf dem Weg zur

Quelle des Lebens hin.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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