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Neu denken! Veränderung wagen

Misereor-Sonntag 2015

 

Neu denken! Veränderung wagen.

 

Es gibt in unserem Gotteslob ein Lied,

das recht gut zu diesem Motto zu passen scheint.

Wir kennen es zu gut.

Wir singen es immer wieder gern.

 

Das Lied hat es ins sich.

Es reißt uns heraus aus dem Gewohnten.

Es stellt uns auf einen neuen Weg.

Es macht darauf aufmerksam,

wie notwendig Veränderungen

im Leben eines Menschen sind,

um des Lebens willen.

 

Jetzt ist die Zeit,

jetzt ist die Stunde,

heute wird getan

oder auch vertan,

worauf es ankommt,

wenn er kommt.

 

So lautet der Refrain.

 

Jetzt ist die Zeit.

Es ist höchste Zeit.

Die Stunde ist sozusagen da,

wo auch wir wählen müssen.

 

Was halten wir für

das wahre Leben?

Wofür wollen wir kämpfen?

Für Ordnung und Sicherheit?

Dass alles so bleibt,

wie es immer war?

Für ein Mehr an materiellen Gütern,

an Macht und Anerkennung?

 

Jesus meint:

„Wer an seinem Leben hängt,

verliert es, wer aber sein Leben

in dieser Welt gering achtet,

wird es bewahren bis ins ewige Leben.“

 

Ein Wort, an dem wir uns reiben können.

Ein Wort, an dem wir uns reiben sollen.

 

Hängt nicht jeder an seinem Leben?

Sollen wir es wegwerfen, einfach so?

Hat uns Gott nicht dieses Leben geschenkt?

 

Was soll das eigentlich bedeuten,

das Leben bewahren, indem wir es

gering achten?

 

Vieles entscheidet

sich an der Frage,

wie wir das Leben verstehen

und begreifen wollen.

 

„Das Leben in dieser Welt“,

bedeutet ein Leben nach den

Maßstäben, wie sie diese Welt

setzt:

 

Geld,

Ressourcen,

Sicherheiten,

Einfluss,

Macht,

Stärke,

Ellenbogen,

das eigene Hemd,

das einem am nächsten ist.

Und,

und,

und.

 

Wenn wir unser Herz daran

hängen, werden wir am Ende

alles verlieren.

Und nicht nur wir werden

als Verlierer nach Hause gehen.

Alle werden verlieren.

Auch die, die mitbezahlen,

die selbst am wenigsten profitieren,

aber eine ganze Menge dazu beitragen,

dass wir unseren Profit machen.

 

„Stopp!“, werden sie sagen,

„es sind doch aber die „Großen“,

die die Weichen stellen

und die Gewinne einstreichen.

Wir sind es nicht.

 

Es sind die Politiker an den großen

Konferenztischen und die Wirtschaftsbosse,

die die Welt bewegen.

Wir sind es nicht.

 

Wir haben keinen Einfluss auf

das Wirtschaftssystem,

auf den Welthunger,

auf das Klima.

Wir sind nicht schuld.

 

Ich bin sicher all diese wird

Gott auch noch fragen:

die vermeintlich „Großen“,

die Politiker,

die Wirtschaftsbosse,

jene Herren und Damen

in Nadelstreifen an den Konferenztischen

dieser Welt.

Aber jetzt sind wir dran!

 

Vielleicht haben viele mit

ihrem Einwand recht:

Kleine Rädchen sind wir

in dem großen Getriebe dieser Welt.

Immerhin. Unterschätzen wir nicht

den Einfluss einer einzigen kleinen

Schraube für das Ganze!

 

Hier also die Frage:

Wo sind wir gefordert?

Was können wir tun?

Was sind wir einander schuldig?

 

Wir schulden den Menschen,

insbesondere jenen, die dazu

beitragen, dass es uns gut geht,

dass wir die Augen vor deren

Ausbeutung und vor Ungerechtigkeit

nicht verschließen.

 

Wir schulden,

den Menschen,

die selbst keinen Raubbau

an der Schöpfung betreiben,

aber unter den Folgen des

Klimawechsels leiden,

dass wir unseren

Lebens- und Konsumstil

überdenken.

 

Wir haben Handlungsmöglichkeiten.

Jeder hat sie auf seine ihm eigene Weise.

Wir können umsteuern:

 

Die Aktion „Autofasten“ ist sicherlich

etwas, was dazugehört. Jeder

einzelne von uns entscheidet,

ob er mitmacht oder dieser Aktion

mit Gleichgültigkeit begegnet.

 

Wo kaufen Sie ihre Textilien?

Vor allem, wissen Sie woher diese kommen?

 

Plastikmüll verschmutzt die Meere

und tötet das Leben im Wasser.

 

Unglaublich viele Menschen

waren da, bei der Weinbergnacht

vor zwei Wochen … unglaublich

viel Müll und leere Flaschen

lagen in den Weinbergen in den

Tagen danach.

 

Direkt dazu:

Es gibt auch

so etwas wie eine akustische

Umweltverschmutzung.

Ich denke immer daran,

wenn der Fahrer im Auto

neben mir, seine Musik so laut

gestellt hat, dass sie durch

die Fenster seines und meines

Autos dringt.

Wer sagt eigentlich,

dass ich diesen Schrott

mithören will?

 

„Neu denken!

Veränderung wagen.“

Dabei geht es nicht nur

um Verzicht.

Es geht um mehr,

um sehr viel mehr,

nämlich darum zu gewinnen

statt zu verlieren.

 

„Neu denken!

Veränderung wagen.“

Worauf käme es an:

Auf Mut,

auf Vertrauen,

auf Kreativität,

auf Gemeinschaft,

auf Rücksicht,

auf den Blick aufs Ganze.

Das Evangelium

meint heute

dazu:

 

Wer das Leben nach den

Maßstäben dieser Welt

gering achtet,

wer andere Maßstäbe setzt,

wer Solidarität höher

schätzt als Rendite,

und Beziehungen für wichtiger

als Besitz, der wird sein Leben

bewahren und zwar bis

in alle Ewigkeit.

 

Das Gesetz des Lebens ist:

Nehmen und Geben,

Beschenktwerden und Schenken,

Empfangen und Arbeiten:

aus Gnade.

Das ist die Spannung,

die unser Leben ausmacht.

Das eine ist untrennbar

mit dem anderen verbunden.

 

Nur so lässt sich

auch ein anderes Wort Jesu

verstehen und begreifen:

Wenn das Weizenkorn

nicht in die Erde gelangt,

vertrocknet es und bringt

keine Frucht.

 

Wenn unser Leben nur daran besteht,

dass wir nehmen, was sich bietet,

und nicht teilen, bleibt es klein

und unfruchtbar.

 

So wie das Weizenkorn,

wenn es in die Erde gepflanzt wird,

neues Leben hervorbringt,

so bewirken auch wir

neues Leben, wenn wir

uns gegen die Maßstäbe

dieser Welt entscheiden

und uns stattdessen auf die

Seite des wahren Lebens stellen,

das von Gott kommt

und bis in die Ewigkeit

hineinreicht.

 

Um des Lebens willen,

denken wir Neues

wagen wir die Veränderung.

 

 

 

(Idee: Vgl. Materialien zum Misereor-Sonntag 2015)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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