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Die Zehn Gebote

Weisungen, damit das Leben gelingen kann

3. Fastensonntag

 

 

Die Zehn Gebote.

Von nicht wenigen

werden sie mit dem Geschmack

von Sollen und Müssen,

von Eingrenzung und Beschneidung,

verbunden.

 

Dabei verdanken sie

Ihr Entstehen und ihre Formulierung

genau dem Gegenteil, nämlich

der Erfahrung von Freiheit und Weite.

Daran lassen zumindest die ersten

Worte der Lesung keinen Zweifel:

 

„Ich bin Jahwe, dein Gott, der

dich aus Ägypten herausgeführt hat,

aus dem Sklavenhaus.“

 

So viel steht fest:

Die Zehn Gebote verdanken sich

einem Gott, der es gut meint

mit seinem Volk.

Die Zehn Gebote verdanken sich

einem Gott, der den Weg

in die Freiheit weist und

in ein neues Leben.

 

Was halten Sie davon,

anstatt von den Zehn Geboten,

vielmehr von den Zehn Botschaften

von den Grundlagen des Lebens

oder noch anders:

von den zehn Wegweisungen

zur gelebten Freiheit,

zu Liebe,

zu erfülltem Leben

zu sprechen?

 

 

In diesem Sinn könnte man

sie auch so formulieren:

 

Ich bin dein Herr, dein Gott,

du sollst keine fremden Götter neben

mir haben! –

Das könnte heißen:

Du bist frei, wenn du Gott Gott

sein lässt und den Menschen Mensch

und ihm nicht einen Gotteskomplex

auflastet oder ihn zum Götzen

und seine Gedanken zu Ideologien

machst.

 

Du sollst den Namen Gottes

nicht verunehren! –

Das könnte bedeuten:

Du bist frei, wenn du auf den

Gottesnamen „Ich bin der ich bin da“

vertraust. Deine Freiheit ist nicht

das Produkt von Isolation,

sondern die Frucht des Vertrauens

auf das unendliche Geheimnis

Gottes und der Achtung vor

dem Geheimnis, das der

Mensch selber ist.

 

Gedanke, dass du den

Sabbat heiligst! –

Das könnte ausdrücken:

Du bist frei, wenn du nicht

die Arbeit und die Leistung

zum Gott deines Lebens machst.

Du wirst frei sein,

wenn du aus Ruhe lebst,

den Menschen Freiräume lässt,

sie nicht schindest um der bloßen

Profitmaximierung willen.

 

Du sollst Vater und Mutter ehren! –

Erweitert um die Ehrfurcht vor den

Kindern könnte das nahelegen:

Du lebst liebevoll,

wenn du Ehrfurcht und Respekt

vor Menschen zeigst; wenn du

die Beziehungen, die am Anfang

des Lebens stehen, besonders

achtest und pflegst und heilen

lässt, wenn du solidarisch lebst

und Verantwortung füreinander

nicht bloßes Geschwätz für dich

ist.

 

Du sollst nicht morden! –

Das könnte besagen:

Du wirst menschenfreundlich sein,

wenn du das Leben anderer als Geschenk

annimmst. Sieh in den anderen

nicht bloß Rivalen, Konkurrenten,

die besiegt werden müssen.

Lerne vielmehr das Anderssein

anderer als Geschenk und

Bereicherung zu erfahren.

 

Du sollst nicht ehebrechen! –

Das könnte anregen:

Du wirst frei sein, wenn du Menschen

um ihrer selbst willen lieben kannst

und dich mit der Kraft deiner

Lebensmöglichkeit um die „Kunst

des Liebens“ mühst.

Achte das Beziehungsnetz anderer:

Der Kern der Liebe ist die Ehrfurcht.

 

 

Du sollst nicht stehen! –

Das könnte ausdrücken:

Du wirst frei sein, wenn du

die Rechte der anderen achtest,

wenn du anderen Lebensraum

und Privatheit lassen kannst.

 

Du sollst kein falsches Zeugnis

geben wider deinen Nächsten! –

Das könnte anregen:

Du wirst frei sein,

wenn du wahrhaftig bist.

„Die Wahrheit wird euch freimachen!“

Lüge zerstört Vertrauen.

Und Lebenslügen verhindern das

eigene Glück.

Durch Unwahrheiten verstrickst

du dich in ein Netz von

Lügen, deren Vertuschung

Lebensenergie raubt.

 

Du sollst nicht begehren

deines Nächsten Frau! –

Das könnte beschreiben:

Du wirst fei sein, wenn du

nicht Sklave deiner Begierde

bist. Wenn du Krisen

nicht gleich als Ende

einer Beziehung deutest,

sondern zunächst als

Herausforderung zu

Wachstum.

 

Du sollst nicht begehren

deines Nächsten Hab und Gut! –

Das könnte bewirken:

Du wirst frei sein wenn du dich

nicht von deinem Besitz besessen

sein lässt. Wenn du aus

Dankbarkeit lebst und so

der Habgier den Stachel

ziehst.

Zehn Botschaften

von den Grundlagen des Lebens.

Zehn Wegweisungen

zur gelebten Freiheit,

zu Liebe,

zu erfülltem Leben.

Was halten Sie davon?

Ganz gleich wie Ihre

eigene Antwort ausfallen mag,

Gott hat uns zur Freiheit berufen.

Er ist kein Gott, der uns

durch irgendwelche Gesetze

knebeln möchte.

Im Gegenteil.

Nicht gefangen nehmen will er uns.

Weder einengen, bevormunden,

noch reglementieren.

 

Vielmehr,

einladen,

dazu einladen und anbieten,

das Leben aus seiner Sicht

zu verstehen und zu begreifen

und uns dazu ermutigen

die Entscheidungen zu treffen,

die unserem Leben dienen

und es nicht zerstören.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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