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Was der Glaube braucht

3. Sonntag nach Ostern

 

 

 

Die Erfahrung von Emmaus

bleibt nicht ohne Wirkung.

 

Nachdem er sie ein Stück

ihres Weges begleitet, ihnen

zugehört und den Sinn der Schrift

erschlossen hat;

nachdem er ihrer Einladung gefolgt ist

und bei ihnen blieb;

nachdem er mit ihnen das

Brot geteilt und es ihnen

in diesem Augenblick

wie Schuppen von den Augen

gefallen war, laufen sie zu den

anderen Jüngern zurück

und erzählen ihnen,

was gesagt werden muss,

unbedingt:

 

Der Herr ist auferstanden!

Jesus lebt!

 

Aber was ist das?

Jetzt, in dem Moment,

in dem er wieder

vor ihnen steht,

den beiden und den

anderen Jüngern auch?

 

Sie bekommen es

mit der Angst zu tun.

Sie meinen, einen Geist

zu sehen.

Sie trauen ihren

Augen nicht.

 

Anscheinend

reicht diese einmalige Erfahrung

Jesu in Emmaus nicht aus.

Anscheinend

hat die Begegnung sie

nicht wirklich in der Tiefe

getroffen.

Anscheinend braucht

es immer noch weitere

Erfahrungen,

Vergewisserungen,

Bestätigungen.

 

Die Emmausjünger

noch einmal –

und wieder holt ihr Reden

IHN in die Mitte

 

aber ihr Glaube

war noch nicht ansteckend

für die Gemeinde

 

Schrecken

Bestürzung

Zweifel

weichen zwar

dem Staunen und der Freude

 

aber ihr aller Glaube

braucht noch sein Wort

und das Mahl

um ihre Augen zu öffnen

                                               Charis Doepgen OSB

 

Jesus fängt noch einmal

von vorne an. Wieder einmal.

Wie schon so oft.

 

„Warum seid ihr so bestürzt?

Warum lässt ihr in eurem Herzen

solche Zweifel aufkommen?“

 

Bei diesen Worten erinnere

ich mich an Thomas, den Zweifler.

Auch an Petrus, den Kleingläubigen,

erinnere ich mich. Und dass

Jesus immer wieder überzeugen

muss. Sie und die vielen anderen

auch.

 

Karl Rahner schreibt einmal:

 

Ach, es gibt Menschen,

die meinen sie wüssten, woran

sie sind. Mit sich, ihrer Gesellschaft,

ihrem Leben, ihrer Aufgabe.

Natürlich weiß man viel von

alldem.

Und warum sollten einem

diese Einsichten nicht als Speise

und Weggeleit

auf dem Weg dienen,

der in die Unbegreiflichkeit

seiner selbst und Gottes führt.

 

Nein, zu begreifen

ist sie nicht, die Auferstehung.

Die Jünger damals hatten ihre

Probleme damit.

Und wir, die Heutigen,

nicht weniger.

Viele Christen kommen

an diesem Punkt schon

gar nicht mehr mit.

Dabei ist dies der

alles entscheidende Punkt

christlichen Glaubens.

Auf ihn kommt es an.

 

Jesus gibt seinen Jüngern

Unterstützung.

Etwas, woran sich ihr Glaube

festmachen soll.

 

Er isst vor ihren Augen

ein Stück gebratenen Fisch.

Und dann öffnet er ihnen

die Augen für das Verständnis

der Schrift.

 

Nichts anderes tun wir heute.

Wir halten miteinander Mahl

und wissen Jesus in unserer Mitte.

Wir hören Gottes Wort

und wissen in diesem Wort

Gott selbst gegenwärtig.

Vermag diese Feier

unseren Glauben

zu stärken?

 

Karl Rahner fährt

mit seinem Gedanken so fort:

 

Aber immer mehr

merkt man, wie alle Erkenntnis

eben doch nur Weg in die

Unbegreiflichkeit ist, dass das

eigentliche Wesen der Erkenntnis

die Liebe ist, in der die Erkenntnis

außer sich gerät

und der Mensch sich willig

loslässt in die Unbegreiflichkeit.

 

Eben darauf käme es an:

Sich loszulassen.

Auf Gott hin loszulassen.

Und dabei zu spüren,

dass sein Wort trägt.

Dass Gott hält,

was er uns in Christus

zugesagt hat.

 

Warum, barmherziger Gott,

füllst du meine Gedanken und Sinne

nicht Tag für Tag

mit leuchtender Gegenwart?

 

Diese  Frage

des schweizer Pfarrers Kurt Marti

ist zu begreifen.

Besonders in den Momenten,

in denen nichts aufleuchtet,

vielmehr alles von Dunkelheit

umhüllt zu sein scheint,

drängt sie sich auf.

 

Doch Gott ist gegenwärtig.

Er bleibt gegenwärtig.

Er ist da in den Wirklichkeiten

dieser Welt und unseres Lebens,

auch dann, wenn Finsternis

seine Nähe verdeckt.

 

Herr,

mache auch aus uns

den Ängstlichen

und Zweifelnden

Zeugen für dich.

Charis Doepgen OSB

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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