thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Wollen wir vom Himmel sprechen?

Christi Himmelfahrt

 

 

Wollen wir vom Himmel sprechen?

Heute am Fest Christi Himmelfahrt?

Worüber sonst, wenn nicht über den Himmel?

 

Schließlich hoffen wir alle darauf.

Schließlich ist er das Ziel unseres Lebens.

Schließlich wollen wir alle dorthin.

 

Wirklich?

 

Nichts ist so wenig greifbar,

wie der Himmel.

Nichts ist so wenig fassbar,

wie jener Zustand, den wir

als den Himmel benennen

und den Gott uns allen

in Aussicht stellt.

 

Viele beschäftigen sich lieber

mit klaren Fakten und bewegen

sich gerne auf sicherem Boden.

Dabei spielt es keine Rolle,

ob wir bis zum Mond und weit

darüber hinaus fliegen können.

Auch das spielt sich noch

innerhalb

des Empirischen,

des Messbaren,

des Nachweisbaren,

des Erforschbaren,

des Faktischen ab.

 

Aber der Himmel,

so wie er uns zugesagt ist?

Soviel steht fest,

der hat mit alldem sehr

wenig zu tun.

Eigentlich gar nichts.

 

Der Liedermacher

Reinhard Mey

hat einmal eine Annäherung

an den gemeinten Himmel

unternommen, obwohl

dies sicherlich nicht seine

Absicht gewesen ist:

 

Über den Wolken

muss die Freiheit wohl

grenzenlos sein.

Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,

bleiben darunter verborgen

und dann würde, was uns groß

und wichtig erscheint,

plötzlich nichtig und klein.

 

Der Mann hat irgendwie

Recht. Je mehr ich mich

mit einem Flugzeug von

dieser Erde entferne,

desto kleiner erscheinen

die Dinge meinem Auge.

Vieles wird relativ,

winzig und klein.

Manches kann ich

von oben mit dem bloßen

Auge schon gar nicht mehr

erkennen. Es besteht

für mich nicht mehr.

 

Das Gefühl, das mich

dabei ergreift, ist unbeschreibbar.

Ich komme mir irgendwie kleiner vor.

Und diese Welt und ihre Probleme

auch sie werden irgendwie kleiner

dabei.

 

Dennoch.

Für immer kann ich mich

nicht in der Luft halten.

Einmal beginnt der

Pilot mit dem Landeanflug

und die Erde hat mich wieder

zurück und mit ihr

der Alltag und sein

ganzer Wust.

 

Der Kabarettist

Hanns Dieter Hüsch fragt:

 

Wie steht’s mit dem Himmel?“

Und dem Himmel in uns,

ich meine den Ort, wo in uns

Leib und Seele und Glauben sitzen.

Was spielt sich bei uns ab?

Könnten wir nicht heute

wie Jesus auch in unseren eigenen

Himmel fahren, in den, der in

uns sitzt, in dies

großartige Gemisch,

in diese Komposition aus Liebe,

Zuversicht, Gottvertrauen,

Geduld, Hoffnung und Glauben,

da, wo Toleranz und Freundlichkeit

in uns sitzen und wohnen?

Was wir vermögen, ist unendlich,

wenn wir in unseren eigenen Himmel

fahren.

 

Dieser Gedanke kommt mir

irgendwie vertraut vor.

Ich habe ihn schon einmal

gehört, mit anderen Worten

ausgedrückt, von Angelus Silesius:

 

Halt an, wo läuft du hin?

Der Himmel ist in dir.

Suchst du Gott anderswo,

du fehlst ihn für und für.“

 

Klar doch, jeder von uns

trägt eine Ahnung von Himmel

in seinem Herzen und eine

Sehnsucht danach sicherlich auch.

Und es stimmt auch,

dass Gott und damit auch der Himmel

uns innerlicher sind,

als wir es oftmals selber glauben.

 

Aber der Himmel,

den der Glaube meint,

den können wir

nicht aus uns selber heraus

bewirken.

Der wird uns geschenkt.

Von Gott geöffnet.

 

Irgendwann kommen wir

unausweichlich an unsere Grenze.

Ich meine jene Grenze, an der

wir einen anderen an uns

wirken lassen müssen,

wenn es hinter dem Horizont

für uns tatsächlich weitergehen

soll. - Ich meine Gott.

 

Und wie geht es dahinter

für uns weiter?

Was kommt nach diesem

Leben?

 

Es wäre vermessen,

wenn ich es wirklich sagen könnte.

Ich kann es nicht.

Das macht ja diese große

Spannung aus, in der wir uns

alle als Christen bewegen und

in der wir auszuhalten haben,

mit der wir leben müssen:

dass wir es nicht wissen.

 

Ich weiß nur eins:

Dass Gott uns immer wieder

in die Nähe seines Himmels

führt, sein Wort durch unseren Kopf

gehen lässt, seinen Blick in unser

Herz senkt.

Dass Gott uns sichtbar und unsichtbar

zeigt, dass wir nicht verloren sind,

auch wenn die Welt verloren ging

und dass er sich unser erbarmt,

so wie auch wir uns erbarmen

sollen.

 

Die Hilflosen und die Beladenen,

die Obdachlosen- und Besitzlosen

sollen unser besonderes Augenmerk

haben.

 

Die Kunst des Zusammenfühlens

und Zusammendenkens sollen wir wieder

lernen mit ihm, dem Sohn und dem

Heiligen Geist.

 

Auf Gottes Weise die Dinge

zu Ende zu denken, sollen wir,

sodass

wir neu anfangen können

mit ihm und mit allen Geschöpfen,

die er gemacht hat,

den Menschen aller Arten und Abarten,

den Weißen und den Farbigen,

allen, die unter seinem Himmel,

der heute in Leib und Seele

bei uns ist, leben und sterben

und sich wiedersehen.

 

Lassen Sie mich mit

einem anderen Wort

Hanns Dieter Hüschs

enden.

 

Wir alle bleiben Gottes Kind,

auch wenn wir schon erwachsen sind.

Wir werden immer kleiner, bis wir

am Ende wissen, vom Mund

bis zu den Zehen, wenn wir

gen Himmel müssen,

Gott will uns heiter sehen.

 

Um den Himmel können wir

niemals wissen.

Den Himmel können wir

nur erahnen.

Mit dem Blick

auf den bevorstehenden Himmel

wünsche uns allen

die Heiterkeit,

die uns unser Glaube

schenkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener